Jul 21

bei den Blumenkindern………….

San Francisco, die Stadt der Blumenkinder, war die nächste Station. Über die Golden Gate Bridge bin ich gefahren. Am Nordzugang hatte ich zuvor gut am Wasser geschlafen. Die Fahrt vom Norden in die Stadt rein kostet 8,20 $. Das kann man nur online bezahlen. Das Gate am Südzugang ist zur Registrierung mit Kameras übersät. Da kommt keiner davon. Als Erstes bin ich auf dem Weg zu den Twin Peaks durch ein Stück der Haight Street gefahren, das traditionelle Viertel der Blumenkinder. Auch heute noch gibt es dort allerlei Skurriles zu sehen.  Die Twin Paks, zwei Hügel mitten in der Stadt, geben einen fantastischen Überblick zumal wenn Sonne scheint.

Der anschließende Besuch bei San Jose Taiko war eine Pleite, keiner da und der auf der Website angegebene Fanshop hatte außer ein paar Bachitaschen nichts weiter zu bieten.

Gestern nun hab ich von San Jose aus SF mit der Bahn erkundet. Erste Stadion, das Jüdische Museum, ein Architekturjuwel. Auf dem Weg zum Visitorcenter, gleich um die Ecke, bin ich über die Cable Car gestolpert. Über eine Stunde musste ich auf die Fahrt nach Fishermans Wharf warten. Ein Erlebnis, das schon beeindruckte, insbesondere auf den Steilstücken. Seit 1873 in mehr oder weniger ausgebautem Zustand gibt es diese Bahn, deren Antrieb ein unter der Straße ständig umlaufendes Seil ist. Die Bahn wird vom Fahrer mittels einer Klaue in an diesem Seil festgeklemmt und damit bewegt. Ein doch ziemlich archaischer Vorgang, der auch mit einigem Geräusch verbunden ist.

Am Ende der Linie, in Fishermans Wharf am Hafen, werden die Touristen natürlich vortrefflich „bedient“. Essen und Fisch in allen Variationen, Souvenirs,  Schiffsausfahrten, Fahrradvermietung und die Überfahrt nach Alcatraz, die Gefängnisinsel. Hier liegt auch die Jeremia O´Brien, der einzige original erhaltene Liberty Dampfer, der an der Landung in der Normandie am 6. Juni 1944 teilnahm und im Sommer 1994 dahin zurückkehrte.

Dazwischen gibt es hier natürlich allerlei Merkwürdigkeiten, die immer mal wieder ins Bild rücken, seien es Leute oder Dinge, die das Flair von SF ausmachen………………

 

Jul 19

Redwood Bäume und meine Jugend………..

Gestern war nun Redwood Tag für mich. Natürlich wieder incl. Nationalparksport, raus, fotografieren, rein, weiterfahren. Den Redwood Nationalpark und auch den Humbold Redwood Nationalpark hab ich mir angesehen. Bei beiden ist kein Eintritt fällig, das bezahlt man bei den anderen Parks mit.

Erstmal: Fenster auf. Das ist in den Wäldern so ein betäubend, angenehmer Geruch nach frischen Tannengrün. Ich kenn das von früher, wenn wir in den Wald zum Weihnachtsbaum schlagen gegangen sind. Leider hat das ja nicht lange angehalten.

Dann: ich musste erstmal paar Schilder mit Maßen lesen um die Dimension zu begreifen. Durch diese große Höhe, die man in den wenigsten Fällen als Ganzes sieht, sind die Proportionen der Bäume wieder so wie man es bei einheimischen Bäumen kennt. Da muss man so ein Schild lesen, den Bus daneben oder sich selbst in einen Baum stellen.

Stellenweise ist es so dunkel in den Forsten, das man mit Licht fahren muss. Und an manchen Stellen sind die Straßen um die Bäume herum gebaut.

Nach einer ruhigen Nacht am Pazifik mit wunderschönem Sonnenuntergang, stieß ich heute auf Mendocino. Eine Ortschaft, die in den 60igern in einem Schlager des Sir Douglas Quintettes die Hauptrolle spielte. Den hab ich in meiner Jugend rauf und runter gehört. Da war ich natürlich hin und weg.

wer mag, hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=nFbI8uVUFP4  bitte kopieren

Jul 17

die Westküste runter……………

Ja, was soll ich sagen, am 12. Juli ist es nun genau ein Jahr her, das ich meine Knie OP hatte. Das ich nun so gar nichts mehr merke, ist schon ein Glück für mich.

