Mai 19

Welterbe in den Südstaaten………

Charlottesville war nun die letzte Welterbestätte, die mit der europäisch – amerikanischen Geschichte zu tun hat. Thomas Jefferson hat hier gewirkt. Als Farmer und Architekt. Sein Herrenhaus hat er selbst entworfen und gebaut. Auch die ersten Gebäude der Universität, das akademische Dorf, stammen von ihm. Das Herrenhaus mal so ganz anders als sonst, nicht mit kostenlosen Eintritt, sondern gleich mal 30 US$, Informationscenter, Bustransfer, Parkplatz und Eintritt incl. Massen auch hier, Schulklassen, viele Ältere.

Die Tage danach sind ausgefüllt mit fahren und auch mit Sightseeing. Richtung Süden, oder besser Süd- Westen, geht’s fast immer parallel zu den Höhenzügen der Appalachen. Dieses  Bergmassiv zieht sich ca. 1000 km von unterhalb Washingtons bis fast nach Atlanta im Süden. Begleitet wird das Massiv durch den Blue Ridge Parkway, einer Panoramastraße mit vielen Aussichtspunkten, über eine Länge von ca. 800 km. Die Ausblicke gehen weit ins Land. Die Berge steiler wie das Erzgebirge, bis oben hin bewaldet. Mittendrin das „Große Tal“, welches sich fast durch den ganzen Gebirgszug schlängelt. In früheren Zeiten zogen hier die Trecks der Siedler in den Westen.

Cammie und Tom hab ich hier getroffen, 2 Tramps aus Washington. Mit ihrem T3 „Bertha“  ziehen sie durch die Welt und waren mit ihm auch schon in Alaska. Nächstes Jahr, so hab ich das verstanden, ist Europa auf dem Plan.

Jetzt steh ich bei Chattanooga, Tennessee, auf einem Campingplatz unter Bäumen was bei den Temperaturen durchaus angenehm ist……………..

 

 

Mai 16

Demokratie und heutige Regierung…….

Philadelphia war die nächste Station. Mit einem Zwischenstop bei einer IKEA- Filiale. Es ist fast nichts anders als in Europa: Köttbullars gibt es, die Möbel sowieso, überall Internet wie verrückt und selbst auf meine Family Karte hab ich den Kaffee umsonst bekommen. Es ist schon verrückt, wie wenig sich die Dinge unterscheiden, oder wie viel gleiches zu Europa zu erleben ist. Pit Stop kommt hier als Speed daher, Telekom, Aldi, die Automarken, selbst Rotkäppchen Sekt hab ich hier gesehen. Da ist mir die Globalisierung erstmal richtig klar geworden.
Philadelphia ist ja die Wiege der amerikanischen Demokratie und der Vereinigten Staaten. 1776 nahm man die von Thomas Jefferson ausgearbeitete Unabhängigkeitserklärung hier an und 1787 entstand hier die Verfassung der USA und damit das Prinzip der Gewaltenteilung in Legislative, Exekutive und Judikative
Das Gebäude, die Independent Hall ist noch da, die Liberty Bell, die beim Verlesen der Unabhängigkeitserklärung geläutet wurde, auch. Alles ist kostenlos, nach umfangreichen Sicherheitschecks, zu sehen. Leider spielte das Wetter nicht so mit, es schüttete wie aus Kübeln. In Deutschland ist es wohl auch nicht viel anders.
Die nächste Stätte ist in Charlotteville immer weiter nach Süden. Da geht’s aber an Washington vorbei
Und da hab ich dann nicht übers Herz gebracht, da vorbei zu fahren
Auf dem Walmart hab ich den Bus stehen lassen und bin mit Bus und Metro in die Innenstadt gefahren. Hier ist alles vom feinsten: viele „bedeutende“ Männer in Anzügen, die dazugehörigen Frauen, die Straßen in Ordnung, viel Grün, Schulklassen oder ganze Schulen ohne Ende, Touristen.
Als ich aus der Metro kam, direkt an dieser „The Mall“, der lange Grünstreifen zum Capitol, stand alles auf „hab Acht“: Polizisten auf der Straße, Polizeiautos mit Blaulicht überall, die Straße menschenleer, Hubschrauber in der Luft. Passiert ist aber nichts. Nach einer Weile entspannten auch die Polizisten und ließen wieder die Menschen über die Straße. Das ganze Areal sehr weitläufig, sauber.

