Aug 21

der Osten…………

Von Querétaro gings wieder in die Berge Richtung Osten. 2 Welterbestätten bis fast zum Atlantik erwarteten mich. In dieser Gegend ist die Sierra Gorda zu finden. Ein Gebirge, bei dem man so um 1500 bis 2000 Höhenmeter fährt und die Berge entsprechend höher sind. Ehe ich aber so richtig drin war, lag am meinem Weg der Pena de Bernal, quasi als Kollateralschaden. Es ist ein riesiger Monolith, der da aus der Erde ragt und soll der drittgrößte der Welt sein. Die Berge wurden immer höher, die Temperaturen auch und mit jedem Meter Richtung Atlantik stieg auch die Luftfeuchtigkeit. Ein Klima so gar nicht nach meinem Geschmack. Und mitten in den Bergen die Missionen der Franziskaner, Jalpan, Matamoros und Tilaco die Orte. Sie waren die letzten Missionen, die die Franziskaner um 1750 errichteten bevor sie ihre Missionstätigkeit einstellten. Alle in etwa gleich gestaltet mit reich verziertem Westwerk, nur ein Turm, großem ummauertem Hof, innen mit Kalk, außen mit Gips verputzt. Die Angaben auf der UNESCO Website waren sehr ungenau und so bin ich erstmal in die Pampa gefahren, was hier unbefestigte Straße und Unmengen von Staub heißt. Auf einem Campingplatz war ich dann alleine und konnte die Nacht bei 27 Grad mit offenen Türen ganz gut überstehen.

Und immer weiter Richtung Osten, um El Tajin zu erreichen. Die Vegetation änderte sich sehr. Bananestauden, Palmen, und viele der bei uns mühsam in Töpfen gezogenen Gewächse, Yucca und wie sie alle heißen, wachsen hier in schier unglaublicher Größe.

El Tajin hatte vom 7. – 9. Jahrhundert seine Blüte. In der Zeit, als Teotihuacan unterging und bevor das Aztekenreich erstarkte. Wichtigster Bau da ist die Nischenpyramide, 25 m hoch, mit 365 Nischen entsprechend dem Sonnenjahr und einer Grundfläche von 1225 qm. Berühmt ist die Stadt durch seine Ballspielplätze, 17 Stück an der Zahl. Ballspiele dienten wohl damals auch rituellen Zwecken.

Von El Tajin bin ich nach Mexiko City, oder besser nach Teotihuacan gefahren. Ein Campingplatz hier mit guter Infrastruktur wird nun für ein paar Tage meine „Heimat“ werden und morgen geht’s erst mit dem Bus und dann mit der Metro in den größten Siedlungsmoloch der Welt. Mal sehen, ob ich da heil wieder zurück komme………….

Aug 17

nochmal das Deutsche…………

Hier in Mexiko erlebe ich es immer wieder, wie freundlich und begeistert die Mexikaner von Deutschen sind. Da klebt schon mal einer schwarz, rot, goldene Streifen an sein Auto, die Polizei kontrolliert Amerikaner und winkt Deutsche durch, ein Mann im Lokal sprach mich auf Englisch an und war dann ganz begeistert, dass ich Deutscher bin. Was er allerdings nicht verstand ist, dass ich auch noch Englisch sprach. Und so passieren fast täglich solche Sachen. Von deutschen Autos schwärmen sie auch wie verrückt. Kurz: eine Begeisterung fürs Deutsche, die ich manchmal in Deutschland bei den eigenen Leuten vermisse.

Ich bin noch mal in den Norden gefahren, nach Zacatecas. Die Stadt war durch Silberfunde einst die reichste Stadt Mexicos. Die Stadt hat noch einen geschlossenen Stadtkern aus dem 17. Jahrhundert mit barocker Architektur, die europäische und einheimische Elemente vereinigt.
1730 – 1760 entstand die Kathedrale, deren überaus prächtiges Westwerk christliche und indigene Elemente miteinander vereint. Auch andere Kirchen aus dieser Zeit zeigen eine solche Ausstattung. Im 19. Jahrhundert, 1834, entstand das Calderon Theater. Im Industriedesign aus dem Jahr  1886 findet man den Gonzales Markt. Eine Markthalle, deren Basis eine Eisenguss Konstruktion ist.
Viel Polizei patrouilliert im Pick Up durch die Stadt, 2 Polizisten hinten drauf, stehend, vermummt, mit Gewehr im Anschlag. Ich hab mich aber sicher gefühlt.

