immer an der Ostgrenze Deutschlands entlang………..

Von Cottbus Richtung Eisenhüttenstadt fahrend, bin ich erstmal über Peitz gestolpert. Ein Örtchen mit ca. 4300 Einwohnern, 1301 erstmals erwähnt. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts wurde eine Festung erbaut und zu derem Schutz ca. 5000 Morgen, wohl um die 12000 qm Teichfläche um den Ort angelegt. Die Festung wurde 1758/59 von den Preußen weitestgehend abgerissen, die Teiche blieben. So findet sich hier eine der größten geschlossenen Teichlandschaften Deutschlands und intensive Fischzucht, die selbst die warmen Abwässer des Kraftwerkes Jänschwalde zur Aufzucht verwendet.

Skurril:

In den 60iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat Prof. Dr. Schäperclaus, Fischzuchtexperte,  hier zur Bekämpfung der infektiösen Bauchhöhlenwassersucht bei Karpfen den ganzen hiesigen Bestand derselben mit Erfolg impfen lassen!!

Und dann: Eisenhüttenstadt, ab 1950 als Stalinstadt auf der grünen Wiese neu gebaut. Die ersten 3 Wohnkomplexe wurden vom Architekten Kurt W. Leucht für 30.000 Menschen geplant. Es sollte die ideale und harmonische Verbindung von Arbeit und Leben sein. Dabei wurden Einrichtungen für alle Lebensbereiche geschaffen. Leider ist durch spätere Einbauten anderer Gebäude die räumliche Gestaltung teilweise abhandengekommen. Trotzdem, wenn man durch die Straßen der Wohnviertel läuft, bekommt man einen Eindruck von dem Geist, der allem zugrunde liegt. Beeindruckend………..

Nebenbei sind die Wohnkomplexe das größte Flächendenkmal Deutschlands.

Von Frankfurt/Oder schließlich gibt es nicht viel Gutes zu berichten, das dortige Musikheim von Otto Bartning, 1928/29 errichtet, befindet sich nicht in Nutzung und ist entsprechend heruntergekommen – schade!

Ja, das Fahren geht besser als gedacht. Jetzt ist nun Wochenende und da zieht wieder alles los, was etwas zum Schlafen auf 4 Rädern hat.

Dabei ist das Publikum wild gemischt, Ost und West, Jung und Alt. Vergangene Nacht ein junges Pärchen aus Erlangen im Hundefänger, schon komfortabler, ein Pärchen mit großem Transporter aus Wuppertal, ein älterer Herr im T4 hier aus der Gegend. Und hier in Rüdersdorf, lauter Camper. 2 aus der Gegend hier und einer aus Thüringen.

Jetzt geht es für mich nach Bernau, eine Schule der Gewerkschaft besuchen und so rückt halt der Norden immer näher …………….

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