Die letzten Tage bin ich nun immer die Pazifikküste nach Süden runter getrödelt und habe dabei den Bundesstaat Washington und auch Oregon hinter mir gelassen. Komisch, das die Hauptstadt im Osten genau so heißt, wie der Bundesstatt ganz im Westen. Das hätte ich ja nun anders vermutet.

Die Bundesstraße 101 folgt die ganze Zeit mehr oder weniger der Küste und unzählige Urlauber sind unterwegs. Viele Zugänge zum Pazifikstrand gibt es, manche kostenpflichtig, viele nicht. Fast immer gut ausgebaut, vielfach mit Toiletten. Die Technik der Trockentoiletten beherrschen sie ja hier meisterhaft. Sauber, geruchlos und immer gewartet.

Auf der Straße sieht man die vielfältigsten Reisemöglichkeiten. Biker, Radfahrer, Wanderer und alle Varianten eines rollenden Untersatzes vom einfachen PKW bis zum Riesenrailer hinter einem Pick Up. Immer mal Grüppchen von Oldtimern dazwischen, top restauriert oder vielleicht auch nachgebaut. Bei dem kurzen Treffen konnte ich das nicht so genau erkennen.

Was ich zwischenzeitlich erledigen konnte, ist die KFZ Versicherung für Mexico. Das ist mit einem Versicherungsmakler in Texas relativ schnell gegangen. Leider gab wieder bloß die Versicherung für ein halbes Jahr, nicht kürzer. Lässt sich halt nicht ändern. Aber nun ist auch diese Hürde genommen. Ja und Californien, so steht’s an den Nummernschildern, bedient glaub ich so alle Klischees, die ich so hatte und noch ein paar mehr. Dier Menschen überaus freundlich, jeder quatscht Dich an und mich noch umso mehr mit meinem Nummernschild. Sonne pur, so 22 Grad, alles bestens. Nur die Preise sind auf Top Level. Diesel – an der Ostküste vielfach um 2,50 – 2,90 die Galone, bis jetzt an der Westküste so 3,10 – 3,20, in Californien 4,10 – 4,20, also 1 US$ mehr wie eben noch. Auch bei den Lebensmitteln ist es schon heftig.

Ich hatte eigentlich vor, heute bis zum Redwood Nationalpark zu fahren. Nach meiner Karte noch so 50 km. Zum Glück hab ich hier in Crescent mal im Internet geguckt und siehe da, das Hauptvisitorcenter ist hier. Ich kann also morgen losfahren und bin dann gleich mittendrin. Auf die Bäume bin ich ja gespannt.

Ich war in den letzten Tagen ein bisschen faul, deshalb gibt’s heute mal keine Bilder, erst wieder von den Bäumen……………………………

Jul 14

Natur und Wasser…..

weis nun mit Portland immer noch nicht.

Erstmal hatte ich Glück, der Mt. St. Helena hat mich mit schönen Wetter empfangen. Ein Vulkan, der 1980 ausbrach und dabei 400 Höhenmeter seines Gipfels wegsprengte. Durch die viele Asche sieht es noch recht kahl um ihn herum aus. Auf dem Weg zum Aussichtspunkt und zurück sind mir mehrmals Wapitihirsche über den Weg gelaufen. Auch sonst ist die Natur um den Vulkan sehr abwechslungsreich, die Pflanzenwelt allerdings durch den Ausbruch relativ jung.

Und dann wollte ich aber nun unbedingt mal an die Pazifikküste. Schließlich wars 2010 in Shanghai das Bank genannte Ufer hinter den vorgelagerten Inseln. In Prince Rupert wars „nur“ die innere Passage und heute war es soweit. Bei Seaside traf ich auf den „richtigen“  Pazifik. Gegenüber liegt dann Japan und dazwischen ist nur Wasser.

Zuvor war ich noch in Astoria. Der Deutsche John Jacob Astor gründete den Ort 1811 als Niederlassung seines Pelzhandels an der Mündung des Columbia Flusses. Es war die erste feste Siedlung westlich des Mississippi zur damaligen Zeit. Astor, der erste Millionär Amerikas, stammt aus dem Ort Waldorf und die bekannte Hotelgruppe ist nur Teil des heutigen Vermögens…….

Jul 12

USA…………wiedermal

Der Grenzübergang war wie gewohnt grottig aber ich will mich nicht weiter auslassen darüber.