Nun noch eine Nacht hier und dann geht’s weiter ………

Mai 12

Pflastermüde………

…. bin ich heute, nach einer guten Nacht nahe dem General Grant Memorial bin ich mit der Subway, der Metro, an die Südspitze Manhattans gefahren. In South Ferry geht die Staten Island Ferry nach Staten Island und fährt direkt an Liberty Island mit der Freiheitsstatue vorbei. Aller 15 min fährt eine Fähre und das Beste an ihr ist, sie kostet nichts. Viele fahren nur mit, so wie ich, um die Statue zu fotografieren. Auf die Insel wollte ich nicht, ein unheimlicher Touristenrummel und es geht bei dem Welterbe ja um die Statue, nicht um das Museum im Sockel oder so. Wenn, dann hätte ich schon in die Krone aufsteigen wollen, aber das muss Monate vorher reserviert werden. Nichts für Individualtouristen wie mich.

Es hat von der Idee bis zur Ausführung 21 Jahre gedauert. 1865 hatte Édouard René de Laboulaye die erste Idee dazu. Bis das Konzept stand war es schon Anfang der 1870iger Jahre. Die Franzosen haben relativ schnell die Finanzierung zusammenbekommen und Frédéric-Auguste Bartholdi hat die Statue geschaffen. Bei den Amerikanern hat es mit der Sockelfinanzierung länger gedauert und am 28.10.1886 war die Einweihung.

Wieder zurück mit der Fähre war vom Fähranleger das Empire State Building nur 4 km entfernt und so habe ich die immer den Broadway entlang zurückgelegt. Ground Zero lag auf dem Weg mit den verbliebenen 2 Türmen des World Trade Centers, die Wallstreet oder der Union Square mit dem Biomarkt und viele andere Namen, die so geläufig sind.

Genug New York für heute. Jetzt sitze ich bei Starbucks und schreibe…………….

Mai 12

Niagara und New York……..

einen schönen Schlafplatz hatte ich und so konnte ich am nächsten Tag ausgeruht zu den Niagafällen aufbrechen. 50 m tief stürzen sich die beiden Fälle, der Horseshoe Fall und der American Fall in die Tiefe. Die Victoriafälle des Sambesi in Afrika sind doppelt so hoch und mit 1700 m durchgehender Wasserwand auch bedeutend breiter. Der Salto Angel in Venezuela ist mit 979 m Fallhöhe der höchste Wasserfall der Erde. Die Niagara Fälle sind mit Sicherheit aber die am besten vermarktete Wasserfälle. Hubschrauberflüge, hinabsteigen um hinter den Fall zu schauen, an einer Seilbahn zu Tale schweben, Schiffsfahrten und vieles mehr kann man unternehmen und dabei natürlich viel Geld ausgeben. Von der Kanadischen Seite sind die Fälle am besten zu sehen.  Nach dem Grenzübertritt, vielleicht 20 min, noch die halbe Strecke bis New York. Und am nächsten Tag dann in die Stadt. Ich wollte erst wieder an den Rand fahren und dann mit den Öffis in die Stadt. Das wäre auch gut gegangen, leider hab ich keinen Schlafplatz gefunden. Auch 2 Walmartläden, sonst immer eine sichere Bank, haben das Übernachten nicht zugelassen. Dem ersten Plan, einem innerstädtischen Platz hab ich nicht so recht getraut. Da ich nun keine Alternative hatte, bin ich doch hingefahren. Und ich hab überraschender Weise mitten in Manhattan gut im Grünen gestanden ohne irgendwelche Einschränkungen. Ein kleiner Stadtbummel hat mich dann noch bis zum Broadway gespült. Eigentlich eine lange Straße quer durch Manhattan, nur die Stelle mit den Theatern ist uns ein Begriff. Und morgen will ich nun die Stadt erobern und vor allem die Freiheitsstatue sehen, die Welterbe ist……………..