Auf der Rücktour hab ich dann nochmal bei Matthias reingeschaut. Ingrid und Bernd standen immer noch da, aber die Stoßdämpfer aus Mexiko City waren wenigstens da und so geht deren Leidenszeit in der Werkstatt langsam dem Ende entgegen. Das neue Sorgenkind bei ihnen ist Knuffi, der Reisehund. Ein alter Herr, dessen Augen nachlassen und bei dem eine Leberentzündung diagnostiziert wurde. Nun gibt’s für ihn Spritzen, Tropfen für die Augen. Nächste Woche fliegen sie für 3 Monate nach Deutschland. Da wird hoffentlich alles gut.

Querétaro südlich von San Miguel war die nächste Station. Einen barocken Stadtkern gibt’s auch hier, nur sind hier die Gebiete für die Spanier, mit Schachbrettgrundriss, und die Indios, unregelmäßiger Grundriss, getrennt. Weitere Besonderheit findet man in den Häusern. Die haben im Innenhof Arkaden mit Bogengewölben. Findet man wohl nur hier. Geschichte ist hier viel passiert. König Maximilian ist hier hingerichtet worden. Die letzte Schlacht der Revolution fand hier statt, die Verfassung wurde hier ausgearbeitet usw.
Die Stadt hat ein fast mediterranes Flair, einen wahnsinnigen Verkehr und, weltweit einmalig, ein Heidelberg Institut. Überall verbreitet die deutsche Sprache das Goethe Institut, nur hier nicht. Da es hier viele deutsche Firmen gibt, haben die gut zu tun. Sie hatten im Büro eine kleine deutsche Bibliothek und Michael Schmid, der Leiter hier hat meine Bücher gern genommen. Da sind sie noch zu einem guten Zweck über den großen Teich gereist……………..

Aug 13

wieder unterwegs…………

Um San Miguel herum sind eine ganze Reihe von Welterbestätten und mit Morelia habe ich mal angefangen. Es liegt südwestlich von San Miguel. Die Fahrt war nicht so spektakulär. Ich bin auf einer Hochebene um die 2000 m und sanft gewellte Berge gibt es immer wieder. Die Vegetation grün, nichts mehr von Wüste. Die Regenzeit beschert mir jeden Tag einen Guss, das hält aber nie lange an. Sodass man gut fahren kann. Der Bus fährt auch wieder ganz geschmeidig, es ist eine Pracht.
Morelia ist eine Stadt mit einem geschlossenen Stadtzentrum im Barock Stil. Die Straßen im Schachbrettmuster nach Renaissanceideal. Im 18. Jahrhundert entstand das meiste, da erblühte die Stadt.
Ich war am Sonntag da. Unmengen Menschen in der Stadt, nicht nur Touristen. Jede Kreuzung mit mindestens einem Polizisten besetzt, der halbwegs versuchte das Chaos des Verkehres zu steuern. An vielen Orten wird gesungen oder getanzt. Essen sowieso. Die Läden sind geöffnet und gut gefüllt mit Interessenten. Gefühlt gibt es hier auf jede 2. Frau Morelias einen Schuhladen und für die Herren einen Handyladen. Wie die alle existieren können………

Nächste Stadion: Guanajuato, die einst reichste Stadt Mexicos. Die Silberfunde machten es möglich. Auch hier eine reiche Barockarchitektur, Kirchen, manche Vorbild für ganz Mittelamerika. Die Gebäude für die Minen gibt es noch, auch den Stadtkern. Am Rande: einen Friedhof der viele Tote konservierte und so gibt es hier ein Mumienmuseum mit über 100 Mumien. Der Bergbau hat in der Stadt eine eigenartige Infrastruktur entstehen lassen. Unter der Erde in ehemaligen Schächten gibt es ein Straßensystem das den Stadtverkehr merklich entlastet. Der Matthias hatte mich gewarnt, das Navi geht da nicht aber die Straßenführung ist so intuitiv und bei der Einfahrt in die Stadt gibt es überall Stände mit Stadtplänen. So kommt man schon zurecht.

Zuguterletzt:
Ein Freund hat sich mal beklagt, dass er meine Runde nicht so recht nachvollziehen kann. So hab ich mich mal hingesetzt und hab in einer Karte alle Übernachtungsstellen markiert. Unter Reisekarte findet Ihr nun auch diesen Link.
Und noch etwas: so gut wie der Bus jetzt auch läuft. Der Staub kommt schon ganz schön durch die kaputte Tür hinein. Ich werde deshalb vielleicht noch Mittelamerika fahren aber dann nach Deutschland zurückkehren und Südamerika zu einem späteren Zeitpunkt bereisen………..

Aug 10

in der Werkstatt………………

In San Miguel de Allende ist die Altstadt Welterbe.

1542 wurde die Stadt als San Miguel el Grande gegründet. Ihren heutigen Namenszusatz erhielt sie 1826 nach dem General der mexikanischen Revolution Ignacio Allende.

Reisende auf den Weg von Mexiko Stadt zu den Silberstädten im Norden rasteten hier. Zum Schutz der Silbertransporte wurde die Stadt befestigt. Im 18. Jahrhundert erblühte die Stadt, die wichtigsten Bauten entstanden im mexikanischen Barock. Die Kathedrale San Miguel Arcangelo, die Kirchen San Francisco oder San Felipe Neri. An der Plaza Prinzipal stehen Villen und Häuser im selben Stil.

Zum Welterbe gehört noch das Heiligtum des Jesus von Nazareth in Atotonilco. Es stellt das am besten erhaltene Bauwerk des mexikanischen Barock überhaupt dar. Am 20 Juli 1748 von Luis Felipe Neri de Alfaro gestiftet, ist insbesondere die Innendekoration einzigartig für die Entstehungszeit.

Ich hatte mir ein Hotel mitten in der Altstadt gesucht, musste den Bus woanders lassen, konnte dafür aber zu Fuß in die Stadt. Und das hat sich wirklich gelohnt. Die Kathedrale und andere Bauten wurden abends angestrahlt und Männermusikgruppen in diesen traditionellen mexikanischen Anzügen spielten überall vor Lokalen und sangen dazu. Unmengen von Leuten unterwegs, darunter viele Touristen. Ein ganz tolles Flair.

Und noch etwas gabs in San Miguel::

Die Ingrid und der Bernd, die beiden Schwabentrotter, die ich am Grand Canyon getroffen hatte, waren auch hier. Sie hatten Probleme mit den Bremsen und waren deshalb zu Matthias Heyer, einem Deutschen, der hier eine KFZ Werkstatt betreibt, gefahren. Standen fast schon eine Woche bei ihm auf dem Hof, die Stoßdämpfer ausgebaut und campierten da. Die Stoßdämpfer waren zur Reparatur in Mexiko Stadt. Das dauert natürlich. Und weil ich nun einmal da war, hat der Matthias auch gleich den Bus gecheckt. Ergebnis: auf der Fahrerseite war die Spurstange ausgeschlagen und einige Schrauben mussten nachgezogen werden. Ein Geschäft, das der Matthias betreibt zwischen Mexico, einer Niederlassung in den USA und einer Firma in Deutschland. Autos werden repariert, manchmal auch restauriert und Globetrotter bringen immer den Ablauf durcheinander weil sie weiterwollen. Alle werden überaus freundlich bedient und Internet, die private Dusche, Wasser für den Tank – alles ist verfügbar. Das Globetrotterrundrumwohlfühlpaket schlechthin. Nun werde ich wohl hier noch die Nacht verbringen und morgen starte ich wieder, die Arbeit ruft………

Aug 08

bei den Welterbestätten……………

Bis Tepic bin ich nur gefahren, 3 Tage um die 600 – 700 km. Nun bin ich aber  in Mittelmexico angekommen,  und kann mich den Welterbestätten widmen. Hier in Inland bin ich auf ca. 1500 bis 2000 m Höhe. Die Sonne scheint bei 20 bis 25 Grad, hin und wieder geht ein Gewitter nieder, manchmal ganz schön heftig. Es ist halt Regenzeit. Dafür hat man die Sehenswürdigkeiten für sich. Während der Fahr sieht man hier immer mal wieder skurrile Dinge, die leider oft für mich alleine schwer festzuhalten sind. So ist mir unterwegs aufgefallen, ich wollte es gar nicht recht glauben, das hier wirklich noch Ziegel im Feldbrand hergestellt werden. Eine Technologie, die unseren Altvorderen vor über 100 Jahren abgelegt haben. Die Ziegel werden im Freien aufgestapelt und in den Stapeln ein Feuer für ein, zwei Tage unterhalten. Durch Gänge in den Stapeln gelangt die Hitze an alle Ziegel.