Nun geht es also in den Süden. Mehr oder weniger die US amerikanische Westküste runter Richtung Mexico. Erste Station war Mukilteo. In Everett, gleich daneben, hat William Edward Boeing, Sohn des deutschen Einwanderers Wilhelm Böing, den Grundstein der heutigen Firma gelegt. Flugzeuge werden hier noch immer gebaut und so bot sich eine Tour durch das Werk an, die das Besichtigungszentrum „Future of flight“ anbietet. Es war am Ende nicht halb so interessant wie das NASA Zentrum in Houston. Fotoapparate waren nicht zugelassen, das ist nachvollziehbar. So kann ich nur ein paar Fotos vom Außengelände beisteuern.

Aus den umfangreichen Erklärungen in Englisch konnte ich nur wenig Schlüsse ziehen. Ich habe in der größten Montagehalle der Welt, 80 Mio cbm Rauminhalt, 2 Linien gesehen. Einmal für die 777 und dann für die neue 787, den Dreamliner. Die Halle ist komplett unterkellert, sodass Transporte unterirdisch erfolgen können ohne um die vielen Montagevorrichtungen und – plattformen herumeiern zu müssen. Ab ebener Erde ist sie 5 Stockwerke hoch. Die Schiebetore sind groß genug um komplette Flugzeuge zu transportieren.

Segmente der Flugzeuge werden selbst aus Japan eingeflogen und auch im Umland wird außerhalb des Werkes vieles gefertigt.

Nicht weit von Mukilteo entfernt befindet sich der Mont Rainer Nationalpark. Der Mt. Rainer ist mit 4392 m der größte Berg der USA außerhalb Alaskas. Der Denali dort ist mit 6190 m der höchste Berg der USA. Auch hier war wieder Wetter und so hab ich vom Gipfel des Berges nichts mitbekommen, da er ständig im Nebel war. Gestern hab ich mich wieder dem Nationalparksport hingegeben: am Aussichtspunkt anhalten, aussteigen, gucken, evtl. fotografieren, wieder einsteigen und weiter fahren. Und das über Stunden. Leider ist der Nationalpark zu eng gefasst, sodass man nicht genug Abstand hat um das gesamte Bergmassiv zu erfassen. Eine beeindruckende Natur ist es allemal. Bäume, unten Borke wie unsere Kiefern und oben aber Nadeln wie unsere Tanne. Der Stamm am Boden oft über einen Meter im Durchmesser. Viele moosüberzogen, die Filmemacher der „Hexe Babajaga“ hätten ihre Freude an solchen Einstellungen gehabt. Leider hat das Moos auch seine schlechte Seite: die Bäume die befallen sind, sind unweigerlich zum Tode verurteilt.

In Portland, soweit unten bin ich schon, lockt nun noch die größte Buchhandlung der Welt. Die werden aber bestimmt keine deutschen Bücher haben, sodass ich noch schwanke………………………..

Jul 08

Vancouver…………..

Gestern bin ich von Squamish, am Beginn der Horseshoe Bay losgefahren und sollte eigentlich den spektakulärsten Straßenabschnitt des Highway 99 erfahren. Auch hier hat der Nebel alles zunichte gemacht. Oft hab ich noch nicht mal das Wasser, geschweige denn den Himmel gesehen. Kann man nichts machen.

Vancouver, die Stadt am Pazifik. Asiaten dominieren hier eindeutig, eine riesige Chinatown, auch außerhalb, viele chinesische Schriftzeichen, selbst der Walmart ist nicht wieder zu erkennen mit den vielen asiatischen Waren. Inder spielen eine große Rolle, Russen, Deutsche, Franzosen, ein buntes Sprachgewirr. 2010 waren hier Olympische Winterspiele, 1986 war die EXPO hier zu Gast. Alles hat seine Spuren hinterlassen. Die Expo ein Monument First Nation der Inuit, ein granitenes Inukshuk, später auch das Symbol der Olympischen Spiele, am Strand des Stanley Parks. Auch die erste Metrolinie entstand zur Expo. Gebaut als Hochbahn, so 4 – 6 m über dem Boden saust sie meist im 3. oder 4. Stock an den älteren Häusern vorbei und mit Glück erwischt man einen kurzen Blick ins Schlafzimmer. Von Tankstellen, Lagerhallen oder Werkstätten sieht man bloß die Dächer und in mancher Kurve kommt Achterbahnfeeling auf, da es zu den Haltepunkten meist auch noch bergauf und dann wieder bergrunter geht. Im Stadtzentrum ein Hochhaus neben dem anderen, die Altstadt liebevoll restauriert. Die Kreuzfahrtschiffe legen mitten in der Stadt am Kanadaplace an. Die Souvenirläden quellen über, viel Kanadazeugs dabei und Gastown, das alte Hafenviertel ist voller Leben.

