Verteidigungslinie von Amsterdam

Die Verteidigungslinie von Amsterdam ist ein außergewöhnliches Beispiel für ein umfassendes, integriertes Verteidigungssystem des frühen 20. Jahrhunderts und ein Beispiel für die niederländische Wasserbaukunst. Sie wurde 1996 in die Welterbeliste eingetragen.

Nach dem deutsch – französischen Krieg begann man eine „Stellung Amsterdam“ zu planen. 1874 wurde ein „Festungsgesetz“ deshalb verabschiedet und ab 1881 zunächst erste Erdarbeiten durchgeführt. Geplant war, einen Verteidigungsring zu schaffen, bei dem im Ernstfall weite Gebiete ca. 50 cm unter Wasser gesetzt werden konnten, die sog. Inundierung. Es war zuviel um darin gut zu laufen und zu wenig um Boote zu benutzen. Wurden solche Gebiete durch Verkehrswege oder höher gelegene Geländeabschnitte durchschnitten, legte man an diesen Stellen Forts oder zumindest Batterien zur Verteidigung an. Auf diese Weise entstand zwischen 1881 und 1914 ein Verteidigungsring um Amsterdam von ca. 135 km Länge. Dieser befindet sich in einem Abstand von 15 bis 20 km zur Stadt und besteht aus einem System von Schleusen und Deichen zur Flutung der davor liegenden Flächen und insgesamt 46 Forts oder Batterien. Die Forts besaßen Betonkasematten, Panzerkuppeln und Geschützstellungen. Sie waren in Friedenszeiten nicht besetzt. Bei Mobilmachung waren ca. 250 bis 300 Mann dort stationiert.

Heute werden sie als Museum, Gedenkstätte, Hotel oder auch Kunstgalerie genutzt.

24. August 2017

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen