Apr 14

Die Neue Moderne in der Lausitz……….

Seit vorgestern bin ich nun wieder unterwegs. Ich habe mir vorgenommen, Orte die Bauten im Stil der Moderne aufwiesen und die ein Projekt (www.topomomo.eu) der Stiftung Haus Schminke aus Löbau in Deutschland und Tschechien auflistete, zu besuchen.

Bautzen war das erste Ziel. Aber auf dem Weg lagen schon 2 Orte, die ich also davor noch besuchte. Das Kugelhaus in Cölln und die Pfarrkirche St. Simon und Juda in Crostwitz.

Letztere war dann schon eine Enttäuschung, da die Kirche im barocken Baustil errichtet wurde und vom Berliner Expressionisten Conrad Felixmüller in einigen seiner Arbeiten als Motiv verwendet wurde. Dieser war nach dem WW II viele Jahre hier ansässig. Und das war es schon mt der Neuen Moderne!

Auch das 2. Objekt, das Kugelhaus, ist nicht unbedingt der Neuen Moderne zuzurechnen. Vielmehr ist es einer der skurrilsten Bauten, die ich je gesehen habe. Der in Cölln ansässige Curt Domschke, ein Mitarbeiter Heinrich Tessenows in dessen Berliner Büro, projektierte und baute es in den Jahren 1932 – 1938. Eine Baugenehmigung gab es nicht, nur einen Strafbefehl  und so blieb der Bau bis Anfang 1980 unvollendet. Erst dann konnte ein Neffe des Architekten das Haus fertigstellen und bewohnt es bis heute.

Und Bautzen selbst? Es besitzt einen Anbau an sein, im Jugendstil errichtetes, Stadtmuseum. Dieser war wurde in den Jahren 1930/ 31 vom Dresdener Architekten Otto Schubert realisiert und beherbergt Räume des Museums und auch der Sparkasse.

Tags drauf bin ich in das Kernland der Oberlausitz gefahren. Löbau und Oppach waren die nächsten Ziele.

In Löbau befindet sich die Villa des Nudelfabrikanten Schminke. 1933 von Hans Scharoun errichtet. Er betrieb ein Architekturbüro in Berlin, baute mit diesem Büro die Philharmonie und die Staatsbibliothek in Berlin, war Mitglied des Deutschen Werkbundes und lehrte an der Kunstakademie in Breslau. Die Villa wurde nach 1945 enteignet. War russische Offiziersunterkunft, FDJ Heim und zuletzt ein Haus der Jungen Pioniere. Eine Stiftung verwaltet es jetzt.

In Oppach, nahe Löbau,  findet man ein Stück frühe Industriegeschichte. Die Weberei war in der Gegend schon lange etabliert und nach mehreren Zwischenschritten über nahm die GEG, die Großeinkaufsgenossenschaft Deutscher Konsumvereine, das Werk und baute neu im Sinne der neuen Moderne. Der Komplex ist erhalten, wenn auch z.T. leider ruinös, aber immer noch imposant anzusehen.

Und die Lausitz selbst? Viel Neues ist entstanden, aber selbst in den Innenstädten findet man noch viele Ruinen, auch viele bewohnte Häuser warten noch auf eine Außengestaltung. Die vielen Kirchen scheinen mit gegenüber der Ortschaftsgröße oft überdimensioniert. Eine Fahrt in diesen Zeiten ist kaum mit den gewohnten Maßstäben zu vergleichen. Innenstädte sind nur mit Maske zu betreten, viele Museen oder andere Einrichtungen sind geschlossen. Überproportional viele Camper sind unterwegs. Noch nicht einmal einen Kaffee kann man im Sitzen genießen, aber das ist nicht nur das Problem der Lausitz……….

Apr 11

nächster Versuch………….

Über Ostern war es dann doch bloß ein kleiner Ausflug. Das Wetter wurde gar zu schlecht. Am Sonntag war ich am Schloss Proschwitz, einem Weingut. Hier hat man einen schönen Blick über die Elbe auf den Meißener Burgberg. In Laubegast an der Elbe stand jedes verfügbare Plätzchen mit Campern voll. Ostern hatte alle rausgelockt. Ich hatte aber für die Übernachtung noch Glück und einen Stellplatz bekommen.

Ostermontag dann die Fahrt nach Torgau via Lommatzsch schon bei ganz fiesem Wetter.

Lommatzsch, ein Ackerbürgerstädtchen, ist Zentrum der sog. Lommatzscher Pflege, einer Landschaft, die es bestimmt zu entdecken lohnt. Und Mario Garotti alias Terence Hill lebte hier von 1943 bis 1947.

Torgau ist ja  jedem bekannt durch die Begegnung der sowjetischen und amerikanischen Armee im WW II. Reste der Brücke samt Gedenktafel sind heute noch zu sehen. Die Festung Hartenfels, früher ein Schloss, spielte eine große Rolle in den napoleonischen Kriegen und Katharina von Bora, die Witwe Luthers, starb hier.

Damit war dann auch mein kleiner Ausflug schon beendet und seit gestern hab ich nun einen neuen Versuch gestartet……………

 

Apr 03

die geistige Inzidenz………………..

Ostern

Die Pandemie nimmt wieder Fahrt auf. Die Inzidenzzahlen steigen wieder. In den 3 mitteldeutschen Ländern sind z.Z. die Bestimmungen noch so moderat, dass ein losfahren möglich erscheint. Ich muss jetzt auch mal an meine eigene geistige Inzidenz denken, die nach der bisherigen langen Pandemiezeit auch bedenkliche Ausmaße angenommen hat.

Ziel soll es sein, Bauhausarchitektur oder Bauten der klassischen Moderne in Deutschland aufzuspüren und möglichst die Geschichte dahinter zu erfahren. Einen ersten Anhaltspunkt gibt es in Löbau. Das dortige Haus Schminke soll, nach eigenen Angaben, eines der 4 wichtigsten Wohnhäuser der klassischen Moderne, neben dem Haus Tugendhat in Brno, dem Haus Fallingwater in Pennsylvania und der Villa Savoye in Poissy bei Paris, weltweit sein.

Das Haus Tugendhat in Brno ist Weltkulturerbe und eine Beschreibung der Stätte befindet sich im Blog hier

http://weltkulturerbereise.de/villa-tugendhat-am-26-10-2012/

 

Und so werde ich also morgen losfahren und mal sehen, wie weit ich komme………………………

Mrz 05

Freital……..

Ein Besuch bei Susa, der Trommelfreundin aus Dresden, war für den Mittwoch geplant. Aber am Dienstag bin ich schon losgefahren, Freital stand auf dem Programm. Mal sehen, was es dort zu sehen gab. Ich hatte mich vorher nicht groß informiert und so entpuppte sich Freital als eine vor ca. 100 Jahren gegründete Stadt, welche durch den Zusammenschluss von 3 Ortschaften, Deuben, Döhlen und Potschappel, entstanden ist. Nachfolgend, bis in die heutige Zeit, kamen immer wieder Eingemeindungen dazu. Naturgemäß gibt es damit dort auch keinen historisch gewachsenen Ortskern, sondern die Stadt wächst so Stück für Stück zusammen.  Eines der wenigen, historisch bedeutsamen Gebäude ist Schloss Burgk. Es beherbergt heute das städtische Museum und erinnert auch an die Bergbaugeschichte im Ort. Im sog. Döhlener Becken wurde durch die Bauern, zunächst für den Eigenbedarf, Steinkohle oberflächlich abgesammelt. Kleinbetriebe schürften dann mit mäßigem Erfolg tiefer. Und ab dem Beginn des 19. Jahrhunderts fasste durch Kauf das Königreich Sachsen alle Betriebe links der Weißeritz zum Königlichen Steinkohlenwerk Zaukerode zusammen. Auf der rechten Seite der Weißeritz entstanden ab 1819 die Freiherrlich von Burgker Steinkohlen- und Eisenhüttenwerke. Die nasse Kohleaufbereitung (die sog. Kohlenwäsche) wurde hier 1810 erfunden, die erste Dampfmaschine im sächsischen Bergbau stand hier und 1882 ging die weltweit erste elektrische Grubenlok hier in Dauerbetrieb. Ab 1823 wurde in Burgk Steinkohle verkokt und Burgk damit  das erste Dorf weltweit mit öffentlicher Gasbeleuchtung.

Die Weißeritzbahn, bekannt auch mit ihre kapitalen Schäden durch das Hochwasser 2002, nimmt hier ihren Anfang. Ein Edelstahlwerk gibt es hier, die Wismut förderte bis 1989 sog. Erzkohle um Uran zu gewinnen und Uwe Steimle, der bekannte sächsische Kabarettist, machte in seiner Lehrzeit hier seine ersten Schritte auf der Bühne……………….

