Weiße Bauten von Wladimir und Susdal

Beide Städte sind wohl schon Ende des 10. Jahrhunderts besiedelt gewesen. Die erste schriftliche Erwähnung Susdal´s datiert aus dem Jahre 1024. Als Gründungsjahr von Wladimir gilt 1108, in dem der Fürst von Tschernigwo Wladimir Monomach die Stadt befestigen ließ. 50 Jahre später wurde der Großfürstensitz durch Andrej Bogoljubiski von Susdal hierher verlegt.  Bis 1238 entwickelte sich die Stadt gut. In diesem Jahr wurde sie, wie das gesamte Großfürstentum, von den Mongolen unter Batu Khan erobert und verwüstet. Bedeutend für die Rus blieb Wladimir bis 1328, dann verlegte der Großfürst Iwan Kalita die Hauptstadt nach Moskau. In Wladimir ist die Maria Entschlafens Kathedrale (erbaut 1157 bis 1160), ein das Goldene Tor genanntes Stadttor, die Demitriuskathedrale (1194 bis1197) sowie mehrere Klöster, Kirchen und Profanbauten zu sehen.

Susdal versuchte bis Ende des 14. Jahrhunderts seine Unabhängigkeit zu verteidigen, verband sich dabei zeitweise mit dem Fürstentum Nischni Nowgorod. 1392 jedoch viel es an Moskau. Es entwickelte sich zum religiösen Zentrum. Zahlreiche Holzkirchen wurden in Stein neu errichtet, Klöster entstanden.  Der ehemalige erzbischöfliche Palast war Jahrhunderte lang Wohngebäude von Geistlichen. Der Susdaler Kreml, 1222 bis 1235 errichtet, wurde in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts verstärk. Er, die Mutter Gottes Kathedrale und das Erlöser Euthymius Kloster, das größte hier, gehören zum Welterbe. Viele weitere Klöster und Kirchen sind zu sehen. Im WW II war Generalfeldmarschall Paulus und seine Generäle der 6. Armee hier interniert. Heute ist Susdal eine Museumsstadt die ihr historisches Aussehen weitestgehend erhalten hat.

29. Juni 2016

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