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Aug 29

Rast bei, nicht auf Kakteen………………….

Ich denke mal, in Mexiko bin ich jetzt das letzte Mal Richtung Osten gefahren.  Xochicalco, eine Stadt, die in der sog. Zwischenzeit entstand, war das Ziel. Die Stadt liegt auf einem Berg in 3 Ebenen, besitzt mehrere beeindruckende Bauten und ein Observatorium um den Jahreslauf und die Erntetermine zu bestimmen. Leider war es nicht zugänglich. Die Pyramide der gefiederten Schlange auf dem Hauptplatz war die größte Attraktion. Auf dem Rückweg begegneten mir noch auf der Straße die heutigen Bewohner.

Der Campingplatz lag etwas abseits und so hatte ich eine längere Anreise und Anderntags bin ich auch abseits der großen Straßen unterwegs gewesen. Dabei eröffnet sich jedoch ein schwerwiegendes Problem: überall wo es sinnvoll erscheint und manchmal auch nicht werden Bodenwellen, Topes genannt, in den Asphalt eingelassen. In Ortschaften ist das regelmäßig der Fall. Man bremst ab bis auf vielleicht 15 – 20 km/h und rollt darüber. Oft sind sie gekennzeichnet, manchmal auch nicht, man sieht sie meistens trotzdem weil der Vordermann bremst, auf alle Fälle muss man höllisch aufpassen um nicht die ganze Ladung zu ruinieren. Die Durchschnittsgeschwindigkeit sinkt jedoch rapide und die ständige Konzentration fordert auch ihren Tribut.

Das ist etwas, was hier absolut keinen Spaß macht.

Klöster von Franziskanern, Dominikanern und Augustinern standen danach auf dem Programm. Allesamt am Fuße des Popocatepetl, dem höchsten Berg Mexikos und aus der Anfangszeit der Missionierung um 1530. Schon das erste Kloster in Tepotzlan hat mich einigermaßen entsetzt. Das Gebäude, ein beeindruckender Bau, ruinös, nicht zu betreten, die Glocken abgenommen. Ein Schleppdach im Klostergelände unter freiem Himmel mit Altar und Kirchengestühl musste die Kirche ersetzten. 5 Klöster von 14 eingetragenen hab ich besucht. Nicht eine Kirche konnte ich betreten. Das Gute: an allen Kirchen wurde gebaut. Irgendwann kann man sie sicher wieder besuchen. Die Kirchen erinnern an Burgen, zinnenbewehrt, hoch gebaut mit schmalen Fenstern. Das Gelände ist mit einer Mauer umsäumt, innerhalb sind auch die anderen Gebäude des Klosters zu finden.

Am Ende blieb mir noch der Weg auf der Autobahn nach Puebla, südöstlich von Mexiko City. Eine Stadt, die sich für mich deutlich von anderen mexikanischen Städten abhebt. Eine grandiose Architektur, viele moderne Bauten, breite Straßen. Wohlstand ist allerorten zu sehen. VW hat hier ein Werk und natürlich werden die ganzen Zulieferer nicht weit sein. Die Stadt selbst hat ein historisches Zentrum als Welterbe. Früher lag sie auf dem Weg von Mexiko City nach Veracruz und war Etappenort. Schneller Wohlstand brachte viele Barockbauten hervor. Die Spezialität: die Fassaden sind mit türkiesen und blauen Kacheln, sog. Azulejos, verziert, ähnlich dem Mudejahrstil in Spanien. Die zweitgrößte Kathedrale, schöne Kirchen, ein Teatro Pricipal und die erste Bibliothek Amerikas, die von Bischof Juan de Palafox, gibt es hier.

Auf der Weiterfahrt nach Tehuacan bin ich in einem Botanischen Garten zum Übernachten gelandet, in einer Landschaft mit „Kakteenwäldern“. Die größte Biodiversität für Kakteen weltweit gibt es hier. Ich war also schon in der nächsten Welterbestätte, im Tehuacán-Cuicatlán Tal angekommen. In einer Welterbestätte habe ich das letzte Mal im Schloss von Njaswisch, in Weißrussland geschlafen. Zusätzlich gibt es hier noch landwirtschaftliche Anlagen und Salinen zu bestaunen…………..

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