Die erste Welterbestätte war die von Tequila. Ja, die Destillerien und das Anbaugebiet, so ca. 35.000 ha um die Stadt sind seit 2006 eingetragen. Die Landschaft voller Felder der blauen Agave. In der Stadt selbst buchstäblich alles auf den Tequila ausgerichtet, sogar die Besichtigungsautos.  Im 16. Jahrhundert wurde der Anbau von den Indianern übernommen und seitdem, besonders im ausgehenden 19. Jahrhundert intensiviert.

Zweite Welterbestätte war die von Guadalajara. Ein Hospicio, errichtet nach damals modernsten Erkenntnissen der Medizin ab 1805 für bedürftige Menschen. Ein neoklassizistischer Bau, der mehrmals militärisch als Kaserne zweckentfremdet wurde, seit 1912 bis 1980 als Schule Verwendung fand und seitdem das Kunst – und Kulturzentrum der Stadt ist. Gleich nebenan: der Wochenmarkt. Ein modernes Gebäude, das gleichsam vor Waren und Menschen überquillt. Gänge, höchstens 50 cm breit, sodass man sich aneinander vorbei quetschen muss und ein tolles Flair. Dort hab ich Salvator getroffen und natürlich seine Tortas gegessen. Bisschen englisch, meine 3 Worte spanisch und viel Körpersprache haben uns eine lustige halbe Stunde beschert. Jetzt bin ich in San Miguel de Allende und werde morgen die hiesige Altstadt unsicher machen……….

Aug 04

die ersten Tage………….

Mexico hat mich schon einmal bisschen aus der Bahn geworfen. Die Infrastruktur ist doch ganz anders als im Norden. Andere Ladenketten, Schnellrestaurants usw. Internet in den Einrichtungen ist wenig verbreitet und selbst auf Campingplätzen mit Internet ist dieses so schwach, das man selten Bilder hochladen kann. Da bleiben dann nur die großen Städte mit entsprechender Infrastruktur.

Insgesamt ist es sehr schön hier, der Verkehr hektisch, aber nach meinem Geschmack. Zuerst bin ich die Baja California hochgefahren. Habe unterwegs in Santa Ignacio die Welterbestätte Felszeichnungen der Sierra Francisco besuchen wollen. Ging nicht, wie in Frankreich ist das nur mit tagelanger Voranmeldung und dann mit Guide gestattet. Als hab ich mich mit einem Museum begnügen müssen, von dem nun die Bilder stammen. Kern ist ein Volk von dem nichts bekannt ist und das von 1100 v.Chr. bis 1300 n.Chr. lebensgroße Bilder ihrer Lebensumwelt in Höhlen, Felsüberhängen und auch Schluchten geschaffen hat. Es sind 250 Fundstellen bekannt.

An einem Mittwoch haben sie im Ort einen Festgottesdienst gehalten und anschließend ihre Heiligenfigur in einer Prozession durch den Ort getragen. Selbst eine Reiterformation beteiligte sich.

Dann wollte ich ja mit der Fähre von der Baja aufs Festland übersetzen. Ging nicht, alle Fähren für viele Tage ausgebucht. Als Kollateralschaden quasi konnte ich in Santa Rosalio noch eine Kirche besichtigen, die Gustave Eiffel schuf und hier aufgestellt wurde.

Und nun bin ich seit 3 Tagen unterwegs, um die Baja im Norden zu umrunden um nach Zentralmexico zu kommen. Begleitet immer wieder von monumentalen Landschaften. Gebirge, Hochebenen mit Temperaturen um die 40 Grad, Kakteenlandschaften. Im Norden dann Richtung Osten immer an der Grenze zur USA entlang. Hier gibt es eine Weltnaturerbestätte mit teils bizarren Felsgebilden und wieder wüstenartige weite Ebenen. Auch hier über 40 Grad.

Nun geht es Richtung Süden und in Hemosillo war jetzt Gelegenheit zum posten. Da bin ich einfach mal rausgefahren………

 

Jul 29

Mexico…………

– welch ein freundlicher und schneller Granzübergang. Die Amis reden nicht mit Dir sondern fotografieren alles. Egal
Jetzt gehts bei 22 Grad und satte Sonne an der Küste lang auf die Baja California. Die Arbeit ruft…………

Jul 27

im Süden……….

Das letzte Ziel in den USA war das Wendemuseum in Los Angeles. Ein Zeitungsartikel in Deutschland hatte mich aufmerksam gemacht. Die weltgrößte Sammlung von DDR Artefakten sollte es sein. Einen Katalog sollte es auch geben, in dem alle Gegenstände aufgeführt sind. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen.

Leider entsprach dem das Museum so gar nicht. Schon der Untertitel „of the cold war“ passte nicht zu meinen Vorstellungen. Und so war es auch. Der kalte Krieg wurde thematisiert, viele Stücke aus anderen Ländern, Jugoslawien, Russland, Ungarn, gezeigt. Die Ausstellungsfläche war sehr überschaubar. Vieles aus den 50iger Jahren und mir bekannte Sachen hab ich nur in 2 Fällen gesehen. Insgesamt kann man sagen, dass die Exposition zum Thema „Kalter Krieg“ passte aber leider eben nicht zu meinen Vorstellungen. Nun bin ich ja nun fast ganz im Süden der USA gelandet und da wird’s dann mit Mexico weitergehen………………..

Jul 26

Tag der Sachsen……………

Von San Francisco bin ich Richtung Osten ins Landesinnere gefahren, die beiden Nationalparks Yosemite und Death Valley besuchen.

Und wieder mal änderte sich alles schlagartig. War ich in SF noch bei ca. 12 Grad früh aufgestanden, so musste ich am Nachmittag bei Modesto schon wieder 38 Grad erleiden. Auch die Landschaft war so wie in Spanien oder New Mexico. Braun der Boden und ein paar Bäume als grüne Tupfen.

Die Besonderheit des Yosemite NP sind seine Monolithen. Riesige Felsen, die kaum verwittern, kahl in die Landschaft ragen und fast keinen Verwitterungsschutt am Fuße haben. Durch das Tal windet sich eine Straße und auf ihr eine fast endlose Autoschlange. Man braucht nicht viel schauen. Dort wo die meisten Autos halten, da sind die besten Stellen zum Fotografieren. Das Tal beginnt mit dem größten Monolithen, dem El Capitan. Steile Wände begleiten die weitere Fahrt entlang des Merced River und zum Abschluss findet sich noch der 2693 m hohe Half Dome. Von den gigantischen Wänden stürzen einige Wasserfälle malerisch ins Tal. Viele Picknickplätze, ein Visitor Center, Campingplätze vervollständigen den Ort.

Der Nationalpark selbst ist jedoch viel größer als nur das Tal. Weite Hochflächen ziehen sich auf über 2000 m Höhe hin und die höchsten Berge erreichen über 3000 m. Das meiste ist nur durch Wanderwege und Camps erschlossen und als Wildnisflächen ausgewiesen, die nur mit spezieller Erlaubnis betreten werden darf.

Einen Rasttag hab ich auf einem Campingplatz verbracht, auf dem mir die Squirrels fast über die Beine gelaufen sind. Mitten im Wald gelegen, ohne Wasser aber mit sauberen Toiletten und ganz viel Staub.

Auf der Fahrt zum Death Valley war dann für mich Tag der Sachsen. Beim MC Donalds war zuerst das Auto einer Familie aus Dresden neben mir und, noch besser, bei einem Aussichtspunkt schon im Nationalpark traf ich eine Familie aus Chemnitz. Sie wollten es gar nicht glauben, ein Auto mit Chemnitzer Kennzeichen. Wir haben ein Treffen irgendwann in Chemnitz verabredet. Mal sehen……..