Mai 09

on the road………..

Der Check war positiv, also nun los. Dass das linke Hinterrad demoliert ist konnte nicht festgestellt werden. Es läuft noch einwandfrei. Elektrik und die Karosse ist auch soweit o.k.

Ein großer Dank an „Leavens Volkswagen“. Der Service mit Jason Schleihauf, Lukasz Kaczmarek und Jeff Jensen waren sehr freundlich und kompetent. Nicht zuletzt Steve, der Busschrauber, der sich gut mit dem Bus auskannte, obwohl es die seit 2002 nicht mehr in Nordamerika gibt, hat sich große Mühe gegeben. Und auch hier wieder: Service for free!!! Ich bin total platt vor soviel Freundlichkeit.

So, nun hoff ich mal, das ich heute noch in die Nähe von den Niagarafällen komme…………..

Mai 08

bald gehts hoffentlich weiter………………

Eine Woche ist vergangen und viel ist passiert. Der Bus hat wieder einen Spiegel. Im Karosseriebetrieb der Firma „Mac Master“, einem großen GM Händler hier in Kanada habe ich Gord Munro kennen gelernt. Den freundlichen und kompetenten Chef des Betriebes. Er bestätigte mir, dass der Bus in Nordamerika nicht zu reparieren ist und lies mir, quasi als Unterwegshilfe, einen Spiegel  provisorisch und kostenlos anbauen.

Die Versicherung des Unfallverursachers hat bestätigt, dass sie die Kosten übernimmt und meine Versicherung übernimmt die Abwicklung wegen ihrer Erfahrung mit ausländischen Kunden. Sie haben zugesichert, die Reparatur in Deutschland nach Abschluss der Reise zu bezahlen. Da bin ich ja gespannt, wie das funktioniert.

Bleibt noch ein Sicherheits- Check des Busses, hoffentlich heute oder morgen, und dann kann ich endlich weiterfahren.

Bin nun schon die ganze Zeit in London in Ontario, eine Stadt von ca. 380.000 Einwohnern, aus der Justin Bieber gebürtig sein soll. Viel mehr Besonderheiten gibt es nicht.

Zwischendurch bin ich nach Goderich, nördlich von hier, gefahren. Einem Ort am Ufer des Huron Sees. Hab ich den nun auch noch gesehen. Die haben eine schöne Uferpromenade da. Viel besucht, da auch noch die Sonne schien. Die Gegend ist voll von Namen aus Europa, aber querbeet: Varna, Zurich, ein Hessenland Inn, Vienna, Cambridge, New Berlin. In Kitchener soll es eine große deutsche Gemeinde geben. Flach ist es da und Landwirtschaft bis zum Weinbau gibt es…………..

Mai 02

der Bus…………

O.K., so siehts aus, wenn einer am Handy spielt. Bin also am Dienstag in London gestrandet und probier jetzt mal, wie das mit einer amerikanischen Versicherung ist.
Mir ist zum Glück nichts passiert, aber der Bus…………😔

Apr 29

Quer durch Ostkanada…..

Die Pause war auch mal nötig, hatte ich doch ein großes Pensum vor mir. Quebec war die erste Station. Welterbe die Altstadt, Anfang des 16. Jahrhunderts gegründet mit intakter Altstadt incl. der einzigen erhaltenen Stadtmauer nördlich von Mexico. Leider aber auch mit ein paar Bausünden, der größte kanadische Papierkonzern durfte mitten in der Altstadt seinen Firmensitz bauen. Das war in den 30iger Jahren. In der Unterstadt die Rue Petit Champlain, 1. Siedlungsplatz, heute Touristenmagnet und in der Oberstadt der Place Royal, der Ort des ersten Forts hier.

