Portugal, Hitze wie in Marokko…………

In der Nacht bevor ich nach Portugal aufbrach ging es schon wieder los, ich konnte vor Hitze nicht schlafen und das ging die 2 letzten Tage munter so weiter. Mittags so 34 – 36 Grad heiß und die Sonne brennt auf die Haut. Das hab ich bis jetzt nur an einem Tag mal in Marrakesch erlebt. Da verkriecht man sich mit dem Auto am besten im Schatten und wartet bis das schlimmste vorbei ist. Gestern hatte ich in der Hinsicht großes Glück, einen kostenlosen Parkplatz in Elvas unter Bäumen. Ich selbst bin dann in einem Kaffee abgeblieben und konnte in Ruhe schreiben. Elvas ist eine Grenzstadt die zu den sog. Restaurationskriegen, als Portugal wieder unabhängig von Spanien wurde, befestigt wurde. Das tat ein holländischer Jesuitenpater Cosmander, der damit als einer der Begründer der holländischen Festungsbauschule gilt. Ab 1643 wurde von ihm die Garnisonsstadt mit 12 Forts umgeben und später wurden außerhalb noch einmal 2 Forts auf benachbarten Bergen errichtet. Hohe Mauern, Ravelins, Trockengräben und zentrale Kastelle als letzte Bastion. Der Amoreira Aquädukt als beeindruckendes Bauwerk vor der Altstadt führt Wasser aus  einem 7,5 km entfernten Stausee zu um für eine Belagerung immer die Zisterne gefüllt zu haben.

Nicht weit von Elvas in Richtung Lissabon liegt Evora. Eine Kleinstadt, die ihre besten Zeiten im 15. / 16. Jahrhundert hatte. Der Ritterorden Avis lässt sich hier 1165 nieder um die Stadt gegen die Mauren zu sichern und baut eine Stadtmauer. Seit dieser Zeit werden die portugiesischen Könige hier gewählt. Immer mehr Adlige bauen sich hier Paläste, auch der König lässt eine Residenz bauen und Bischofssitz wird die Stadt auch noch. Bis zu Beginn der spanischen Herrschaft im 16. Jahrhundert entwickelt sich die Stadt zur zweitgrößten Portugals. Da sie von dem Lissaboner Erdbeben 1755 weitgehend verschont blieb, gibt es hier noch viele  erhaltene Gebäude im sog. Manuelinischen Stil, eine portugiesische Spielart der Spätgotik die sonst im Land rar geworden ist.

Jetzt wartet Lissabon auf mich, hoffe ich jedenfalls und dort will ich mich einem anderen Projekt zuwenden, die „Route der mazedonischen Baumwolle nach Chemnitz Ende des 18./ Anfang des 19. Jahrhunderts“ In Lissabon gibt es ein Kutschenmuseum und ich hoffe, da einiges über den Lastentransport aus jener Zeit zu erfahren…………………….

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