Und nun bin ich auf einem Campingplatz Richtung Death Valley. 17:30 sind hier noch 41 Grad!!

Death Valley……… Ich hab mir das temperaturmäßig immer viel härter vorgestellt, als es tatsächlich ist. Auf der einen Seite der Gebirgszug der Panamint Range und gegenüber der der Amargosa Range. Dazwischen eine breite Ebene, das Death Valley. Kaum Bewuchs, Steine, Schotter, Salzflächen. Da gehen dann endlos die Straßen durch. Viele Amerikaner nutzen das zur Fahrt nach Las Vegas. Als kürzeste Verbindung quasi. Das ist also Alltag bei denen und so wird das Tal mehrheitlich von Europäern besucht, zumindest gefühlt. Französisch, holländisch, spanisch, italienisch, selbst russisch hab ich gehört. Höhepunkt ist natürlich Badwater, der tiefste Punkt Nordamerikas, 86 m unter NN. Dann gibt’s noch, der Markus hatte mich aufmerksam gemacht, bunte Steine. Oxydierte Minerale in vielen Farben – Artists Palette genannt. Und ansonsten: viel fahren, Nationalparksport natürlich, eine traumhafte Kulisse und wenn mal keiner quatscht, eine unheimliche Ruhe, die auf die Ohren geht. Mein persönlicher Hitzerekord ist auf 44,5 Grad geklettert. Leider wars „kälter“ geworden, als ich einstieg. Ich musste das einfach mal probieren. Es ist ja trocken, man merkt kaum die Hitze, selbst von der Stirn spritzt kein Schweiß, weil der gleich verdunstet……….

Jul 21

bei den Blumenkindern………….

San Francisco, die Stadt der Blumenkinder, war die nächste Station. Über die Golden Gate Bridge bin ich gefahren. Am Nordzugang hatte ich zuvor gut am Wasser geschlafen. Die Fahrt vom Norden in die Stadt rein kostet 8,20 $. Das kann man nur online bezahlen. Das Gate am Südzugang ist zur Registrierung mit Kameras übersät. Da kommt keiner davon. Als Erstes bin ich auf dem Weg zu den Twin Peaks durch ein Stück der Haight Street gefahren, das traditionelle Viertel der Blumenkinder. Auch heute noch gibt es dort allerlei Skurriles zu sehen.  Die Twin Paks, zwei Hügel mitten in der Stadt, geben einen fantastischen Überblick zumal wenn Sonne scheint.

Der anschließende Besuch bei San Jose Taiko war eine Pleite, keiner da und der auf der Website angegebene Fanshop hatte außer ein paar Bachitaschen nichts weiter zu bieten.

Gestern nun hab ich von San Jose aus SF mit der Bahn erkundet. Erste Stadion, das Jüdische Museum, ein Architekturjuwel. Auf dem Weg zum Visitorcenter, gleich um die Ecke, bin ich über die Cable Car gestolpert. Über eine Stunde musste ich auf die Fahrt nach Fishermans Wharf warten. Ein Erlebnis, das schon beeindruckte, insbesondere auf den Steilstücken. Seit 1873 in mehr oder weniger ausgebautem Zustand gibt es diese Bahn, deren Antrieb ein unter der Straße ständig umlaufendes Seil ist. Die Bahn wird vom Fahrer mittels einer Klaue in an diesem Seil festgeklemmt und damit bewegt. Ein doch ziemlich archaischer Vorgang, der auch mit einigem Geräusch verbunden ist.

Am Ende der Linie, in Fishermans Wharf am Hafen, werden die Touristen natürlich vortrefflich „bedient“. Essen und Fisch in allen Variationen, Souvenirs,  Schiffsausfahrten, Fahrradvermietung und die Überfahrt nach Alcatraz, die Gefängnisinsel. Hier liegt auch die Jeremia O´Brien, der einzige original erhaltene Liberty Dampfer, der an der Landung in der Normandie am 6. Juni 1944 teilnahm und im Sommer 1994 dahin zurückkehrte.

Dazwischen gibt es hier natürlich allerlei Merkwürdigkeiten, die immer mal wieder ins Bild rücken, seien es Leute oder Dinge, die das Flair von SF ausmachen………………

 

Ältere Beiträge «

» Neuere Beiträge

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen