der Nordosten Frankreichs, die Picardie……………..

Heute hab ich Arras besucht, hier steht die letzte Festung von Vauban, die ich mir ansehen wollte. Eine Riesenanlage, innen gut in Schuss aber außen bleibt viel zu tun. Bei den Dimensionen ist das kein Wunder. Dabei haben sie schon vieles umgenutzt. In der Stadt befindliche große Kasernengebäude sind Wohnraum geworden und einige der Gebäude in der Festung sind für die Verwaltung hergerichtet. Auf dem Rathaus der Stadt, ein Art Deco Bau aus der Zeit nach dem WW I, befindet sich wieder ein Glockenturm, der Bestandteil der Welterbestätte der Bellfries ist. Direkt vor dem Rathaus gab es Wochenmarkt mit allem was man sich denken kann, den hab ich dann ausgiebig besucht.

Geschlafen hatte ich, von Amiens kommend, wieder an einem Rastplatz abseits der Straße. Ruhig und ohne Lampen war er und Gedränge gab es auch keins, ideal also. Gefunden habe ich den mit einer App, wo Gleichgesinnte Rastplätze, an denen sie selbst übernachtet haben, eintragen können. Das ist nicht immer perfekt, weil die Ansprüche ja verschieden sind. Man weiß aber zumindest wo man hin kann zum Schlafen. Mein Reisen wird also immer perfekter und noch entspannter.

Und in Amiens war es wieder eine Kathedrale, die Dritte der Hochgotischen Kathedralen Frankreichs neben Reims und Chartre. Für mich war es auch die Schönste. Das Mittelschiff ist das höchste Frankreichs und da die Seitenschiffe relativ niedrig sind kommt aus den Obergadenfenstern sehr viel Licht in die Kathedrale. Das gibt ein leichtes und beschwingtes Raumgefühl. In der Zeit von 1220 bis 1366 ist sie entstanden. Der Nord- und der Vierungsturm wurden später vollendet. Erstmalig wendeten die Baumeister standardisierte Steine für die Mauern an. Das sparte die Zeit des Einpassens auf der Baustelle, die Steine konnten an überdachten Plätzen gefertigt werden, also wetterunabhängig und damit ganzjährig. Die Kathedrale war den Unbillen zweier Weltkriege ausgesetzt, hat diese aber  relativ unbeschadet überstanden. Auf einem Grabmal hinter dem Chorumgang gegenüber der Axialkapelle befindet sich ein „weinender Engel“. Sein Abbild als Postkarte schickten im WW I tausende britische Soldaten in die Heimat.

Am vorhergehenden Tag bin ich nochmal an der Küste gewesen – Le Havre – die Hafenstadt. Hier mündet die Seine in den Kanal, Fähren verbinden es mit England, Claude Monet der Maler hat hier lange gearbeitet und sehr kunstinteressiert ist man hier. Es gibt viele Ausstellungen, Galerien  und auch Großobjekte in der Stadt.

Sie war im WW II von den Deutschen besetzt, der Hafen Festung und Bestandteil des Atlantikwalls. Vor der Einnahme durch die Alliierten wurde es schwer von diesen bombardiert und die Innenstadt völlig zerstört. Von 1945 bis 1954 hat Auguste Perret mit seinem Team die Innenstadt in Betonbauweise wieder aufgebaut. Damit machte er Sichtbeton zum Gestaltungselement in der Architektur. Herausragend ist die Kirche St. Josephs. Ein viereckiger Bau auf dem sich ein Turm in 107 m Höhe streckt. Innen ist der Raum nicht aufgeteilt wodurch sich ein wunderbares Raumgefühl ergibt. Es ist die einzige Stadtlandschaft Europas, die in der Welterbeliste steht.

Der Atlantik und der Kanal liegen nun hinter mir und morgen ist es mit Frankreich auch soweit. Das Nordfranzösische Kohlebecken ist die letzte Welterbestätte Frankreichs für dieses Jahr………

 

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