auf den Spuren der Römer………

 

Orange, eine Kleinstadt nicht weit von den prähistorischen Höhlenzeichnungen entfernt hat eine Vergangenheit aus römischer Zeit. Einen Triumphbogen gibt es da und das besterhaltene römische Theater der Welt, deswegen auch Welterbe. Die ganze Bühnenwand steht noch 103 m lang und 38 m hoch und das Theater fasst wieder 7.000 Zuschauer. Es wird natürlich eifrig genutzt. Im Mittelalter umgebaut hat man schon 1825 begonnen alles wieder zurückzubauen und ab 1869 ist wieder Theater gespielt worden.

Was mir vor Avignon passierte hab ich schon geschrieben. Bleibt die Stadt selbst: Eine mittelalterliche Stadt mit engen Gassen, ganz von einer Stadtmauer mit 39 Türmen umschlossen und auf dem einzigen Hügel der Papstpalast aus dem 14. Jahrhundert. 7 Päpste haben hier residiert und 2 Gegenpäpste. 1417 auf dem Konstanzer Konzil ist dieser Zustand beendet worden.

Nach Avignon hab ich dann noch einen Abstecher nach Marseille gemacht. 50 km für ein Werk von Le Corbusier, dachte ich kann man machen, hatte aber nicht mit dem Verkehr in der Innenstadt gerechnet. So kuschelig Blech an Blech eine Altstadtgasse hoch, da erscheinen schon 40 km/h irrwitzig. Die Rollerfahrer so mal eben rechts oder links vorbei, wies grad kommt, noch nicht gerechnet. Aber alles gut gegangen, der Bus ist noch heile. Es fahren zwar alle zügig aber nicht auf Krawall gebürstet und so bremst man halt schon mal für den Anderen oder der für dich. Das Haus selbst ist ein Spätwerk und wird wohl grade renoviert. Alles voller Wohnungen.

Bei dem Verkehr, als ich da wieder aus der Stadt raus war, wars dunkel und so hatte ich wenig Alternativen zur Übernachtung. Wenigstens war es eine Raststätte, wenn auch laut.

Weiter gings dann nach Arles, eine Stadt, die ihre besten Zeiten unter den Römern hatte und dann nochmal im Mittelalter.  Ein Amphitheater gibt’s da, ein Theater und an einer christlichen Basilika beginnt der französische Pilgerweg, der am Mittelmeer entlang nach Santiago de Compostella führt. Die Basilika steht in einer Nekropole aus dem 4. Jahrhundert, der 2. Blütezeit von Arles. Kaiser Konstantin, derselbe wie in Trier, machte die Stadt quasi zur Hauptstadt des Westreiches als er die Hauptverwaltung von Trier hierher verlegte. Und im 11./12. Jahrhundert war Arles die Hauptstadt des Königreiches Burgund. Aus dieser Zeit stammt das romanische Kloster Saint Trophime. Heute war ich in Pont de Gare, eine beeindruckende Brücke mit einer Wasserrinne, die half Wasser nach Nîmes zu bringen in einem insgesamt 50 km langen Kanal. Errichtet von den Römern im 1. Jahrhundert v.Chr., sind die Steine alle ohne Mörtel verbaut. Das ganze hält nur durch die innere Reibung. Morgen solls dann in die Chausses und Cevennen, eine Landschaft im Hinterland der Mittelmeerküste gehen………….

 

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