go west……

Und während es mit 22 Grad und auch mal Regen in Salamanca recht angenehm für mich war, hatte ich gestern wieder mit 34 Grad zu kämpfen. Das Wetter ist grad wie eine Achterbahn hier.
Las Medulas stand auf dem Programm. Die größte europäische Goldmine wurde ab 25 v.Chr. von den Römern ausgebeutet. Die ganzen Berge dort sind ein Lehm Mergel Gemisch und keine Felsen. So hat man Wasser angestaut und im Schwall den Berg hinabgelassen. In dem abgespülten Material wurde anschließend im Tal das Gold gewaschen. Aber damit nicht genug, die Römer trieben Stollen in die Berge und leiteten das Wasser durch sodass die mit der Zeit immer größer wurden und eines Tages der Berg einstürzte. Was man in der Landschaft sieht sind nur die Reste einstmaliger Berge. Den Abraum fortzuschaffen war offensichtlich am Schluss so mühsam, dass sie die Mine aufgaben. Zurück blieb eine spektakuläre Landschaft, die nicht zuletzt vom Gegensatz der Farben Grün und Rot lebt. Das Gebiet ist für Wanderer gut erschlossen.
Die ganze Gegend dort war leider ziemlich abgesperrt, also Zäune um jeden Flecken Land und die Rastplätze waren auch gleich an der Straße. Da war noch ein riesengroßer Parkplatz mitten in Ponferrada das Beste was zu haben war. Klingt erstmal nicht so spektakulär, aber ich hab dann dort gut geschlafen. Später, nach der halber Strecke nach Lugo, der nächsten Etappe hab ich auf einem Rastplatz Pause gemacht, da war neben Toiletten auch eine Dusche zu benutzen. Aber so ist das halt manchmal, nicht alles ist dann zur Hand, wenn man es braucht.
Ja, Lugo, die weltweit einzige komplett erhaltene Wehranlage der Römer haben sie da. Die Stadtmauer ist 2140 m lang und aller so 200 m gibt es eine nach außen gewölbte Bastion. 10 Tore gehen in die Altstadt, von denen aber nur 5 von den Römern selbst stammen. Die Mauern sind so ca. 3 m dick. Der Bau begann 260 n.Chr. Er ist damit eine der letzten Befestigungsanlagen der Römer. Die Mauern sind ca. 3m dick und man kann oben die ganze Altstadt umrunden, ein beliebter Joggingweg ist es inzwischen. Erschlossen ist der Weg durch Rampen, Treppen und auch Aufzüge für behinderte Personen. In der Stadt selbst gibt es nur wenige Reste der Römer zu sehen. Ein Militärstützpunkt war es, später fand man heilkräftige Quellen und behandelte dort verletzte Soldaten.
Jetzt sitz ich noch beim Carrefour, einem Supermarkt um zu posten, aber meinen Schlafplatz an einem Park hab ich diesmal schon, sodass es hoffentlich eine ruhige Nacht wird. Und morgen beginnt dann meine Pilgerreise nach Santiago de Compostella, die westlichste Welterbestätte für dieses Jahr ………………

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