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Aug 24

mitten im Moloch…………

Mexiko City – ich bin mit dem öffentlichen Bus und dann mit der Metro reingefahren gefahren. Von weitem schon sieht man die Dunstglocke, die kaum einen Blick auf die City erlaubt. Zeiten für den Bus gab’s nicht. Man geht in Teotihuacan hin, kauft am Schalter eine Fahrkarte und stellt sich in die Reihe. Aller paar Minuten kommt ein Reisebus und sammelt die Reisenden ein. Ein Polizist überwacht alles permanent. Bei meiner 2. Fahrt hat er mich wie einen alten Freund begrüßt. Ein Angestellter der Buslinie geht mit der Videokamera an der Reihe lang und filmt die Gesichter. Die Busse sind permanent voll, 41 Pesos = 1,80 € für eine Stunde Fahrt. Die Metro dann, mit unglaublichen 25 Cent kann man den ganzen Tag da fahren. Lang sind die Züge, sehr schnell, immer voll. Manchmal Frauen und Männer separat, zumindest aber Frauen mit Kindern. Alle Stationen haben eigene Piktogramme, das hilft Analphabeten. Und, mit Kiew gemeinsam, an den Stationen gibt es freies Internet. Hab ich bisher nur in diesen beiden Städten erlebt. Interessant für mich als Mann; wenn man mit der Metro etwas länger fährt, kann man detailliert bestaunen wie das „Kunstwerk“ Frau entsteht. Oft schminken sich Frauen ganz ungeniert während der Fahrt und zwar von Anfang bis Ende, nicht bloß mal einen Lidstrich nachziehen.

Die Rückfahrt war die größte Hürde für mich. Das Busterminal del Norde. Ein riesiger Komplex. Unzählige Fahrkartenschalter der verschiedenen Buslinien, Imbisse dazwischen und Reisende ohne Ende. Irgendwann hab ich Teotihuacan gelesen und mich dort angestellt. Es war auch richtig, denn es fährt nur die eine Buslinie in die Stadt. Dann Sicherheitscheck wie am Flughafen, Gepäckröntgen, Leibesvisitation. Am Abfahrtsterminal wieder anstellen. Wenn ein Bus voll ist fährt er, der nächste kommt wenige Minuten später. Unmengen von Bussen gibt es da, für mich eine unübersehbare Anzahl an Linien. Und dann fahren noch die Kollektivos, Sammeltaxen mit fester Linie. Die Fahrzeuge alle von Nissan. Die Chefetage von denen muss doch angesichts des Umsatzes schon krumme Rücken vom Geldschleppen haben.

Teotihuacan, das Machtzentrum einer voraztekischen Kultur mit den größten Pyramiden Amerikas, die Wasserleitungen das Paters Tembleque, mit Aquädukten nach römischen Vorbild mit den höchsten einstufigen Bögen weltweit, die Altstadt Mexiko Citys, errichtet auf dem ehemaligen Palast Moctezumas II, des letzten Aztekenherrschers, die UNAM, Universidad Nacional Autonoma de Mexico mit ihren Gebäuden aus den frühen fünfziger Jahren, von Juan O Gordmann und Kollegen im Stil der Moderne errichtet und bis heute „die“ lateinamerikanische Ikone dieser Stilrichtung und schlussendlich die Casa Barragan, von Luis Barragan als Wohnhaus entworfen. Auch diese Casa ein hervorragendes Werk der lateinamerikanischen Moderne. Luis Barragan hat da europäische, lateinamerikanische und marokkanische Elemente zusammengeführt. Leider kann das Haus nur mit Registrierung über die Internetseite besichtigt werden. Hatte ich schon in Brno bei der Villa Tugendhat. Hier wie da hab ich mich also mit dem Garten begnügt.

Alle diese Stätten oder Gebäude sind in und um Mexiko City Weltkulturerbe. Ich hatte zu tun, dass ich mit schreiben nachkomme. Nun ist es fast geschafft, den Rest mach ich heute noch und dann geht’s wieder auf Tour…………………………..

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