Aug 03

in den Schären………..

Und wie es so ist, manchmal findet man das, was man nicht gesucht hat. So ging es mir die letzten Tage mit dem Trondheimer Postweg. Unterwegs bei einer Rast war da plötzlich ein Schild. Neu aufgestellt, sicher noch kein halbes Jahr alt. 2 Tage lang begleitete mich dieser Weg. Eine Stele, alte Brücken, archaisch aus Bruchsteinen gewölbt, freigeräumte Wege oder eben Schilder. Ende des 18. Jahrhunderts ist der Weg von Bergen nach Trondheim entstanden. Nur noch 9 Tage war dann die Post unterwegs. Vorher ging sie jeweils nach Oslo und von dort weiter. Für die Bergener Kaufleute zu umständlich und langwierig. Bis 1858 war der Weg in Betrieb, dann kamen die Postschiffe und veränderten alles.

Mein Weg durch die Schären zeigt eine beeindruckende Landschaft. Hohe Berge, die wenig Platz für den Menschen lassen. Dazwischen immer wieder Wasser mit Inseln, Inselchen oder auch nur ein einzelner Felsen. Häuser oder auch nur Hütten stehen an Stellen, deren Zugang oft schleierhaft bleibt. Es ist fast egal wo ich aussteige, irgendwo stehen immer Himbeeren. Durch das viele Wasser gedeiht die Vegetation üppig. Im Waldboden sinkt man 2-3 cm ein, er ist stark durchfeuchtet. Peter Wohlleben, der Waldexperte, hätte seine Freude daran. Abends, wenn der Wind sich legt zieht eine wohltuende Ruhe übers Land.

Die letzten 2 Tage hatte ich ein kleines Tal ganz für mich. Die Leute von einer Elektrizitätsgesellschaft haben einen Weg angelegt um Strommasten zu bauen. Den bin ich reingefahren und hab 2 Tage da verbracht. Berge um mich herum, Schafe und eine Nacht mit einem norwegischen Freisteher.

Jetzt regnet es schon den 2. Tag ununterbrochen und die Temperaturen klettern nicht über 12 Grad. Für mich ist das immer noch besser als 30 Grad……………

Jul 28

an der Westküste……………….

Es ist wie immer in Norwegen. Der eigentliche Weg ist fast doppelt so lang wie die Luftlinie. Man kann halt nur die Täler hoch oder runter fahren oder der Küstenlinie mit ihren vielen Windungen folgen. Für mich hieß das: nach Oslo immer das Hallingtal hoch, vorbei an Gol und Al. 2 exklusive Wintersportorte auf der Hardangervidda. Das ist eine Hochebene, mit ca. 9.000 qkm die größte in Europa. Die ist zwischen 1200 und 1600 m hoch und hat aber tatsächlich schon Hochgebirgsklima. Keine Bäume da oben und nur Flechten und so niedriges Zeugs.
Die Nachttemperaturen waren einstellig, für mich sehr angenehm. Ich hatte am Voringfossen, einem beeindruckendem Wasserfall übernachtet.
Unterwegs sah ich große monolithische Felsen aus dem Wasser aufsteigen. Sicher fehlten ein paar Meter in der Höhe zu den Monolithen im Yosemite NP in den USA. Was anderes war es definitiv nicht. Die Wälder im Yellostone haben wir in Karelien und die Geysire in Island. Für mich gibt’s keinen Grund mehr, deswegen da rüberzufliegen.
Vor Bergen dann der Hardangerfjord, der größte Einschnitt der Nordsee in das Land. Er setzt sich ins Landesinnere mit dem Eidfjord fort. Beides beeindruckende Gewässer. Die Fahrt an deren Ufern entlang war wunderschön. Viele Parkgelegenheiten gibt es. Man kann immer mal in Ruhe schauen.
Da hier sicher Hochsaison ist, ist auf den Straßen der Teufel los. Immer wieder bilden sich gemütlich dahinzuckelnde Autokonvois, so 60, 70 km/h schnell. Die Länge kann man nicht überblicken, man sieht ja nur bis zur nächste Kurve. Und nun doch auch viele Deutsche. Es kommen wohl viele mit den Fähren.
Bergen kenn ich ja schon. Die Deutschen Brüggen sind Welterbe. Dicht umlagert und schön restauriert. Diesmal war ich auf dem Floy genannten Hausberg. Ein imposantes Panorama.

In den nächsten Tagen werde ich mich nun die Schären hochhangeln. Da wird viel Zeit an den Fährterminals vergehen. Alesund, die Jugendstilstadt und langjähriges Feriendomnizil des deutschen Kaisers Wilhelm II.  ist das nächste Ziel…………………..

Jul 24

Norwegen………

……und nach Plan ist es auch gegangen. Nach dem ich in Flensburg eingekauft hatte, habe ich mit Freund Jens wieder ein paar pittoreske Ecken Flensburgs erkundet. Es ist immer wieder schön, mit ihm durch die Stadt zu streifen. Er kennt Ecken…..
Und am Mittwoch gings los: nochmal tanken und dann mit einem Ritt nach Kopenhagen. Die Beamtin an der Grenze wollte nur Ausweis und meine Buchungsbestätigung des Zeltplatzes sehen. Zusammen mit meiner Zusicherung, im Transit weiter nach Norwegen zu fahren wars das schon. Der Grenzübergang in Krusau/ Kupfermühle auf der Landstraße B200 war auch nicht sonderlich frequentiert sodass in 10 min alles erledigt war.
Am nächsten Tag an der Grenze zu Schweden musste ich kurz den Ausweis zeigen und schon ging die Fahrt weiter. Ich glaub, die Räder sind gar nicht richtig zum Stillstand gekommen.
Genau so wars an der norwegischen Grenze, Ausweis zeigen und die Frage ob ich non Stopp durch Schweden gefahren bin. Und schon gings rein nach Norwegen.
Fast 1000 km waren das und während ich in Dänemark alle Nase lang einem deutschen Auto begegnete, so reduzierte sich das in Schweden auf ein deutsches und zwei polnische Autos als nicht nordische Ausländer auf der ganzen Strecke.

Zu Corona sei gesagt: ich hab bisher nur meine eigene Maske gesehen, auch beim Einkaufen oder an der Autobahn auf der Toilette. Heißt, die Leute hier kommen ganz gut ohne Masken aus. Aber überall hängen Poster mit Verhaltensmaßregeln und die Leute achten sehr auf Abstand.
Gelandet bin ich direkt nach der Grenze am Halden Kanal mit Blick auf die Staumauer und eine imposante Schleusenanlage. Gebaut 1860 um Holz für die Holzindustrie nach Halden zu flößen, ist der Kanal der mit der höchsten Schleusenanlage Nordeuropas. Die ganze Anlage liegt in einem Seitental inmitten von Natur und Unmengen von reifen Himbeeren und Heidelbeeren.

In den nächsten Tagen will ich nun um Oslo herum nach Bergen an die Küste fahren…………………………

Jul 20

in den Norden………….

In Krefeld gab’s für mich noch eine Rettungsaktion. Waldi, ein kleiner Terrier war ausgebüxt und eine Radfahrerin hatihn gefunden und aufhalten können, hatte aber kein Handy dabei. Und so musste ich aushelfen. Die Leute hatten es noch gar nicht bemerkt das Waldi weg war. Zwischen Fundort und Wohnort lagen rund 4 km. Wie er das wohl angestellt hat………..

Nach der Aktion gings für mich strikt Richtung Osten. Tangermünde war das Ziel, eine pittoreske Kleinstadt mit Burg, schönem Rathaus und vielen Türmen. Tangermünde war Residenz der brandenburgischen Kurfürsten, die wurde jedoch 1488 nach Cölln, das spätere Berlin, verlegt und Tangermünde verlor an Bedeutung. Viele alte Häuser gibt es und eine lebhafte, quirlige Innenstadt.

Weiter nach Potsdam auf den dortigen Telegrafenberg. Hier hat Erich Mendelssohn, der Erbauer u.a. des Schockenkaufhauses in Chemnitz, den Einsteinturm gebaut. Eine Einrichtung zum Nachweis der Relativitätstheorie von Einstein. 2 Häuser aus dem Frühwerk Mies van der Rohes finden sich auch hier. Haus Riehl, in Privatbesitz und noch sehr dem Vorbild Schinkels verhaftet und die Villa Urbig, in der einst Churchill residierte.

Am Wochenende musste ich dann wieder über 30 Grad erleiden. Das war anders geplant, die Häuser in Berlin wollte ich dann aber doch noch sehen.

