Reisen in Corona Zeiten

Am 17. Februar waren die Wettervorhersagen für die nächsten Tage doch außergewöhnlich gut. Zeit also, den Bus wieder in Betrieb zu nehmen. Und so habe ich vorgestern innen alles gesäubert, das Bett zurecht gemacht, einen Kanister mit Wasser aufgefüllt, etwas zu essen und einige Sachen eingepackt. Eine kleine Runde um Chemnitz herum fahren und am Wasserschloss Klaffenbach, nicht weit von meiner Wohnung, die erste Nacht im Bus verbringen, das war der Plan.

Die erste Nacht war mit -2 Grad dann schon noch ganz schön kalt.

Aber: raus aus der Wohnung, andere Bilder und das Gefühl der Unabhängigkeit, es war einfach herrlich.

Heute nun hab ich einen Abstecher nach Zwickau gemacht. Zwickau ist eine Stadt, in der ich in den 90iger Jahren fast wöchentlich beruflich war. Aber immer nur in dem dortigen Büro. Die Stadt kannte ich kaum. Sie verbindet man ja heute in erster Linie mit dem VW Werk.

Die Geschichte der Stadt war zumindest mir kaum bekannt.  Die Stadt spielte schon bei der Besiedlung des Erzgebirges eine bedeutende Rolle. Hier insbesondere bei der Entwicklung des Pleißenlandes im 12. Jahrhundert. Zu Reformationszeiten predigte Luther, und Thomas Münzer war ein Jahr lang Pfarrer, hier.

Als die Industrialisierung Anfang des 20. Jahrhunderts in Fahrt kam, sind im sog. Nordviertel viele Jugendstilbauten entstanden. Die Stadt ist unter diesem Gesichtspunkt sicher nochmal eine Reise wert.

In der Altstadt finden sich noch mittelalterliche Bauten. Die Priesterhäuser sind heute zum Stadtmuseum umgestaltet. Das Kornhaus ist Theater. Der Dom St. Marien stammt in seinen ältesten Teilen aus dem 12. Jahrhundert und erhielt im Wesentlichen seine heutige Gestalt im 15. Und 16. Jahrhundert. Nach einem Stadtbrand 1403 wurde das Rathaus neu errichtet. Es erhielt um 1866 eine neogotische Fassade.

Max Pechstein, der Maler und auch Robert Schumann, der Komponist der Romantik stammen von hier.

Morgen geht’s nun das erste Mal wieder nach Dresden. Und so hoffe ich, langsam meinen Radius wieder erweitern zu können. Einige aus meinem Bekanntenkreis haben sich auch schon vom Acker gemacht. Martin und Anke haben mit ihrem Boot sicher schon Portugal erreicht. Die wollen in die Antarktis.

Und Bernd und Ingrid, die Freunde aus Mexiko sind schon seit 3 Wochen in Schweden……………….

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