Feb 24

Reisen in Corona Zeiten

Am 17. Februar waren die Wettervorhersagen für die nächsten Tage doch außergewöhnlich gut. Zeit also, den Bus wieder in Betrieb zu nehmen. Und so habe ich vorgestern innen alles gesäubert, das Bett zurecht gemacht, einen Kanister mit Wasser aufgefüllt, etwas zu essen und einige Sachen eingepackt. Eine kleine Runde um Chemnitz herum fahren und am Wasserschloss Klaffenbach, nicht weit von meiner Wohnung, die erste Nacht im Bus verbringen, das war der Plan.

Die erste Nacht war mit -2 Grad dann schon noch ganz schön kalt.

Aber: raus aus der Wohnung, andere Bilder und das Gefühl der Unabhängigkeit, es war einfach herrlich.

Heute nun hab ich einen Abstecher nach Zwickau gemacht. Zwickau ist eine Stadt, in der ich in den 90iger Jahren fast wöchentlich beruflich war. Aber immer nur in dem dortigen Büro. Die Stadt kannte ich kaum. Sie verbindet man ja heute in erster Linie mit dem VW Werk.

Die Geschichte der Stadt war zumindest mir kaum bekannt.  Die Stadt spielte schon bei der Besiedlung des Erzgebirges eine bedeutende Rolle. Hier insbesondere bei der Entwicklung des Pleißenlandes im 12. Jahrhundert. Zu Reformationszeiten predigte Luther, und Thomas Münzer war ein Jahr lang Pfarrer, hier.

Als die Industrialisierung Anfang des 20. Jahrhunderts in Fahrt kam, sind im sog. Nordviertel viele Jugendstilbauten entstanden. Die Stadt ist unter diesem Gesichtspunkt sicher nochmal eine Reise wert.

In der Altstadt finden sich noch mittelalterliche Bauten. Die Priesterhäuser sind heute zum Stadtmuseum umgestaltet. Das Kornhaus ist Theater. Der Dom St. Marien stammt in seinen ältesten Teilen aus dem 12. Jahrhundert und erhielt im Wesentlichen seine heutige Gestalt im 15. Und 16. Jahrhundert. Nach einem Stadtbrand 1403 wurde das Rathaus neu errichtet. Es erhielt um 1866 eine neogotische Fassade.

Max Pechstein, der Maler und auch Robert Schumann, der Komponist der Romantik stammen von hier.

Morgen geht’s nun das erste Mal wieder nach Dresden. Und so hoffe ich, langsam meinen Radius wieder erweitern zu können. Einige aus meinem Bekanntenkreis haben sich auch schon vom Acker gemacht. Martin und Anke haben mit ihrem Boot sicher schon Portugal erreicht. Die wollen in die Antarktis.

Und Bernd und Ingrid, die Freunde aus Mexiko sind schon seit 3 Wochen in Schweden……………….

Okt 11

die 2. Woche……….

Rhodos! Unmengen deutsche und französische Urlauber. Die Ferien haben bestimmt begonnen. Mit Samos und Patmos ist es trotzdem nicht zu vergleichen. Von 1309 bis 1523 waren die Johanniter die Herren der Stadt und haben sie geprägt. Danach kamen die Türken, 1914 die Italiener. Die Griechen übernahmen sie 1944. Architektonisch wechselt sich in der Altstadt islamisches mit byzantinischem und viel mittelalterlichem ab. Das meiste wird natürlich jetzt anders genutzt wie früher. Überragend: die Bauten der Johanniter. Festungsbaukunst, wie sie 150 Jahre später Vauban nicht besser gemacht hat. 2 Mal, 1444 und 1480 wiederstanden die Befestigungen dem Ansturm der Osmanen ehe die Stadt 1523 fiel.
Eine 4 km lange doppelte Stadtmauer gibt es, innerhalb derer sich die Altstadt befindet. Zentrum ist der Großmeisterpalast. Als Waffenlager benutzt, explodierte er 1856 und wurde erst durch die Italiener wieder aufgebaut. In der Straße der Ritter existiert noch ein komplettes Viertel im gotischen Stil. Die Johanniter waren in „7 Zungen“, also Sprachen, organisiert. Jede hatte seine eigene Herberge eben in dieser Straße. Auch ein großes Krankenhaus betrieben sie, offensichtlich gebaut nach den Prinzipien des Ibn bin Sina, dem persischem Arzt, die sie im Orient kennenlernten. Viel Licht und Luft als Grundvoraussetzung zum gesunden.

Und weiter gings, mit dem Flieger nach Santorini. Der ursprünglichste Ort soll Emporion sein, nicht direkt am Meer, dafür mit einem Venezianischen Castell, das sich als ein Sammelsurium von über-, nebeneinander- oder untereinander gestapelten Häusern, dazwischen noch etliche Kirchen, entpuppte. Enge Gassen, Treppen, alles nur zu Fuß, manches mit Glück mit dem Moped aber nie mit dem Auto zu erreichen. Mittendrin mein Zimmer, als „traditioneller Room“ angepriesen. 2 Tage sehen nach der „weißen Insel“. Wohl wegen des kontrastierenden Vulkangesteins, nennt man sie so.

2 Wochen waren es, morgen geht’s wieder zurück zum Winterschlaf nach Deutschland……………..

Okt 05

die ersten Welterbestätten…………..

In Samos hatte ich am Anfang Probleme mit den Öffnungszeiten an einigen Stätten. Ist halt nicht mehr Hauptsaison. Aber da die Fähre nach Patmos erst am Sonntag ging, konnte ich alles ganz entspannt besichtigen. Man hat hier wieder eine andere Art des Umgangs mit dem eigenen Erbe. Alles was man findet legt man stolz zum Besichtigen aus, das muss nicht unbedingt zusammengehören.

Pythagoreion, das antike Samos, ist seit ca. 8000 Jahren besiedelt. Es hatte aber seine Hochkultur in der Zeit der Ionier zwischen 1000 und ca. 550 v.Chr. Da war hier das wirtschaftliche, kulturelle und geistige Zentrum des östlichen Mittelmeeres. Handelsbeziehungen gab es zu allen, den Griechen damals bekannten, Landstrichen. Der Hera Kult blühte und der hiesige Tempel war der größte seiner Zeit und zugleich der Erste, der mit ionischen Säulen ringsherum geschmückt war. Ca. 150 sollen es gewesen sein. Zur jetzt stehenden Säule wurden Einzelstücke übereinander gestapelt, die nichts miteinander zu tun hatten. Sie ist zudem nur halb so hoch wie ursprünglich. Auf Ausgrabungen stößt man in der Stadt überall. Leider sind sie oft mehr oder weniger wieder überwuchert und eingezäunt. Wenigstens sind sie ausgeschildert. Man weiß deshalb, was man vor sich hat.

Die Überfahrt nach Patmos war unspektakulär. 2 Stunden mit der Fähre. Patmos als Insel ist nationales Heiligtum. Johannes der Theologe soll hier das Johannesevangelium geschrieben haben. Auch seine Apokalypse ist hier entstanden. Die Höhle existiert noch und ist weltweit das wichtigste Heiligtum der Orthodoxie. Ein Kloster auf der höchsten Erhebung ist außerdem Johannes geweiht. Die Altstadt ringsum ist beinahe so alt wie das Kloster, gegründet um 1000 n.Chr.

Leider durfte ich weder das Innere der Kirche noch die Höhle fotografieren. Da haben sie gut aufgepasst.

Hier legen tatsächlich doch auch Kreuzfahrer an. Die sind mit ihren Abmessungen überhaupt nicht kompatibel  mit ihrer Umgebung. Häuser, Hafen, Schiffe. Plötzlich ist alles auf Spielzeuggröße geschrumpft.

Das war hier nun die zweite von vier Welterbestätten. Morgen geht’s nach Rhodos zu den Johannitern und der 3. Stätte………………..

 

Sep 30

aber nun nochmal weg……………

Nun geht’s nochmal los, Inselhopping in Griechenland. Um später nicht den Bus mit auf die Inseln zu schleppen, wenn ich Griechenland besuche, hab ich mich entschlossen, jetzt mit Flugzeug und Fähre die griechischen Inseln und ihre Welterbestätten zu besuchen.
Mit Corona haben die Griechen nicht viel am Hut. Online auf einem Gesundheitsportal registrieren, das wars schon. Die Bestätigungsmail der staatlichen Gesundheitsbehörde spricht dann vom „griechischen Sommer als Geisteszustand“. Da bin ich mal gespannt, was mich da erwartet…………….
Später schickte die Gesundheitsbehörde noch eine Mail mit einem Barcode für den Grenzübertritt. Den an der Grenze kurz vorzeigen und das wars schon.

Der Anfang der Reise in Chemnitz war jedoch ein bisschen holprig. Die Beschäftigten der CVAG streikten an diesem Tag und ich bin zum Bahnhof gelaufen. So schlecht war das am Ende nicht, musste ich doch noch in der Bahn und auch im Flieger den ganzen Tag sitzen.

Abends fand ich mich dann in einer Appartementpension nahe beim  Athener Flughafen mit einer Stunde Zeitverschiebung wieder. Ich hab also quasi schon Winterzeit.
Der Flug nach Samos heute Mittag war mit nicht mal einem Viertel der Plätze schwach besetzt, dafür umso angenehmer.

Angekommen bin ich nun in einer Siedlung Pythagoreia im Südosten von Samos. Wem das jetzt bekannt vorkommt: ja, der Name stammt von Pythagoras, dem Dreiecksberechner. Er hat hier gelebt.
Der Flughafen und die Welterbestätten sind zu Fuß zu erreichen und das werde ich ab morgen in Angriff nehmen…………….

Aug 28

und wieder mal: zack ist es vorbei………….

In Halden, der 1. und nun auch der letzten Station meiner Norwegenreise, bin ich nun angekommen. Heute war noch mal ein Ruhetag, bevor ich mich morgen Richtung Deutschland aufmache. Ich glaube, es ist auch der richtige Zeitpunkt. Ab heute Nacht 0:00 Uhr müssen Deutsche bei der Einreise nach Norwegen wieder in Quarantäne.
Ich bin froh, dass ich in den 5 Wochen so viel bestaunen und erleben durfte. Aber der Herbst kommt in großen Schritten. Die Birken färben sich schon gelb.
Mit einem Blick von der Fredriksten Festung, welche über Halden thront, über Stadt und Umland soll es hier erstmal wieder genug sein.

Ob es dieses Jahr nochmal zu einer Reise außerhalb Deutschlands kommt wird sich zeigen……………

Aug 26

die letzten Tage…………..

Von Roros aus fuhr ich weiter nach Osten. Vor der schwedischen Grenze gibt es den großen Femundsee an dessen Ufern der Femundsmarka Nationalpark und südlicher der Gutulia Nationalpark liegt. Das ganze Gebiet liegt um die 700 m hoch, die höchsten Berge dann bei 1200 bis 1500 m Höhe. Geformt ist die Landschaft durch die Eiszeit. Überall finden sich Steine und Geröllgeschiebe. Selbst wandern ist durch die vielen Steine sehr beschwerlich.
Bedeckt ist das Gebiet mit riesigen Wäldern, Kiefern zumeist, nordische Birke, dazwischen ein paar Fichten. Trotz der geringen Höhe findet sich schon Hochgebirgsvegetation. Flechten, Moose unter den Bäumen, Heidel- Moos- und Preiselbeeren, Pilze und niedriges Gehölz.  Moore oder nasse Stellen finden sich immer wieder und zwingen zu Umwegen.

Das Land ist dünn besiedelt. Entsprechend zeigt sich die Infrastruktur. Wenige, kleine, Ortschaften. Straßen sind teilweise gut zu befahrende Schotterpisten. An den seltenen Rastplätzen findet man nur noch Trockenklos. Handy Empfang ist oft nicht möglich. Große Handels- oder Tankstellenketten fehlen, es wird von örtlichen Anbietern besorgt mit entsprechenden Preisen.

Die Touristen werden hier ganz schnell seltener, Einheimische zumeist und wenige enthusiastische Ausländer.
Dafür sind jede Menge Fischplätze ausgewiesen, ein kleiner geschnitzter Fisch am Straßenrand. Man fährt einen Waldweg rein und steht meist nach wenigen 100 Metern an einem See mitten im Wald mit Feuerstelle, manchmal auch hier ein Trockenklo. Die Nächte dort sind einfach traumhaft. Nur der Wind und Tiere, Vögel zumeist, stören die Stille.

Und jetzt treibt mich der beginnende Herbst mit Tagestemperaturen von 12-14 Grad und nachts gar mit 2-4 Grad aus den Bergen Richtung Süden zur schwedischen Grenze am Kattegat………………

Ältere Beiträge «

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen