Und immer weiter in den Süden………

Es ist viel passiert in den letzten Tagen. Das Wichtigste zuerst: gestern sind die Preise für Sprit erhöht worden. Der Diesel kostet jetzt 1,46 € statt 1,45 € – Pech gehabt.

Aber Trogir stand auf dem Programm, eine der am besten erhaltenen romanisch – gotischen Städte in Osteuropa soll es sein. Schmale Gassen, viele schöne Häuser – toll restauriert, die St. Laurentius Kathedrale. Alles auf einer Insel zusammengedrängt. Das Kalksteinpflaster in den Straßen durch das viele Benutzen glatt und rutschig.

Einen Campingplatz gab es auch und so hab ich die Gelegenheit genutzt, die Wäsche zu waschen und auch sonst alles, was man an einem Haushalttag so macht.

Trogir ist nur ca. 15 km von Split entfernt. Hier gab es 2 Welterbestätten zu sehen.
In Split ließ sich der römische Kaiser Diokletian einen großen Palast bauen. Diesen bewohnte er ab 305 n.Chr. als er, als einziger römische Kaiser übrigens, von seinem Kaiseramt zurücktrat. Ab dem 7. Jahrhundert wurde der Palast mehr und mehr von Einheimischen als Rückzugsort von Kriegswirren genutzt. Und so ganz allmählich entstand daraus die Altstadt von Split. Einiges wurde abgerissen, viel neu hineingebaut oder umgenutzt. Aus dem Mausoleum des Kaisers wurde die Kathedrale des Heiligen Dominus, das Peristyl des Palastes der Vorplatz der Kathedrale. Auch hier, schmale Gassen, viele schöne historische Häuser und das obligatorische Kalksteinpflaster.
Split ist Heimat des Fußballvereines Hajduk Split der viele begeisterte Anhänger hat  und ein Knotenpunkt vieler Fährlinien und so kann man von hier aus viele der umliegenden Inseln erreichen. Ich habe das gestern genutzt um auf die Insel Hvar überzusetzen. Neben der Ortschaft Stari Grad hat sich eine Kulturlandschaft erhalten, die vor 2400 Jahren durch griechische Einwanderer erstmals gestaltet wurde und bis heute in Grundzügen erhalten ist. Es war eine schöne Wanderung durch eine liebliche Landschaft.

Später bin ich nun in die Berge des kroatischen Hinterlandes aufgebrochen um 60 km südlich von Split den ersten Standort einer vorwiegend bosnischen Welterbestätte bei Crjivica zu besuchen. Angehörige der bosnischen Kirche haben hier besondere Grabsteine aufgestellt in denen sich kirchliche und folkloristische Motive mischen. Der Ort ist nur 100 km von Mostar entfernt und so werde ich, ehe ich nach Dubrovnik fahre erstmal diese Stadt besuchen.

Nun bin ich mal auf das Grenzregime morgen gespannt……….    

Ein rauhes Land…………

Es ist die Nationalstraße 8 die immer die Küste entlang führt, gut in Schuss und nicht zu sehr überlaufen. Gemütliches fahren also. Auch hier meint es  z.Z. das Wetter gut mit mir und so konnte ich erstmals die kurzen Hosen rausholen. Die Olivenbäume schneiden ist überall an der Tagesordnung, das sie breit wachsen und nicht so hoch. So sieht man viele Leute auf den Feldern und Rauchschwaden zeigen, dass die Äste gleich verbrannt werden. Die Inseln, die die Küste begleiten, sind allesamt kahl wie auch das gebirgige Hinterland, kein bisschen grün – trostlos. Das Gestein ist hart und scharfkantig gebrochen, viele Pflanzen wehren sich mit Stacheln und trotzdem gibt es schöne wilde Blumen, die in Deutschland in den Gärten stehen. Die Feige trägt schon Früchte, die Obstbaumblüte ist fast schon vorbei.

So fahre ich hier durch den Frühling und in Zadar traf ich wieder auf eine Festung der Venezianer. Die Handelsschiffe konnten hier unterschlüpfen, wenn sie bedrängt wurden.
Heute sieht man in den Häfen Freizeitboote und – jachten aller Größen und Preisklassen.
Und  immer weiter die Küste Richtung Süden. Viele kleine Orte schmiegen sich an die Küste die nirgends einen Sandstrand hat sondern nur Schotter und Steine.

In Sibenik gibt es gleich mal zwei Welterbestätten. In der Altstadt findet sich die Kathedrale des Heiligen Jakobs. 1431 bis 1535 gebaut, vereinigt sie venezianischen Barock mit toskanischer Renaissance über die vielen Jahre der Bauzeit. Die Renaissance hinterließ hier ihre ersten Spuren im Adriaraum. Leider war sie über die Mittagszeit nicht zugänglich, sodass ich sie nur von außen fotografieren konnte.

Am Ende des Kanals des Heiligen Antons, der den Hafen von Sibenik mit dem Meer verbindet, quasi als Deckel auf dem Topf, befindet sich die Seefestung des Heiligen Nikola, die die Venezianer hier an der Stelle eines Benediktinerklosters im 16. Jahrhundert errichteten. Sie sollte den Hafen beschützen, kam doch kein Schiff an ihr vorbei. Die Festung ist Teil der Welterbestätte Venezianische Verteidigungswerke….

Und jetzt bin ich bereits in Trogir. Auch hier gibt es eine Altstadt  als Welterbe, aber dazu später mehr…………

Kroatien………

Aber erst bin ich doch noch nach Triest gefahren. Einen Schlafplatz habe ich in einer Sackgasse unmittelbar an der Burg gefunden. 3 Autos hinter mir haben zwei junge Deutsche im PKW genächtigt. Das habe ich aber erst früh gemerkt.

Die Stadt ist industriell geprägt und hat eher weniger alte Bebauung aufzuweisen. Nur im Zentrum gibt es Einiges an klassizistischen Bauten.
Eine stark frequentierte Handelsroute von Alexandria endet hier und bringt viel Landwirtschaftliches nach Europa. Die Süd Bahn von Wien endet ebenfalls hier und überwindet am Simmering knapp die 1000 m Höhenmarke und ist damit die höchste normalspurige Eisenbahn der Welt und, wie sollte es anders sein, Weltkulturerbe Österreichs.
Und mit Triest bin ich auch endgültig an der Adria angekommen. Nochmal kurz durch Slowenien und nun werde ich die kroatische Küste immer nach Süden folgen:

Erste Station war Porec. Hier gibt es einen bischöflichen Komplex aus Basilika, Bischofspalast, Baptisterium und anderen Gebäuden, der nach Bischof Euphrasius benannt ist, der diesen Komplex bereits im 6. Jahrhundert stiftete. Die Bauten sind weitestgehend im Entstehungszustand erhalten geblieben und dokumentieren so die Baugeschichte aus den Anfängen des Christentums hier im Adriaraum.

Das Wetter wird nun langsam immer besser, so um die 15, 20 Grad und nicht mehr so viel Regen. Wie in Slowenien so auch in Kroatien sind die meisten Straße in gutem Zustand. Wobei zusätzlich hinzukommt, dass die Küste entlang sehr viel gebaut wird, meist in touristische Strukturen, Verkehr, Übernachtung und ähnliches. Autos mit deutschen, Schweizer oder österreichischen Kennzeichen sieht man zuhauf. Auch auf Deutsch können sich viele verständlich machen. Der Sprit ist noch billiger, Diesel kostet nur 1,45 €. Das Hinterland der Küste ist sehr hügelig, vereinzelt ragen auch größere Berge auf. Olivenöl und auch Wein wird überall angebaut, das hatte ich für diese Gegend überhaupt nicht auf dem Zettel, obwohl es ja naheliegend ist

Nun habe ich aber einiges zu fahren, Zadar, mein nächstes Ziel ist über 300 km die Küste nach Süden entfernt. Das werde ich wohl in 2 oder 3 Etappen bewältigen………….  

Slowenien……….

Kaum war ich über die Grenze wurden schlagartig die Straßen besser – Zufall?? Bis heute hat sich der Eindruck nicht verändert. Gut angezogen sind die Menschen hier, Zahnlücken hab ich noch keine gesehen, machen auch nicht alle den Mund auf wenn ich komme, viele nicht allzu alte Autos und eine erkleckliche Zahl an Oberklassewagen. Die Supermärkte sind eher klein und die Alpen haben mich lange begleitet. Gestaunt hab ich über die Tankstellen, alle hatten sie einen Preis von 1,52 für den Diesel!

Erste Station war Idrija. Hier gibt es eine Quecksilbermine seit 500 Jahren, die gemeinsam mit der in Almaden (Spanien) eine überragende Bedeutung für die Goldförderung in Amerika hatte, da Quecksilber zur Gewinnung von Gold aus dem Erz benötigt wurde. Beide Minen deckten lange Zeit den übergroßen Teil der Weltquecksilber-produktion. Die Stätte in Spanien hatte ich bereits 2017 besucht und nun konnte ich sie abschließen. Als Besonderheit gibt es hier ein Bergarbeitertheater zu sehen und Wohnhäuser der Bergarbeiter sind erhalten. Große Häuser, in denen mehrere Familien lebten.

Eine weitere Besonderheit ist mir in Idrija über den Weg gelaufen: das Klöppeln. Es wird ja wieder zunehmend mehr im Erzgebirge betrieben, deswegen hat mich das interessiert. Einen Klöppelkurs kann man besuchen, viele schöne Sachen kaufen und ein Museum dazu gibt es auch. Die Klöppelkunst ist wie im Erzgebirge schon Jahrhunderte in der Bevölkerung verankert.
Die letzte, eher kulinarische Spezialität ist Beifuß Schnaps. Ich hab ein kleines Fläschchen zum Kosten mitge-nommen, aber noch nicht probiert.  

Und dann blieb mir noch Ljubljana, die Hauptstadt. Einen guten Platz zum Stehen und übernachten hab ich gefunden. Dusche, der Platz selbst verschlossen und ein Bus in die Innenstadt fuhr in der Nähe vorbei. Also alles bestens.
Gestern war ich nun in der Stadt, quirlig, viele Leute unterwegs, klar es ist Ostern. Es war schönes Wetter und keiner wollte drin sein, so kam es mir vor.
Nach dem WW I wurde die Stadt von Joze Plecnik, einem Architekten umgestaltet. Die österreichisch ungarische Monarchie gab es nicht mehr und die jungen Nationalstaaten wollten selbstbewusst eine moderne Hauptstadt präsentieren. So auch Slowenien. Die tiefgreifenden Veränderungen in den 30iger Jahren des vorigen Jahrhunderts hatten ein zeitgemäßes Stadtbild hervorgebracht, das auch heute noch beeindruckt.
Und damit bin ich eigentlich in Slowenien schon fertig, da es hier keine weiteren Stätten gibt. Ich überlege noch, ob ich noch nach Triest fahre oder ob ich mich gleich den Welterbestätten in Kroatien zuwende. Mal sehen………….

Die letzten Welterbestätten………

Im Nachhinein war es keine schlechte Entscheidung, mit dem Zug zu fahren. Ich konnte den Bus stehen lassen und bin zum Bahnhof gelaufen. Dort hatten die Fahrkartenautomaten keine Lust und so habe ich auf den letzten Drücker am Schalter doch noch Fahrkarten erwischt. In einer halben Stunde war ich in Venedig.
Es war das Wiedersehen mit einer alten Bekannten. Diesmal ging es um Fotos für die Welterbestätte, Markusplatz und umliegende Gebäude. Sonst jedoch war die Stadt kaum wieder zu erkennen. Unter der Woche war der Markusplatz voller Menschen, unglaublich, aber vielleicht war es auch die Karwoche. Kein Wunder, dass das begrenzt werden soll durch einen Eintritt, der wohl kaum zu kontrollieren ist und nur eine Geldmaschine darstellt.

Am Dienstag bin ich nach Aquileia immer weiter in den Osten gefahren – meine letzte Welterbestätte in Italien. Es gab die imposanten Reste einer römischen Stadt zu besichtigen, die einiges wirtschaftliches Gewicht um den Beginn der Zeitrechnung hatte. Mehr als die Grundmauern von einem Forum und einem hochherrschaftlichen Haus war aber nicht zu sehen, der überwiegende Teil der Stadt ist noch nicht ausgegraben.
Die frühchristliche Basilika hat Bedeutung für die Christianisierung der Region. Hier findet sich ein, den gesamten Kirchenboden bedeckendes, Mosaik von einzigartiger künstlerischer Bedeutung.
Überraschend für mich:  sie wurde nach dem Vorbild der Michaeliskirche von Hildesheim wenige Jahre nach deren Errichtung 1021 bis 1031 gebaut. Angeregt hat das der aus Deutschland stammende Patriarch Poppo!

Nicht weit von Aquileia gibt es noch eine, durch die Venezianer befestigte, Stadt Palmanova. Sie ist in ihrem Grundriss noch erhalten. Auch die gesamten militärischen Anlagen können besichtigt werden. Baulich interessant waren für mich die Stadttore, da der Rest mehrheitlich aus Erdwällen besteht. Sie ist Bestandteil einer Welterbestätte zu Verteidigungswerken der Venezianer deren es noch 3 in Kroatien gibt.

Abschließen konnte ich gestern, am Mittwoch, die Welterbestätte zu den Bauten der Langobarden. In Cividale die Friuli existiert noch ein sog. Tempietto, ein frühchristlicher Tempel aus der Zeit um das 6. Jahrhundert der hier, in der damaligen Königsmetropole, einem Kloster zugeordnet war. Das Chorgestühl existiert noch, auch der Tempel selbst ist erhalten. Mein Glück, die Dinge in Rekonstruktion anzutreffen, hat mich auch hier nicht verlassen. Das Chorgestühl war in einem anderen Raum aufgebaut und die Fresken waren abgenommen und auch einzeln aufgestellt.

Nun bin ich tatsächlich fertig mit den Welterbestätten Italiens und so werde ich heute weiterreisen nach Slowenien…….

In Italien………

Die erste Welterbestätte mit dem sperrigen Namen „Die Hügel des Prosecco zwischen Conegliano und Valdobbiadene“, eine Kulturlandschaft des Weinbaues, war nicht weit entfernt vom Weg nach Venedig.

Zuvor jedoch habe ich die stummen Zeugen einer Katastrophe aus dem Jahre 1963 besucht: den Staudamm von Vajont: Er wurde wohl schon in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts etwas halbherzig geplant und die Bearbeitung durch die zuständigen Behörden zog sich immer wieder hin. Schließlich unterbrach der WW II das Unternehmen und nach dem Krieg wurde der Damm schließlich realisiert ohne dass alle Sicherheitsprüfungen exakt abgeschlossen wurden. Das Ergebnis: am 9. Oktober 1963  stürzten große Gesteinsmassen in den Stausee. Die dadurch entstandene Flutwelle begrub den Ort Longarone unter sich, ließ aber den Staudamm weitgehend unbeschädigt. Die Bilder sagen eigentlich alles………

Gestern stand nun meine erste Welterbestätte auf dem Programm. Es ist  schon eigenartig, Weinbaugebiete sind ja nun einige mit Welterbestatus: in Frankreich gleich mehrere, auf den Azoren, in Porto, am Genfer See, in Ungarn und jedes Gebiet hat tatsächlich Eigenarten, die es unverwechselbar machen. Und hier sind es die kleinteiligen Flächen, die auffallen. Rebflächen dazwischen bisschen Wald, Gärten oder kleine Ortschaften. Jedenfalls hatte ich den ganzen Tag ordentlich zu tun: Stück fahren, anhalten und fotografieren, wieder Stück fahren. In Conegliano, dem Hauptort der Region gab es einen Dom, mitten in die Häuser gebaut, ein Castell beherbergt das Heimatmuseum. Am Wegesrand bin ich dann noch über eine Feuersteinfamilie gestolpert – Bildhauerarbeiten aus Feldsteinen

Abends war ich froh, in Treviso einen Camperplatz gefunden zu haben, bei dem ich gut geschlafen habe. Noch dazu sind hier unten langsam auch die Temperaturen erträglich, Tags so um die 20 Grad, nachts 6-9 Grad.

Treviso selbst ist ein unaufgeregtes Städtchen, hinter dem Dom gibt es das kleinste Gässchen Italiens, einen Tittenbrunnen, bei dem das Wasser aus den Brüsten eines Frauentorsos läuft und das klassizistische Portal des Domes ist einem viel älteren Bau angebaut.

Meinen Plan, auf einem Camperplatz nahe Venedig zu gehen um die Stadt zu erkunden ist geplatzt, alles voll. Und so werde ich wohl morgen von hier aus mit dem Zug nach Venedig fahren und den Bus hier stehen lassen…………

nun geht’s wieder los…….

vergangenes Jahr habe ich nach der Vietnamreise abrupt aufgehört. Irgendwie war Anderes wichtiger……

Aber nun ist es wieder soweit: Südosteuropa soll es werden, die Türkei und vielleicht noch der Kaukasus.
Die Wohnung ist am meine Pflanzenmutti übergeben, die Batterien aus den Uhren entfernt, der Bus eingeräumt – das ist wie ausziehen………., technisch ist er auch fit

Erstmal bin ich zu Manuela nach Gotha gefahren, da gab es einiges zu tun und schöne Stunden zu erleben.
In der Stadt standen auch schon die ersten Camper, es geht also tatsächlich wieder los.       
Zwischendurch waren wir einmal in Suhl.
Das dortige Stadtarchiv hat sich aufgemacht, der Geschichte der Mitropa in einer kleinen Ausstellung nachzuspüren. Sachzeugen der Vergangenheit, Plakate, Speisekarten, Geschirr, Fahrscheine und selbst Modelle der Schlafwagen sind zu sehen. Die Geschichte der Mitropa (Mitteleuropäische Schlaf- und Speisewagen AG) wird in zwei Schautafeln erläutert und in Vitrinen kann man das Geschirr und andere Objekte bestaunen.
Die Mitropa war für mich immer ein ureigenster Bestandteil der DDR. Das ihre Geschichte schon 1916 begann und sie 1939 vor Ausbruch des WW II 244 Schlafwagen und 298 Speisewagen bewirtschaftete war mir neu.

Leider ist wohl in der Stadtverwaltung die immense Bedeutung des Internets in der heutigen Zeit noch nicht so richtig ins Bewusstsein gedrungen und man findet, außer einer Zeitungsnotiz, praktisch nichts über diese Ausstellung.
Das Archiv hält eigentlich immer seine Türen geschlossen. Zu den angegebenen Öffnungszeiten kann man klingeln und die freundlichen Mitarbeiter lassen die Besucher in die Ausstellung.

Und vergangenen Montag nun wurde es für mich Ernst:
Doch noch mal nach Chemnitz, ein paar vergessene Sachen holen und aber am gleichen Tag noch wenigstens nach Oelsnitz/E. zur ersten Übernachtung. Von dort nach Garching als Zwischenstopp. Und jetzt bin ich in Longarone, quasi schon im Zielgebiet meiner ersten Welterbestätte. In Österreich bin ich von Innsbruck aus bin ich die Brennerbundesstraße gefahren. Da war ich schon das erste mal so richtig im Reiseflow: Camper über Camper, Deutsche, Italiener, Holländer aber auch Tschechen oder Slowenen hab ich gesehen – das Völkchen ist wieder aufgebrochen……..

Und ober am Brenner – zack – ist man in Italien. Und dort warteten auf mich die alten Bekannten: „Spazio libero“ Schilder – Raum oder Zimmer frei, am Straßenrand die orangenen, knapp ein Meter großen Helferlein der Polizei – Blitzer, „IP“ – die teuerste und „eni“ – die meistens billigste Tankstelle.

Bis Longarone bin ich gekommen, also schon in der Region Venetien. Hier im Nordosten Italiens warten noch einige Welterbestätten auf mich, ehe  es richtig in den Osten nach Slowenien geht…………..

Hanoi, die Endstation…………

………..nie endender Verkehr, Wolkenkratzer, noch fast das ursprüngliche Leben in der Altstadt, viele gut erhaltene Häuser, aber dazwischen auch immer mal eine Ruine, Massagestudios, abends sind die voll zur Fußmassage, unendlich viele Läden, Werkstätten, Garküchen. Es gibt eine Trainstreet, da fährt der Zug mitten durch ein Wohngebiet, praktisch den Anwohnern über die Füße. Tagsüber ist das Betreten verboten, abends dürfen die Anwohner Gäste entlang der Strecke bewirten, damit diese das Spektakel erleben dürfen. Beängstigend nahe ist es allemal….

Ein zentraler Bereich der kaiserlichen Zitadelle ist Welterbe. Emotional aufgeladen ist der Ort durch die Tatsache, dass sich hier die Befreiungsarmee, auch mit Bunkern, verschanzt hat und auch hier die Amerikaner durch Bombardierungen einiges zerstört haben. Beeindruckend sind die historischen Bauten allemal.

Onkel Ho, also Ho Chi Minh wird noch sehr verehrt und in einem Mausoleum gezeigt. Einmal im Jahr reist er, dem Vernehmen nach, nach Moskau, wo seine Präparation erneuert wird.

