die ersten marokkanischen Stätten……………..

Gestern stand Fes, eine Millionenmetropole, auf dem Programm. Auf der Fahrt dahin sind mir einige „Bekannte“ über den Weg gelaufen. Da war erstens ein MC Donald mit „halal“, also koscherem Döner. Was man für das Geschäft so alles tut. Keine SB Terminals, alles direkt bestellen. Das Personal wechselt nach Belieben in die arabische, englische oder französische Sprache. Meine rudimentären Arabischkenntnisse helfen zumindest bei den Zahlen, also den Preisen. Dann ist noch ein „Carrefour“ aufgetaucht, mäßig besucht, aber immerhin. Eine Großmarktkette vorzugsweise in Spanien, vereinzelt auch in Frankreich. Preisniveau so EDEKA oder Kaufland.

Ja und Fes? Heute noch Königssitz, die größte mittelalterliche Altstadt der Welt. Um 800 gegründet. 859 stiftet eine Kaufmannstochter eine Moschee mit Madrasa (Koranschule). Daraus entstand das bedeutendste geistige islamische Zentrum im Mittelalter, das über Spanien bis Europa ausstrahlte. 1957 zur Universität erhoben ist es die älteste ununterbrochen tätige Bildungseinrichtung der Welt. Der Souk ist unübersehbar. Esel und Handkarren dazwischen, auch mal ein Moped und Menschen über Menschen die sich da durchschieben. Weiß nicht, wo das herkommt, aber die haben da linkslaufen verinnerlicht. Ständig bin ich unbewusst gegen den Strom gelaufen und musste die Seiten wechseln. In der ganzen Altstadt Moscheen und Medresen. Eigentlich kaum zu erkennen, nur der Eingang ist plötzlich da. Um diese Gebäude ist die Altstadt halt gewachsen. Fotografieren kann man so was kaum, man bekommt einfach keinen Abstand hin. Auf der Rückfahrt, es waren wieder knapp 38 Grad hab ich dann den Gurt einfach eingeschnappt und hab mich draufgesetzt. So quer über die Brust, das klebt in kürzester Zeit und ist unangenehm. Das interessiert hier keinen. Polizei ist allgegenwärtig, stehen auch an der Landstraße immer mal. Gucken aber glaub ich eher auf Einheimische. Lokale Polizei wechselt sich mit königlicher ab und dann gibt’s noch welche mit so sandfarbenen Uniformen, da weiß ich nicht. LKW bis in den Himmel beladen gibt es und manchmal geht’s nur im 1. Gang eine sanfte Steigung rauf. Das Land ist gut bestellt, kaum sind Brachflächen zu sehen. Technisch ist die Landwirtschaft noch mit allen Entwicklungsstufen zu erleben von der Sichel bis zum Mähdrescher. Zwei Ölpressen hab ich auch gefunden. Die Hallen waren aber leer, das scheint bloß Saisonbetrieb zu sein. Ich will doch Trommelfreund Ronny Olivenöl mitbringen.

Heute früh war ich in Volubilis, eine alte römische Stadt. Die besterhaltenen Reste im Westmahgreb gibt es zu sehen. Einst Provinzverwaltung der Römer, im 2. und 3. Jahrhundert hatte sie ihre Blütezeit, ist sie nach dem 11. Jahrhundert untergegangen. Es gibt eine Ausstellung dazu in dem Artefakte gezeigt werden und Rekonstruktionen der Tempel und Arenen.

Nachmittags stand noch ein Stadtrundgang in Meknès auf dem Programm um hier noch einiges zu sehen. Die Stadt ist ja wie Fes Königsstadt. Alwidensultan Monlay Ismael machte die Stadt im 17. Jahrhundert zu seiner Hauptstadt. Darüber hinaus gilt die Altstadt mit seiner 15 m hohen Mauer als ein Paradebeispiel für eine befestigte Stadt im Maghreb. In vielen der Gassen in der Altstadt kann ich nicht mal beide Arme zur Seite ausstrecken, so schmal sind die. Auch hier gibt es eine Madrasa, Moscheen und die Tore der Altstadtmauer natürlich. Morgen hab ich nun einen Ritt von ca. 450 km nach Marrakesch vor mir, aber zum Glück geht’s erst nach Osten, da hab ich Schatten überm Lenkrad………………..

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