Zuvor übernachtete ich auf einem Parkplatz am Wannsee. Offensichtlich ein beliebter Treff für Freisteher. Vom wohnmobilen Dickschiff bis zu Leuten, die im PKW schliefen war alles vertreten. Überhaupt sind Unmassen von Wohnmobilen unterwegs und so viele Autos mit Fahrrädern am Heck hab ich auch noch nicht gesehen.

Mies van der Rohe hat in Berlin 4 Werke hinterlassen. Haus Lemke, sein letzter Bau in Deutschland, Wohnhäuser an der Afrikanischen Straße, Haus Werner und das Haus Perls, heute eine Schule, die leider vollständig eingerüstet war.

Meine Übernachtung in Neustadt Glewe brachte dann für mich eine Überraschung. Diese Kleinstadt hatte auch viele alte Bauten, eine Burg und sogar ein Schloss. Ein Abstecher, wenn man hier in der Gegend ist lohnt sich also.

Heute geht’s noch bis vor Flensburg. Morgen dann nochmal einkaufen in Flensburg. Am Mittwoch bis Kopenhagen (Transit in Dänemark geht) und am Donnerstag in einem Rutsch durch Schweden nach Norwegen (nur so darf man z.Z. in Norwegen einreisen). So ist wenigstens der Plan…………….

Jul 16

erstmal westwärts…………..

Vergangenen Sonntag waren die letzten Standorte in Freiberger Revier dran. Es gibt da noch einige Silberbergwerke und die Altstadt. Vieles ist da schön restauriert, man kommt sich vor wie im Mittelalter. Das Oberbergamt ist nicht so spektakulär, aber der Dom oder das spätgotische Rathaus beeindrucken doch.

Nach kurzem Zwischenstopp zu Hause gings nach Wiesbaden. In der hessischen Landeshauptstadt ist das Haus Ryder zu finden. Ein Entwurf des Bauhausdirektors Ludwig Mies van der Rohe aus dem Jahre 1923 für ein Einfamilienhaus. Leider ist es durch ein Satteldach überbaut, sodass das ursprüngliche Erscheinungsbild, gedeckt mit einem leicht geneigten Flachdach,  nicht mehr sichtbar ist.

Ada Ryder wollte nach dem WWI  von England aus Geld anlegen und ließ sich das Haus als Geldanlage vom Architekten Gerhard Severain, einem Jugendfreund Mies van der Rohes, errichten. Es befindet sich heute im Privatbesitz.

Auf dem Weg nach Krefeld, einer weiteren Schaffensstation Mies van der Rohes, lag das kleine Städtchen Zons. Es ist heute nach Dormagen eingemeindet und besitzt einen vollständigen mittelalterlichen Stadtkern. Innerhalb der Stadtmauern leben seit Jahrhunderten ca. 1000 Einwohner. Errichtet wurde die Burg Friedensstrom ab 1373 zur Erhebung des Rheinzolles von Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden. Die Stadt mit dem mittelalterlichen Flair ist allemal einen Besuch wert.

Die Häuser Ester und Lange in Krefeld wurden zwischen 1928 und 1931 errichtet. Die beiden Seidenfabrikanten lernten Mies van der Rohe anlässlich seiner Gestaltung des Kaffees Samt und Seide auf der Berliner Messe kennen. Den Garten des Hauses Esters hat er ebenfalls gestaltet.

Seit 1969 ist Haus Lange Museum zeitgenössischer Kunst, Haus Esters seit 1981. Auch die Gartenanlage ist öffentlich zugänglich………..

Jul 10

Sommer 2020………..

Einige Tage sind nun ins Land gegangen. Haithabu ist eigentlich nichts weiter als eine Landschaft, nur Ausgrabungen zeigen die eigentliche Bedeutung, für die Dänen mehr als für die Deutschen.

Zu Hause hab ich den Bus noch um die immer noch fehlenden Dinge ergänzt und bin nun endgültig  in den Sommer aufgebrochen. 2 Tage bin ich jetzt schon in Freiberg. Das Erzgebirge als Welterbestätte hat dermaßen viele Standorte und manche, wie die Revierwasserlaufanstalt ja bald 70 Örtlichkeiten. Das ist unheimlich aufwendig. Nun hoff ich, zumindest die deutschen Standorte mal abschließen zu können. Da werde ich wohl noch 2 Tage zubringen.

