Stabkirche von Urnes

 

Sie wurde bereits 1979 der Welterbeliste hinzugefügt, weil sie keltische Kunst, Wikingertraditionen in romanisch gestalteten Räumen zusammenbringt. Sie ist eine der ältesten, der 28 noch erhaltenen norwegischen Stabkirchen und zeigt das hohe Niveau der Holzverarbeitung, inspiriert durch die westeuropäische Kultur, in Skandinavien.

Viermal ist an der Stelle der heutigen Kirche eine solche errichtet worden. Immer wurden die Stäbe, die senkrechten Ständer dieser Konstruktion und Träger derselben in den Boden gegraben. Bei der letzten, 1130 gebauten Kirche, lag als Basis ein Balkenrahmen auf Steinfundamenten. Das Holz konnte nicht mehr faulen und so ist diese Kirche heute noch erhalten. Fahrende Handwerker erbauten die Kirche. Sie hatten Kenntnisse der Baustile Europas mitgebracht und gestalteten diese hier in Holz. Wertvolle, ornamentale Schnitzereien der Vorgängerbauten fanden Wiederverwendung. Die Kirche ist mehrfach umgebaut worden. Um 1600 ist der Chor nach hinten erweitert worden, offenbar als Folge der Nutzung als evangelische Kirche seit der Reformation. Ende des 17. Jahrhunderts wurde das heute an der Nordwand stehende Eingangsportal dorthin verbracht, eine Decke wurde eingezogen, Fenster eingesetzt, vorher spendeten Löcher geringes Licht. Und die ersten Streben wurden eingezogen, offenbar um das Gebäude zu stabilisieren. Ein offener Umgang um die Kirche ist bis auf den Westteil, der heute noch vorhanden ist, abgerissen worden. Im 19. Jahrhundert sind Bestattungen unter dem Kirchenfußboden verboten worden. Anfang des 20. Jahrhunderts bekam die Kirche eine Holzschindelverkleidung und damit ihr heutiges Aussehen

8. September 2016

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