Richtung Montreal dann weite Flächen vor allem Richtung Sankt Lorenz Strom überflutet, bis zur Autobahn manchmal nur noch einen Meter. Die Nebenstraßen voller Autos, Sandsäcke überall, viele aufgeregte Leute, das Wasser an manchen Häusern schon über der Türstufe. Hab nur mal auf einem Parkplatz ein Foto von der Landschaft gemacht, Voyeurismus ist nicht so mein Ding.

Ottawa, die Hauptstadt von Ontario. Die Leute dort sind stolz auf ihr Parlamentsgebäude. Das der Rideau Kanal Welterbe ist, wusste nicht mal die Dame  von der Touristinfo. In der Stadt gibt’s zum Anfang gleich eine imposante Staustufe von 8 Schleusen. Vieles ist in der Folge naturbelassen und in der Stadt der Kanal war fast wasserleer. Keine Saison halt……………Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut um im Nachschub unabhängig zu sein im Falle eines Krieges USA – Großbritannien, wurde er jedoch nie benötigt. Die Touristenschifffahrt freut es heute.

Und dann stand Familientreffen auf dem Plan: An Toronto vorbei nach Windsor, das kanadische Gegenstück zu Detroit. Der Sohn fährt dort schon immer mal wieder zum Arbeiten hin. Und da er grad da war und noch dazu Sonntag………………………

Zum Übernachten wollte ich unbedingt an der Erie See, aber der Platz war blöd, also wieder Stück zurück.

 

Ich kann das alles noch nicht so richtig fassen: ich mit dem Bus in Amerika………….

 

Apr 25

on the road………………..

2 Tage bin ich nun schon gefahren. Von Halifax durch New Brunswick in den Norden bis an den St. Lorens Strom bei Mont Joli. Von dort dann nach Süd- Westen Richtung Quebec. 2-mal hab ich unterwegs geschlafen, geht gut hier.

In New Brunswick viel flache Landschaft, menschenleer über weite Strecken, oft versumpft, Birke und Kiefer überwiegen, nicht höher als 10 m. Die Kiefern manchmal mehr Moos als Nadeln am Baum. Es ist gut mit dem russischen Karelien oder Skandinavien zu vergleichen.

Nach der Einfahrt in die Provinz Quebec dachte ich erst in ein anderes Land zu kommen. Alles Französisch hier, selbst die Bedienung am Tresen musste eine Kollegin rufen, da sie nicht englisch konnte.

Das Wetter wurde immer schlechter, je höher ich kam. Geregnet hat es fast durchweg, 0 Grad und Schneetreiben war dann der Höhepunkt.

Heute war Ruhetag. Ich hab in der Landschaft einen Radweg am St. Lorenz Strom entdeckt und da seit langer Zeit mal die Sonne schien und die Temperatur auf 7 Grad kletterte hab ich mich aufgemacht, bin lange gelaufen und hab noch am Bus gewerkelt…………….

Apr 23

der Bus……………..

Ich glaub, die Bilder sagen alles, den ganzen Tag sind wir rumgezogen. Erst Schiffsagent, dann Zoll. Alles nur eine Sache von nicht mal jeweils einer halben Stunde. 15 Fahrzeuge waren auszuliefern. Schweizer, Deutsche, Engländer glaub ich. Die haben sich dann alle im Hafen gestaut. Aber in 2 Stunden waren wir dort auch durch und nun liegt Kanada wirklich vor uns. Gabi und Manfred wollen runter nach Toronto, ich erstmal Quebec. Die beiden sind ein halbes Jahr hier. Mal sehen, wo uns der Wind wieder zusammen weht…………….

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