Viel Witziges ist zu entdecken und das T Shirt beschreibt die Art des Verkehres sehr treffend. Hunde werden übrigens wie Kinder behandelt, selbst das Fell wird gelegentlich gefärbt oder man isst sie. Zwei doch sehr gegensätzliche Ansichten.

Die St. Josephs Kathedrale im französischen Kathedralstil ende des 19. Jahrhunderts erbaut, haben die Franzosen hinterlassen und fast alle Glaubensrichtungen der Welt sind vertreten. Herausragend im Baustil ist der buddhistische Chua Tran Quoc Tempel auf einer Insel des Ho Thai Sees.

Nun ist bald die Reise vorbei, morgen geht es mit dem Flieger zurück nach Hause und dann erwartet uns die Weihnachtszeit……………..

Die Ha Long Bucht………..

Von Hanoi aus haben wir eine Zweitagesfahrt in die Ha Long Bucht, eine Weltnaturerbestätte, gemacht. Bei Tagesanbruch sollen die Frühnebel eine magische Kulisse mit den aus dem Wasser ragenden Kalksteinfelsen zaubern. Deshalb eine Zweitagestour mit einer Übernachtung auf dem Boot um früh die Frühnebel zu erleben. Leider war klares Wetter und die  Frühnebel haben uns nicht beglückt.

Mit einem Bambusboot haben wir die Thrin Nuh Höhle besucht. Die kann man durchfahren, aussteigen, wie versprochen, konnten wir nicht. Die Bucht ist übersät mit aufragenden Kalksteinfelsen und gibt dadurch ein malerisches Bild. Am zweiten Tag stand noch der Besuch der Sung Sot Höhle auf dem Programm, der größten Höhle hier. Und dann war es schon wieder vorbei. Natürlich immer gutes Essen und auch sonst noch ein paar Programmpunkte um die Leute bei Laune zu halten, Frühlingsrolle wickeln zum Beispiel war ganz witzig.

Leider war der Besuch getrübt  durch einen hemmungslosen Tourismus. Schiffe fast aller Größenklassen tummeln sich auf der Hauptroute und man kann kaum ein Foto von der Natur ohne Schiffe machen und durch die Attraktionen schieben sich Touristenmassen.

Aber wir können sagen, wir waren dabei………………..  

Wetterkapriolen…………

Diesmal war es kein Sleeperbus und wir sind auch „nur“ 2 ½ Stunden gefahren. Dafür hatte der Bus unterwegs eine Panne und ehe der Ersatzbus kam, haben wir bald 2 Stunden in der Werkstatt rumgesessen. Die Betreibergesellschaft hat sich aber umgehend per Mail entschuldigt und mit dem neuen Bus auch ein Sandwich mitgeschickt. Der Bus hielt in Hue nicht weit vom Hotel und so waren wir doch bald bereit die Stadt zu erkunden. Sie wird vom Parfümfluss geteilt und das Leben war noch lebhafter als in Hoi An. Die alte Kaiserstadt hat eine Zitadelle, die ähnlich angelegt ist wie die chinesische verbotene Stadt. Leider haben sich im Vietnamkrieg auch hier viele Befreiungskämpfer verschanzt, weshalb die Zitadelle von den Amerikanern bombardiert und vieles zerstört wurde. Einiges ist wieder aufgebaut, einiges wird gerade wieder aufgebaut, aber etliches ist noch nicht in Angriff genommen, sodass ein umfassender Überblick über die Stätte noch nicht gewonnen werden kann. Geherrscht haben hier mehrere Dynastien von Kaisern über ein, mal mehr, mal weniger großes Vietnam und alle haben ihre Spuren hinterlassen. Tempel, Gärten, Paläste, ein Archiv und andere Funktionsgebäude gibt oder gab es.
Das Gelände selbst ist sehr weitläufig und kann in ein paar Stunden nicht umfassend erkundet werden. Leider hatten wir mit dem Wetter nicht so viel Glück, es hat viel geregnet.

Nachmittags konnten wir auch noch eine Bootsfahrt auf dem Parfümfluss unternehmen.

Anderntags sollte es mit dem Flieger nach Hanoi gehen, wolkenbruchartiger Regen hatte aber viele Straßen überschwemmt und so war die ganze Ortskenntnis des Taxifahrers gefordert um uns halbwegs pünktlich am Flughafen abzuliefern. Der Flug selbst hat sich wegen des Wetters auch noch verspätet, aber mittags waren wir doch glücklich in Hanoi angekommen……………   

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