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Mai 30

in den Norden…….

Vorgestern war Ruhetag in Junction, Texas. An einem Fluss gibt’s da einen großen Park, Kinderspielplatz, überdachte Picknickplätze, Planschbecken, Toiletten, Grills. Manche zelten da, andere mit Camper, kostenlos für 3 Tage, von der Gemeinde unterhalten, ruhig und viel Schatten. Da lassen sich bei heftigem Wind auch mal 30 Grad ohne Klimaanlage aushalten.

Tags davor war es ein hartes Stück Arbeit in San Antonio. Bei ca. 34 Grad bin ich die spanischen Missionen abgefahren. Das alles ist gut erschlossen und Parkplätze gab’s überall, nur keinen Schatten! Die 4 Missionen liegen entlang des San Antonio River in der Stadt auf einer Strecke von 12 km.

Sie stammen von Anfang des 18. Jahrhunderts. Das Grenzgebiet von Neu Spanien sollte erschlossen und verteidigt werden, vor allem gegen die aus Louisiana vordringenden französischen Siedler. Die Franziskaner bauten sie und lebten mit den Coahuileteken praktisch in Kommunen zusammen. Die Coahuileteken wurden zum christlichen Glauben bekehrt, lernten einen Beruf und im Gegenzug lebten sie in den Mauern der Mission sicher vor Überfällen. Auf diese Weise gelang es ihnen, innerhalb einer Generation zu sesshaften, erfolgreichen Landwirten zu werden. In den Missionen vereinigten sich die spanische und die Kultur der Coahuileteken zu einer neuen Identität. Eine bemerkenswerte Kulturleistung. Vieles ist ruinös, die Kirchen jedoch sind gut in Schuss und werden auch genutzt.

Dann nur 2 Tage fahren, bis Albuquerque ist es ja ein ganzes Stück in den Norden. Dort erwarten mich noch einmal 3 Welterbestätten ziemlich dicht beisammen. Carlsbad war die erste Station. Ein Ort, schon in New Mexico, nicht in Tschechien. Von Junction aus wurde es zunächst bergig, Tafelberge aus Kalkstein, die Landschaft karg, niedrige Bäume und Sträucher, kaum Gras, keine Landwirtschaft, 34 Grad. In einem Monat ist hier das ganze Gras verbrannt und die Landschaft braun mit den grünen Bäumen, wie in Zentralspanien.

Nach Fort Stockton die Landschaft flach wie ein Brett. 200 km nur Erdölfelder. Gebaut wird wie verrückt neue Infrastruktur. Kleine Ölquellen sind offenbar nicht an die Pipeline angeschlossen, also Unmassen Tanklaster auf der Straße die das Öl von den Pumpen holen. Immer mal wieder Siedlungen aus transportablen Häusern für die Arbeiter mitten in der Halbwüste, kein Schatten, nichts. Die Klimaanlage muss es richten. Staubfahnen kilometerweit und die Straßen endlos immer gerade aus. Hin und wieder Tankstellen und ein paar Shops dazu. Das wars dann auch schon mit der Versorgung.

Heute ging das so weiter: flach, endlos lange Straßen. Den ganzen Tag aber nur 20 Grad, New Mexico meinte es gut mit mir. Was ich später dann merkte, so langsam war ich auf 2000 Höhenmeter geklettert. Da ist die Temperatur kein Wunder. Kollateralschaden unterwegs: ich hab die Route 66 gekreuzt und auch noch Clines Corners, ein Restaurant seit 1937 an der Route gesehen……………..

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