Dann aber solls erstmal nach Wiesbaden und Krefeld gehen. Ludwig Mies van der Rohe, der letzte Bauhausdirektor, hat dort gebaut. Dann noch in Potsdam und Berlin. So habe ich dann mal alle seine Werke in Europa fotografiert. Und danach will ich entweder ins Baltikum, das ist der Coronabestimmungen wegen das Einfachste oder nach Norwegen. Die entscheiden wegen Corona aber erst am 15.7. neu. Z.Z. muss man da noch 2 Wochen in Quarantäne. Die Überfahrt nach Island war mir zu teuer. Wegen Corona sind die Liegeplätze noch gesperrt. Da geht z.Z. nur eine Kabinenbuchung. Also mal sehen, es bleibt spannend…………….

Jun 24

die Ostsee…………

Nun hab ich es geschafft! In Heiligendamm traf ich heute auf die Ostsee,baden inclusive. 22 Grad, volle Sonne und ziemlich viel Betrieb, aber noch nicht so, wie sonst in der Saison.

Neuruppin und Güstrow lagen auf meinem Weg. Beide sehr gepflegt, die Häuser in Schuss. Zumindest in Güstrow sind da viele Fördermittel geflossen, den Schildern nach zu urteilen. Neuruppin weitläufiger, die Straßen der Innenstadt gepflastert. Theodor Fontane wurde hier geboren und natürlich entsprechend verehrt. Güstrow ist in der Innenstadt urbaner und wirkt deshalb belebter. Ernst Barlach, der Schriftsteller und Bildhauer hat hier sein Hauptwerk geschaffen und ist omnipräsent. Beide mit historischem Stadtkern, es gibt viel zu sehen.

Durch Mc Pomm bin ich bis jetzt gut gekommen. Keiner fragt hier nach irgendwas, jedoch sieht man hier deutlich mehr Schutzmasken als in Chemnitz. Viele haben sie unterm Kinn, wenn sie nicht vor dem Mund ist – immer in hab acht – sozusagen. Camper aus allen Bundesländern sieht man, an allen meinen Stellplätzen bisher war ich nie alleine.

Jetzt sitze ich beim Mc Donald in Wismar, poste das hier und will heute noch nach Haithabu um mir das morgen anzusehen und am Freitag geht’s nach Hause.

Dort will ich dann meine Islandreise ausklamüsern. Das ist nicht so einfach, da müssen viele mitspielen. Färöer wollen einen höchstens 2 Tage alten Coronatest, in Island muss man einen vor Ort machen und sich höchstens 2 Tage vorher anmelden und einen Platz auf der Fähre muss ich auch erstmal haben. Früher wars einfacher………………

 

Jun 22

endlich nordwärts…………

Und dann gings hinein in die mitteldeutsche Kulturlandschaft. Hier ist ja so viel deutsche Geschichte passiert: bedeutende Persönlichkeiten haben hier gewirkt oder stammen von hier: J.S. Bach, Luther, Katharina die Große von Russland, J.W. Goethe und unzählige andere. Bauten von der Romanik bis zum Bauhaus. Die Aufzählung nimmt kein Ende………..

Der Anfang auf meiner Reise, der Naumburger Dom, Welterbe seit 2018 – lange hat die Eintragung gedauert. Das Schiff – romanisch, die Chöre, 2, ein Novum – gotisch. Architekt und Bildhauer des Westchores war der „Naumburger Meister“. Viel Neues für die damalige Zeit gibt es hier: ungeheuer plastische Skulpturen mit ausdrucksstarken Gesichtern und fein ausgearbeiteten Gewändern, Jesus am Kreuz steht fast in Augenhöhe mit den Betrachtern am Choreingang und nicht zuletzt: die Stifterfiguren, die weltberühmte Uta und die Anderen – Laien im Kirchenraum! Und das um diese Zeit – einzigartig.

Alles das führte zur Eintragung ins Welterbeverzeichnis. Leider hat mich da die Technik verlassen. Die Bilder sind z.Z. unerreichbar für mich auf einer Speicherkarte „begraben“.

Unterwegs am Rande: Wettin, die Stammburg des sächsischen Königshauses. Nur ein kleines Stück ist noch für Ausstellungen vorgesehen. Aus dem großen Rest ist ein Gymnasium geworden incl. Internat. So werden die Gemäuer wenigstens erhalten.

Von da ging es nach Köthen, seit 1606 glanzvolle Residenz derer von Anhalt- Köthen.

Der letzte Herzog, Heinrich, starb 1847 ohne Nachkommen und so ging das Land an Anhalt- Dessau. Kunst und Wissenschaft wurden immer gefördert. Seit 1617 gibt es die „Fruchtbringende Gesellschaft“, die sich heute noch, führend in Deutschland, um die Erhaltung und Pflege der deutschen Sprache kümmert. J.S. Bach, von 1717 bis 1723 Hofkapellmeister hier, ist in der Stadt allgegenwärtig. Dr. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie lebte und wirkte ebenfalls hier.

Das Städtchen macht einen sauberen, gepflegten Eindruck. Das Schloss ist in Schuss und wird vielfältig für Kultur, Veranstaltungen, Museen und anderes genutzt. Hauptkirche ist St. Jacob, die Stadt liegt an einem Zweig des Jacobsweges.

Andern Tags fuhr ich weiter nach Zerbst. Seit 1307 Residenzstadt der askanischen Fürsten Anhalt- Zerbst. Das Städtchen selbst bietet eine wenig einladende Fußgängerzone und ist weitläufig angelegt mit bestenfalls einstöckigen Häusern. Das Schloss erhielt im WW II einen Bombenvolltreffer. Als Ruine steht deshalb leider nur noch der Ostflügel. Die anderen Gebäude wurden abgerissen. Andere Gebäude, die Kavaliershäuser oder die barocke Stadthalle, sind erhalten und toll saniert. Sophie Auguste Friederike von Anhalt Zerbst Dornburg, später Katharina die Große von Russland, wuchs hier auf und übersiedelte mit 14 Jahren von hier nach St. Petersburg um später Russland zur Großmacht zu führen…..

Jun 19

die 2. Runde………..

Seit Montag bin ich nun wieder unterwegs. Die erste Runde war doch recht aufschlussreich für mich. Alle, die ich getroffen habe waren froh, mal eine andere Nase zu sehen. Entsprechend groß war jedes Mal das Hallo bei der Begrüßung. Die Woche Pause habe ich genutzt um den Bus weiter aufzurüsten. Baulich ist er, denke ich, jetzt fertig und es geht noch um die innere Ordnung oder um vergessene Kleinigkeiten.

Auf der ersten Runde konnte ich auch eine Welterbestätte besuchen. Augsburg hat eine historische Wasserwirtschaft von beeindruckendem Ausmaß. Schon die Römer führten mittels Kanälen Wasser in die Stadt und aus dem 13. Jahrhundert sind die ersten Lech Kanäle belegt. Trinkwasser kam so in die Stadt und vor allem Brauchwasser um Mühlen, Pumpen und anderes Gerät anzutreiben. 1416 bereits entstand das erste Wasserwerk Deutschlands hier, die Stadtmezg durchfloss ein Kanal, der das Fleisch kühlte und die Abfälle wegspülte. Die modernste Fleischerei über Jahrhunderte. Später beflügelten diese Kanäle selbst die industrielle Revolution in der Stadt, die dadurch zu einer führenden Industriestadt in Deutschland aufstieg. Und auch heute noch wird mit dem komplett erhaltenen Kanalsystem von insgesamt ca. 75 km Länge, Strom in beträchtlichem Ausmaß produziert.

Jetzt zur 2. Runde hab ich wieder einige Freunde besucht und will dann mal in den Norden Deutschlands. Problem wird wohl McPomm werden z.Z. dürfen noch keine Tagestouristen einreisen und man muss mindestens eine Übernachtung gebucht haben. Das gibt’s nur in diesem Bundesland!

Aber an die Ostsee will ich schon einmal………….

Mai 30

Das war sie nun……………..

….die erste Nacht im neuen Bus.

Vergangene Woche hatte ich täglich einen 10 Stundentag um den Bus fertig zu stellen. Hab’s aber leider noch nicht richtig fertig bekommen. Aber das Bett ist drin, die Hauptsache.

Und so bin ich gestern Nachmittag Richtung Vogtland losgefahren um mich dort mit lieben, ehemaligen Kolleginnen aus der Musikinstrumentenbauszene zu treffen.

Geschlafen habe ich dann auf einem ruhigen Parkplatz unmittelbar an der Talsperre Pirk. 7 Autos standen da, die Szene ist also wieder unterwegs…………..

Es war noch ein bisschen holprig und noch nicht alles an seinem Platz, so wie ich es gewohnt bin, aber das renkt sich schon noch ein.

Zu Pfingsten werde ich im Allgäu sein, dann durch Bayern nach Gotha fahren. So habe ich dann meine erste kleine Runde in Deutschland gefahren. Wies weitergeht, mal sehen……………..

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