Der Süden………………….

Natürlich bin ich vorgestern nach Westen gefahren, nicht nach Osten, da hätte mir ja die Sonne ins Gesicht geschienen. Von Meknès aus gings also erst Richtung Rabat an die Küste, von dort Richtung Süden nach Casablanca und dann wieder ins Landesinnere nach Marrakesch. Bis Casablanca konnte ich dann Temperaturen von so 25 Grad genießen. Das wurde nicht weniger und aber auch kaum mehr, nur auf Marrakesch zu stieg sie wieder an und bei 36 Grad bin ich dann hier gelandet. Das Riad, ein Haus mit einem Innenhof, habe ich gleich gefunden. Außen hat es kaum Fenster, alles geht in diesen Innenhof. Man kann es vergleichen mit einer Pension bei uns. Es liegt in der Altstadt wie auch schon das in Meknès. Unterwegs hab ich diese Kakteen wiedergefunden, sie blühen gelb und die Knuddel unterhalb der Blüte werden einmal rot und das Fruchtfleisch im inneren schmeckt zuckersüß. Die gibt’s gelegentlich im Supermarkt bei uns. Anfangs waren die Kakteen  feldrandbegleitend zu sehen, kurz vor Marrakesch wurden sie auf großen Feldern angebaut. Auch  Agaven sind viel zu sehen, auch sie an den Rändern der Felder, wohl eher als Absperrung gedacht. Sehr viele hab ich in ihrem letzten Lebensstadium gesehen. Sie schieben dann ihren Blütenstengel meterhoch in den Himmel um nach der Blüte zu vergehen. Wie in Mexiko zu Pulque und Tequila wird sie offensichtlich nicht genutzt.

Gestern bin ich nun in den Ksar nach Ait Ben Haddou, ein Wüstendorf, deren Bebauung ausschließlich in Lehm ausgeführt wurde gefahren, das sind 188 km die das Navi mit 4 Stunden angibt. In das Atlasgebirge ging es hinein. Anfangs nur am Horizont zu sehen, wurde es schnell steil und serpentinenreich. Eine atemberaubende Landschaft. Im Tal, an den Wadis grün und die Höhen kahl, immer aber sanft gewellt aus wenn es sehr hoch war. Das Fahren war richtig Arbeit. Neue Abschnitte wechselten sich mit Baustellen und alten, engen Abschnitten, deren Belag Schotterpistenqualität hatte, ab.

Das Dorf selbst ist eine Ansammlung von ineinander, übereinander und Mauer an Mauer gebauten Häusern wobei die größeren, sog. Tighremts (Wohnburgen) noch Türme und Zinnen aufweisen. Den Handel von Timbuktu nach Marrakesch hat man von hier aus kontrolliert und ein bisschen Landwirtschaft am Wadi hat man betrieben.

Es war ein Wendepunkt meiner diesjährigen Reise, südlicher geht’s nimmer :-)…………………….

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