Hier gibt’s auch die Dampfuhr, die viertelstündlich ihr Lied erklingen lässt: die Melodie von Big Ben in London soll es sein. Tatsächlich hält eine winzig kleine Dampfmaschine das Ding am Leben, indem es ca. 3 cm dicke Eisenkugeln an Ketten umherwuchtet. Ich hab die 18:00 Uhr Melodie einfangen können.

Den Granville Market hab ich noch besucht, auf einer Halbinsel gelegen, bietet er alles was das Herz begehrt und noch viel mehr. Gaukler, Souvenirshops, Designerläden, Outdoor, Kunst, Food, alles ist vertreten. Alleine das Flair macht das Erlebnis.

Jetzt bin ich im IKEA, Posten und Köttbullar, mal wieder was Europäisches, essen. Dann hält mich nichts mehr hier in Kanada……………..

 

Jul 07

Whistler…………..

Ich bin nun weiter den Highway 99, genannt der Sea To Sky Highway, Richtung Vancouver gefahren. Meine Zeit in Kanada neigt sich damit nun endgültig dem Ende entgegen, heute schon bin ich in Vancouver, der letzten Station in Kanada. Der Highway ist landschaftlich spektakulär bis zum Ende. Der Fraser River hat tiefe Täler eingeschnitten, bei dem man oft nicht den Grund sieht und die Berge sind schroff und schneebedeckt. Dazwischen, Whistler, das Sankt Moritz von Kanada. Leider war mein Hiersein zum absolut falschen Zeitpunkt ausgewählt. Im Sommer, klar da fehlt der Schnee. Aber es regnete und die Berge total im Nebel. Der weise Hintergrund auf den Bildern vom Ort müsste grün sein vom Wald, stattdessen war der Wald im Nebel versunken.

Ich hab dann wenigstens noch den Olympia Park besucht um ein bisschen Flair einzufangen……..

Jul 04

in den Süden…………….

Und nun geht es in den Süden. Die Route führt immer am Fraser Fluss entlang. Waren am Anfang die Berge noch ziemlich schroff, hat sich das Bild jetzt gewandelt. Ich komme mir zurzeit wie im Erzgebirge vor. Sanft gewellt und wieder mehr Platz für die Straße. Erstmal geht’s nach Vancouver, die Steamclock und noch einige andere Sehenswürdigkeiten bestaunen und dann….nach Mexico, immer die US amerikanische Westküste runter.

Nach Prince George bin  ich nochmal nach Osten abgebogen nach Bakerville, einer historischen Stadt aus der viktorianischen Zeit bis ca. 1930.

1862 fand hier Billy Baker Gold und schon bis 1870 waren wohl mehr als 100.000 Menschen hier. Selbst Deutsche sind direkt von Hamburg oder Bremen hier her gereist um ihr Glück zu machen.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts war Bakerville die größte Stadt in Nordamerika westlich von Chicago und nördlich von San Franzisco. Um die 1920iger Jahre wurde Bakerville zur Geisterstadt und verfiel. 1927 wurde die Stadt zum nationalen Monument erklärt. Ein Versuch um 1930, die Goldproduktion mit neuen Technologien wieder in Gang zu bringen scheiterte 1940 am Eintritt von Kanada in der WW II. 1958 wurde Bakerville zum Provinzpark erklärt und Teile der Stadt im historischen Ambiente wieder aufgebaut. Schauspieler veranschaulichen das Leben jener Zeit. Viele Häuser sind noch so wie damals eingerichtet und zugänglich. Selbst die Chinatown mit allem originalen Zubehör ist zu sehen.

Am meisten haben mich jedoch die recherchierten Schicksale einiger Familien von ihren Anfängen in Europa oder China bis zum Tod der Kinder vor einigen Jahren berührt. Die damaligen Lebensumstände und die dazugehörige Lebensleistung sind für mich schon gewaltig.

Nun habe ich 2 Fahrtage vor mir und werde dann hoffentlich in Vancouver eintreffen………………….

Jul 02

Happy Kanada Day………………….

Heute stehen alle Räder still. Happy Kanada Day ist. Man feiert den 152. Jahrestag der Gründung Kanadas. Eigentlich wollte ich waschen, aber es ist eben fast alles geschlossen.

So wollte ich einen Teil des Tages in einem nationalen Museum in Prince George verbringen, es hat mich aber in den totalen Trouble verschlagen.

  1. gibt es hier auf dem Gelände eine „Pioniereisenbahn“. Der Unterschied zu denen in Ostdeutschland: diese hier ist, zumindest die Lok, schon 107 Jahre alt. Sie war dampfbetrieben und kam nicht zur Ruhe, weil die Schlange der Interessierten nicht kürzer wurde.
  2. der ganze Park um das Museum wurde von der hiesigen Multicultural Heritage Society in ein multikulturelles Festgelände verwandelt, welches viele Besucher anzog. Chinesische Trommler mit farbenfrohen Masken und daikoähnlichen Trommeln waren zu sehen, ukrainische Tänzer, Indianertänzer natürlich. Griechisch, Chinesisch, Ukrainisch, Philippinisch, Indisch und auch kanadische Spezialitäten konnte man kosten. Eine deutsche Bratwurst war nicht zu bekommen – schade.

Auffällig für mich, viele Asiaten sieht man hier, wobei ich „richtige“, Zugewanderte, und möglicherweise indianisch Stämmige nicht zu unterscheiden vermag. Weiter sieht man viele indisch Stämmige, zuweilen auch in ihrer traditionellen Kleidung. Und die Anderen? Mehr als die Hälfte der Besucher hat irgendwas „kanadisches“ an sich. Eine Fahne im Hut oder im Haar, ein T Shirt mit Aufdruck, ein Ahornblatt auf die Wange geklebt und zur Eröffnung sang man die Nationalhymne, natürlich das Basecap ab und viele sogar die Hand am Herz. Weis grad nicht, was da in Deutschland schief läuft…………………

Jun 27

SGang Gwaay…………….

Prince Rupert, eine herbe Industrieschönheit. Die Stadt voller Hotels und Motels, viele steile Hügel, ein ständiges Auf und Ab. Von hier sind es keine 5.000 Meilen bis Shanghai. Die Stadt hat den zweitgrößten Pazifikhafen Kanadas und ist Tor nach Asien. Auf dem Weg hierher haben mich ständig Güterzüge in beiden Richtungen, mit 200 und mehr Waggons beladen mit je 2 Seecontainern begleitet. Warum, ist mir jetzt klar.
Die Welterbestätte SGang Gwaay, eigentlich ist es der Name der Insel, liegt in einem Naturreservat. Das Dorf Nintsints, um das geht es eigentlich, ist seit den 60iger Jahren des 19. Jahrhunderts durch eine Seuche verlassen und ist nur per Boot, Seekajak oder Wasserflugzeug zu erreichen. Gebunden nun noch an die Fähre hier her, Übernachtung hier, ist ein Besuch zeitlich nicht zu organisieren, zumal die Preise durch die exponierte Lage nicht gerade günstig sind.
Ich hab deshalb den Bus im Hafen von Prince Rupert gelassen und mit der Fähre als Fußpassagier die Insel und den Ort Queen Charlotte erreicht. Hier hab ich ein Museum der Haida Indianer besucht um deren Kultur kennen zu lernen. Dieses war den traditionellen Langhäusern nachempfunden vor dem Totempfähle, ein wesentliches kulturelles Element der Haida, aufgestellt sind. Gleich daneben war ein Dorf dieser Indianer in dem an authentischen Orten, vor den Wohnhäusern, ebenfalls Totempfähle aufgestellt sind.
Bin ich am Montagabend mit der Nachtfähre hier her gekommen, so werde ich morgen, am Donnerstag, die Tagfähre nehmen um einen Eindruck von der sog. Inneren Passage zu bekommen. Dabei schlängeln sich die Fähren von Alaska nach Vancouver durch die, der Festlandsküste vorgelagerten, Inseln und fahren nicht auf offener See.
Und nächste Woche ist auch der große Tag für das Erzgebirge. Das Welterbekommitee trifft sich zu seiner diesjährigen Sitzung in Baku und beschließt dort hoffentlich auch den Welterbestatus des Erzgebirges…………………….

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