das „Ende“ von Frankreich………………

In Maubeuge bin ich z.Z., ein Ort kurz vor der belgischen Grenze. Die Nummernschilder sind schon oft rot hier von belgischen Autos, eine Festung von Vauban haben sie auch, die gehört aber nicht zu den Welterbestätten und einen kommunalen Campingplatz. Das ist selten in Frankreich und sehr preiswert. Ich wollte alles zu Ende schreiben ehe ich das Land verlasse. Auch muss ich den Bus umräumen, neue Karten an die Tür kleben, für die Navigation Karten aufs Handy laden und solchen Kram. Was bleibt sind die Überseegebiete Frankreichs, da gibt es noch einige Welterbestätten. Die sehe ich mir an, wenn ich dort in der Gegend bin.
Von Amiens an hatte ich wieder zwei Welterbestätten gleichzeitig; die belgischen und französischen Bellfries laufen jetzt wieder eine Weile so nebenher. Glockentürme sind das, meistenteils in der Zeit der Gotik gebaut und Bestandteil des Rathauses oder sie stehen allein. Sie sind ein Symbol bürgerlicher städtischer Freiheiten und eine flämische Besonderheit. Als Wachturm wurden sie genutzt für Feinde und Brände gleichermaßen. In einigen tagte der Stadtrat, oft war auch das Stadtarchiv dort untergebracht oder Gefangene. Als Symbol der bürgerlichen Macht wurden die Türme oft beschädigt oder zerstört, jedoch immer wieder aufgebaut. So gibt es heute einen Stilmix von römischen Elementen bis hin zum Art Deco Anfang des vergangenen Jahrhunderts. Viele Städte, die ich in Belgien noch besuche haben gleichzeitig auch einen Bellfried sodass meine Fotosammlung da noch wachsen wird.
Gestern war ich noch in Lewarde, ein Ort wo noch eine komplette Kohlemine erhalten wurde und in dem ein Museum eingerichtet ist das die Arbeitsabläufe unter Tage zu verschiedenen Epochen anschaulich macht. Eigentlich war das die beste Möglichkeit diese Tradition kennenzulernen. Entsetzt hat mich jedoch die Art, wie sie mit Pferden umgegangen sind die im Schacht zum ziehen der Loren eingesetzt wurden. Die hat man senkrecht an einer Vorrichtung hängend den Schacht hinabgelassen!!!! Mit den Siedlungen der Bergarbeiter, den sozialen Einrichtungen, den Halden, den Minen und den Einrichtungen zum Transport der Kohle ist hier über 300 Jahre eine ganz eigene Kulturlandschaft entstanden. Heute wird hier nicht mehr gefördert und die Landschaft beginnt sich zu erholen.
Als ich im April losgefahren bin lag das Ende der Reise durch Frankreich noch in weiter Ferne und nun ist es schon Realität. Morgen beginnt der letzte Abschnitt der Reise mit Belgien und Holland…………

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