Planänderung………..

Nach genauerem Hinsehen bieten die Chausses an Kultur nicht mehr als eine ausgedehnte Wanderschäferei mit entsprechend gestalteten Landschaften. Und das mühsame suchen einer solchen Herde wollte ich mir nicht antun.

Gestern bin ich nun deshalb nach Carcassonne gefahren. Wieder einmal auch ein bisschen eine Reise in die Vergangenheit. Vor 20 – 25 Jahren bin ich im Urlaub öfter mal Hausboot gefahren und die Stadt und der Kanal du Midi, der hier lang fließt geistern mir seitdem immer mal wieder im Kopf rum. Da wäre ich auch schon gerne mal gefahren. Der Kanal verläuft stellenweise parallel zum Mittelmeerufer und man kann mit dem Boot anlegen und zum Strand rüber laufen und im Mittelmeer baden. In der Marina hier hab ich dann auch noch paar „Bekannte“ wieder getroffen: Boote von Vermietern, die es damals schon gab. „Penichette“, langgestreckte Boote mit Innensteuerstand, unbequem; „Nicols Boote“, hochbordig, auch nur von innen zu fahren oder „le Boat“, für mich die Besten, breit und bequem, mit Außensteuerstand. Da hat man den besten Überblick.

Die Stadt besitzt eine befestigte Altstadt deren ersten Mauerring bereits die Römer bauten und der fast vollständig als innerer Ring erhalten ist. Nach 1250 kam noch ein äußerer Ring dazu sodass die Stadt uneinnehmbar wurde. Sie hat trotzdem eine wechselvolle Geschichte hinter sich und verfiel mit der Zeit. Ab 1853 begann der Architekt Viollet le Duc die Stadt wieder aufzubauen und zu restaurieren und heute zieht sie als Museumsstadt viele Besucher an.

Auf der Fahrt hierher dachte ich dann, ich fahre grad in den Allgäu. So wie dort plötzlich die Alpen zu sehen sind hab ich hier die Pyrenäen das erste Mal gesehen. Ich hoff, dass man das auf dem Foto sehen kann.

Und heute nun Albi, die Bischofsstadt. Die meisten Häuser, die Kathedrale und der Bischofspalast in Backsteingotik. Für die Kathedrale reklamiert man hier die größte in Backsteinen der Welt zu haben, ähnliches meinte ich schon mal gehört zu haben, aber in Thorn, in Polen ist es „bloß“ die größte Kirche der Welt 🙂 Die Bischofsstadt unmittelbar um Kathedrale und Bischofspalast mutet mit ihren engen Gassen mittelalterlich an und verströmt einen südländischen Eindruck mit all den Läden und Restaurants. Die Stadt hat den Albigenesern ihren Namen gegeben, eine  Religionsgemeinschaft der Katharer, die um 1200 von der katholischen Kirche bekämpft wurden. Sogar einen Kreuzzug in die Gegend hier gab es, vieles wurde dabei zerstört. Kathedrale und Bischofspalast wurden danach festungsartig gebaut um den Kampf gegen die Katharer zu unterstreichen. Die Stadt entwickelte sich stark als man 1027 eine steinerne Brücke über die Tarn baute und damit den Verkehr anzog.

Ja und nun ist es ganz schnell vorbei. Morgen noch in Toulouse den Kanal du Midi als Welterbe, dort auch einige Stätten des Welterbes Pilgerweg nach Santiago de Compostella und dann ist Frankreich erstmal vorbei. Andorra und danach geht es schon nach Spanien……………

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