Pause………..

Segovia, die Stadt hat ihren römischen Namen behalten, war die letzte von 5 Welterbestätten rund um Madrid. Die Römer kamen 80 v.Chr. und bauten 200 Jahre später ein Aquädukt, das die Stadt bis 1974 mit Wasser versorgt hat. Die Westgoten waren da und die Mauren bauten auf einem Bergsporn einen Alcazar. Von den ab 1085 herrschenden Christen ausgebaut, zog Isabella die Katholische 1474 von hier aus zur Kirche San Miguel zu ihrer Krönung als kastilische Königin. Es war die Glanzzeit von Segovia. 1525 bis 1577 wurde am Hauptplatz die Kathedrale im frühgotischen Stil erbaut. Die Stadt hat aber eine ungewöhnlich hohe Anzahl an romanischen Kirchen.

Segovia ist übrigens die erste Stadt, in der ich touristische Ausschilderung auch in fernöstlichen Schriftzeichen gesehen hab. Diese Fremdenfreundlichkeit find ich gut. Es ist aber die absolute Ausnahme.

Ansonsten bin ich wieder in der Region der Olivenbäume angekommen. Viel braune Erde sieht man im Sommer hier, die Sonne verbrennt das Gras. Was Grün ist, ist hartes Gestrüpp und eben Bäume oder es wird bewässert. Manche Landstriche scheinen komplett an die Wasserleitung angeschlossen, die Felder, das Grün, die Rabatten in den Städten, selbst die Begleitpflanzungen an der Autobahn.

Vorgestern war früh nun Toledo an der Reihe. Die Altstadt liegt hoch oben auf einem Berg und ist von einer Stadtmauer umgeben. Schon für die Römer war es eine wichtige Stadt. Sie lag an einer Handelsroute und lieferte dank Eisenerzvorkommen Schwerter an römische Truppen. Im Westgotenreich war sie deren Hauptstadt und den Mauren war sie wichtiger Stützpunkt. Von 1087 bis 1561 ist sie spanische Hauptstadt. Der Erzbischof von Toledo ist seit ca. 1220 Primas der katholischen Kirche Spaniens. Zu sehen sind die Kathedrale, der Alcazar und ein großes jüdisches Viertel.

Nachmittags konnte ich noch das königliche Kloster San Lorenzo in Escurial besuchen. Eigentlich ist es ein Königspalast mit angeschlossenem Kloster. Nach einem Sieg Spaniens über Frankreich 1563 ließ es König Philipp II. errichten. Neben dem Königspalast enthält es noch ein Kloster der Hieronymiten, eine Basilika, die Bibliothek und ein Seminar. Weiterhin sind hier alle spanischen Könige begraben, streng getrennt zwischen den Habsburgern und den Bourbonen. Viele hundert Jahre sah das Hofprotokoll die Residenz des Königs einmal im Jahr hier vor und so ist auch viel Weltgeschichte hier passiert.

Morgen will ich nun Richtung Westen aufbrechen…………………..

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