Schweden

– intakte Wälder und eine lange Winterpause

Ich hatte schon vergangenem Jahr vor Weihnachten die Planung für die jetzige Reise begonnen und so ist mir gar nicht aufgefallen, dass Schweden mit 14 Welterbestätten und der Beteiligung am Struve Bogen mehr Stätten besitzt als Russland.  Damit ist Schweden das Land mit den meisten Erbestätten auf dieser Reise. Leider ist es aber auch das Land, was aus meiner Sicht am touristenunfreundlichsten mit seinem Welterbe umgeht. Karlskrona ist militärisches Sperrgebiet und kann daher nur sehr eingeschränkt besichtigt werden, sieht man vom Museum ab.  Die Bauernhäuser in Hälsningland sind Privatbesitz und deswegen nur nach Absprache zu besichtigen, genauso wie die Eisenhütte Engelsburg. Alle Stätten und auch andere kulturellen Einrichtungen wie Museen oder Touristinformationen haben darüber hinaus ab Ende August entweder geschlossen oder stark eingeschränkte Öffnungszeiten die auch noch sehr unterschiedlich sind. Manche öffnen am Wochenende, manche nur Tage in der Woche. Es war, besonders im zweiten Teil meiner Reise eine verdrießliche Erfahrung.

An den Wäldern im Inland von Schweden  fiel mir auf, dass sie genau so beschaffen sind, wie mir das mein Opa früher immer erzählt hat. Der Boden ist weitestgehend grasfrei, Heidelbeeren und Preißel – oder  Moosbeeren sind oft zu sehen. Moose und Flechten sind weit verbreitet. Davon wächst auch viel an den Bäumen.  Der Untergrund ist sehr felsig und so gibt es immer wieder Fechtgebiete und Moore. Die viele Feuchtigkeit fördert natürlich das Pilzwachstum und deshalb kann man an vielen Orten die Pilze fast vom Auto aus sammeln. Die stehen da stellenweise tatsächlich bis an den Straßenrand und kam einer beachtet sie.

Schweden besitzt 16 Welterbestätten. Die Eine ist, wie schon erwähnt, der Struve Bogen, und den habe ich schon in einem eigenen Bericht beschrieben. Weiterhin hat Schweden, gemeinsam mit Finnland eine Weltnaturerbestätte:

Höga Kusten / Kvarken. Höga Kusten, die hohe Küste befindet sich in Schweden etwa auf der Höhe von Umea an der Ostseeküste und gegenüber in Finnland liegt das Kvarken Archipel.

Die Stätte war zur letzten Eiszeit mit ca. 3 km dicken Eis bedeckt. Nach dem Abschmelzen begann sich das Land zu heben und an der Höga Kusten erreichte das Gebiet mit 285 m den höchsten Wert auf der Welt, welcher sich heute noch mit 8 mm pro Jahr fortsetzt.  Die Strandlinie verändert sich, neue Inseln tauchen auf, andere werden zu Halbinseln. Auch die verschiedenen Meeresökosysteme verändern sich ständig. Inseln bekommen Landverbindung und Land fällt trocken. Und wenn das so weitergeht, so soll es in ca. 2000 Jahren eine Landverbindung zwischen Schweden und Finnland geben.

Die Altstadt von Lulea, das Kirchendorf Gammelstad ist seit 1996 auf der Welterbeliste. Schon im 14. Jahrhundert bestand hier ein Handels- und Marktplatz. Seit 1339 sind Gottesdienste bezeugt, eine Steinkirche wurde ab Mitte des 15. Jahrhunderts errichtet  und 1492 geweiht. Der hölzerne Kirchturm auf dem Kirchberg, eine ehemalige Insel, wurde 1851 durch einen solchen aus Stein ersetzt. Da ab dem 17. Jahrhundert in Schweden nur noch in Städten gehandelt werden durfte, wurde 1621 die Stadt Lulea gegründet, aber schon 1649 wieder verlegt, weil der Hafen zu seicht war. Es entwickelte sich das Kirchendorf zum einen, weil die Bewohner der Gemeinde nicht am selben Tag des Gottesdienstes zurück nach Hause kamen, da sie zu weit weg wohnten und zum anderen brauchten die Händler von außerhalb Räume in der Stadt für ihr Gewerbe. Die Tradition des Kirchdorfes gibt es nur in Nordschweden mit seinen großen Gemeindegebieten. Von den 16 noch existierenden Kirchdörfern ist Gammelstad das größte und am besten erhaltene mit über 400 Häusern.

Lappland, im Norden Schwedens gelegen, umfasst 4 Nationalparks und ein Naturreservat, die alle nebeneinander liegen und eine geschlossene Fläche von ca. 9400 qkm bilden. Es ist das Lebensgebiet der Samen, welche hier Rentierzucht betreiben und immer noch den Wanderungen der Herden folgen. Die Stätte ist sowohl Naturerbe, weil das Gebiet die größte Wildnis in Westeuropa ist, als auch Kulturerbe, da die Samen hier seit tausenden Jahren leben und Rentierzucht betreiben. In Saltoluokto, einem Samendorf, gibt es Siedlungsfunde, die auf 5000 v.Chr. datiert werden. Die Landschaft ist sehr vielfältig und reicht von vergletscherten Hochgebirgen, die über die Baumgrenze hinausgehen bis zu wasserreichen Mittelgebirgen. Einige der höchsten Berge Schwedens gibt es hier und eine reiche Fauna und Flora. Die Samen betreiben neben der Rentierzucht noch ein vielfältiges und sehr farbenfrohes Kunsthandwerk. Rentierleder verarbeiten sie, Silber und Kleidung stellen sie her.

Die Kulturlandschaft Öland befindet sich im Süden der gleichnamigen Insel. Sie wurde in den vergangenen 5000 Jahren durch die Bewirtschaftung durch den Menschen geformt. Im Inneren befindet sich das Stora Alvaret, ein wasserundurchlässiges Kalksteinplateau, dessen Vegetationsdecke manchmal nur Millimeterdick ist. Die hier wachsenden Pflanzen müssen der Sommertrockenheit trotzen können. Für die landwirtschaftliche Nutzung sind diese Flächen nicht geeignet. Diese beschränkt sich auf die Ränder der Insel, deren Nutzungsmöglichkeiten die Menschen genau kannten und ausnutzten. Die wenigen Felder lagen in Siedlungsnähe, dann kamen die Wiesen für das Winterfutter und schließlich das Alvaret und die seeseitigen Wiesen für die Tierweide. Es gibt Siedlungsreste aus allen Perioden der menschlichen Besiedlung: von Steingräbern, sog. Rösen der Bronzezeit oder Reste von Fluchtburgen aus der Zeit der Völkerwanderung um 500 n. Chr. bis zu Bockwindmühlen aus dem Mittelalter, dem Wahrzeichen Ölands.

Ein für mich seltsames Welterbe ist die Marinestadt Karlskrona im Süden Schwedens. Die Marinestadt, deren Erbauungspläne von Erik Dahlberd 1683 durch Karl XI. genehmigt wurden und die daraufhin ab 1685 erbaut wurde, ist schnell der Hauptsitz der schwedischen Marine geworden und ist das bis heute. Damit ist die Basis einerseits Welterbe, kann aber nicht besichtigt werden, weil sie andererseits militärisches Sperrgebiet ist. Hafen und Werft als Kern der Anlage kann nur sonntags mit einer Bootstour erkundet werden. Ein Marinemuseum, das sehr umfangreich ausgestattet ist kann jedoch besichtigt werden, die Altstadt hat schöne Barockbauten, einen Admiralitätsglockenturm und eine –kirche gibt es. Auch einige ältere Kasernen werden zivil genutzt und können besichtigt werden.

Der Waldfriedhof, Skogskyrkogarden, liegt im Süden Stockholms und wurde ab 1917 von den Architekten Gunnar  Asplund und Sigurd Lewerenz gestaltet. Er vereint harmonisch Landschaft, Vegetation und Architektur und war deshalb Vorbild für ähnliche Projekte in der ganzen Welt. Das gestaltete Gelände wurde 1920 mit einer ersten Kapelle, der Waldkapelle eingeweiht. 1924 folgte das Verwaltungsgebäude, 1925 die Auferstehungskapelle und in den 1930er Jahren umgab man den Friedhof mit einer Mauer aus gewaltigen Steinen. Der Endpunkt des Ausbaues war das Krematorium 1940, welches mit einer weiteren Kapelle ergänzt wurde.  Die Landschaft  im Umfeld des Komplexes gestaltete man als Hügel, der mit einer ulmenbestandenen Gedenkstätte bekrönt ist. Die Gräber sind durchweg schlicht, mit wenig Blumenschmuck.

Schloss Drottningsholm, der Wohnsitz der schwedischen Königsfamilie, liegt im Osten Stockholms auf der Insel Lovön. Das barocke Schloss von ca. 1680 hatte einen Vorgängerbau, ein königliches Lustschloss, der 1661 abbrannte. Den Neuaufbau übernahm der Architekt Nicodemus Tessin d.Ä. und nach seinem Tod Nicodemus Tessin d.J. Er legte auch den Barockgarten an. Um 1762 ließ Ulrike Luise von Preußen das chinesische Schlösschen in der Gartenanlage des Hauptschlosses vom Architekten  Carl Frederik Adelcranz erbauen. Dieser erbaute auch das barocke Schlosstheater, welches 1762 abgebrannt war. Im Theater ist noch die komplette Bühnentechnik aus dieser Zeit vorhanden und eine Sammlung von 30 Bühnenbildern ist zu sehen.

Auf der Insel Gotland liegt die Hansestadt Visby. Dieser Platz war ab ca. 800 n.Chr. zumindest saisonal besucht. Ab ca. 1100 ist die erste Kirche nachweisbar und seit dieser Zeit siedelten Menschen ganzjährig in Visby. Seit dem 12. Jahrhundert entwickelte sich Visby rasch. Russen kamen aus dem Osten und Dänen aus dem Westen. Den direkten Weg scheute man noch, die Navigation über die Ostsee galt als schwierig. Pelze und Wachs kamen aus dem Osten, Eisen aus Schweden und aus dem Westen Tuche, Wein und Gewürze. Deutsche kamen um 1150, da ist eine erste kleine Gemeinde mit einer eigenen Kirche belegt. Ab dem 13. Jahrhundert gab es eine deutsche Gemeinschaft der Gotlandfahrer. Ein Städtebund Visbys mit Lübeck und später auch Riga/Reval war der nächste Schritt zur Hanse. 1270 baute Visby eine Stadtmauer, die es fast vollständig heute noch gibt und von 1394 bis 1398 waren die Vitalienbrüder in der Stadt und beherrschten von hier aus die Ostsee. Im 15. Jahrhundert ging die Bedeutung der Stadt, die bis dahin mit Lübeck zusammen die bedeutendste Hansestadt war, rapide zurück. Die Seeleute fuhren direkt zu allen Häfen der Ostsee. Eines Treffpunktes in der Mitte brauchte es dann nicht mehr.

Die archäologischen Stätten Birka und Hovgarden liegen östlich von Stockholm auf 2 benachbarten Inseln im Mälarensee. Der zur Blütezeit der Orte eine offene Bucht in der Ostsee war. Ca. 790 wurde Birka gegründet und entwickelte sich schnell zum Handelsplatz. Bernstein, Pelze, Geweihe und Eisen aus den Bergen Schwedens wurde getauscht gegen Seidenwaren, Gewürze, Keramik oder Glasperlen und- becher. Auf der benachbarten Insel, im Ort  Hovgarden residierte der König und garantierte den Handel. Der Runenstein dort markiert noch heute die Hafeneinfahrt.  Grabhügel befinden sich dort und Reste einer Wallburg. Ende des 10. Jahrhunderts wurde aus ungeklärten Gründen Birka verlassen. Sigtuma auf dem Festland war um 970 n.Chr. gegründet worden und übernahm die Rolle Birkas. Dadurch verlor auch der Königshof seine Bedeutung.

 

Das Fahren und Übernachten ist in Schweden wie in ganz Skandinavien sehr entspannend. Freistehen gehört hier zur Kultur und wird nicht nur von Leuten mit Caravans oder Anhängern praktiziert sondern auch mit normalen Autos. Und sind die zu klein, wird schnell ein Zelt aufgebaut, auch an Rastplätzen an der Landstraße. Diese sind mit einem Schild mit einem stilisierten Nadelbaum und Tisch und Bank gekennzeichnet. Sie gibt es in Schweden so alle 50 km und sind mit Toilette, Abfallentsorgung, auch für Chemietoiletten ausgestattet. Auch auf den überall aufgestellten Übersichtskarten sind sie eingezeichnet.

Die Schweden nutzen auch sehr intensiv die bereitgestellten Sitzgruppen. Beinahe alle, die rausfahren, steuern eine solche Sitzgruppe an und nehmen den vorbereiteten Korb oder Beutel mit und breiten sich auf dem Tisch in aller Behaglichkeit aus. Das machen Leute aus Autos aller Preisklassen.

Erfahren musste ich auch, dass die Autobahn von Oslo nach Malmö an Göteborg vorbei offensichtlich fast den Status der „Autoroute de Soleil“ in Frankreich Richtung Spanien  hat. An jedem Rastplatz gibt es Hinweisplakate der Polizei, das Auto nicht unbeobachtet zu lassen, keine Wertsachen usw. Muß wohl ganz schlimm sein. Hab selbst nichts gemerkt, bin aber auch rausgefahren und hab da nicht geschlafen.

Die Eisenhütte Engelsburg wurde bereits um 1680 gegründet, nachdem bis dahin die Bergleute ihr Erz selber verhütteten. Ein Hardenhäuptling Per Larsson Gyllenhöök war der Gründer. Die Hütte verarbeitete das Erz der umliegenden Gruben. Auf Grund der vorhandenen Technik konnte besseres und in der Qualität gleichmäßigeres Eisen erzeugt werden. 1780 wurde ein neuer Hochofen an Stelle des Alten erbaut, welcher 1878 noch einmal umgebaut und auf 12,60 m aufgestockt wurde. Neben dem Hochofen gehörten zur Anlage noch weitere Produktionsgebäude, die Verwaltung, eine Unterkunft für Tagelöhner, ein Herrschaftshaus und auch landwirtschaftliche Gebäude. Die Hütte versorgte sich weitgehend selbst. Eine Scheune ist heute auch das älteste Gebäude. Zu den Produktionsgebäuden gehört die Hammerschmiede. Hier wurde das Schmiedeeisen hergestellt. Das Roheisen wurde gefrischt und zu Stabeisen geschmiedet. Alle Maschinen werden mit Wasserkraft betrieben. 1919 wurde der Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.

Der weltgrößte Kupferproduzent war einmal die Kupfergrube in Falun im 17. Jahrhundert. Seit dem 9. Jahrhundert bis 1992 wurde hier Kupfererz  gefördert, aber auch Gold, Silber und Zink. Aus dem 13. Jahrhundert ist die Förderung  urkundlich belegt. Auf dem Grubengelände sind bergbauliche Anlagen aus verschiedenen Zeiten zu finden. Die meisten gut erhalten, geben sie ein anschauliches Bild von den damaligen Arbeitsweisen. Im 16. Jahrhundert stürzten die unplanmäßig angelegten Schächte ein und es entstand eine Pinge von beträchtlichen Ausmaßen, welche heute das Bild des Geländes dominiert.  Die Schächte sind bis in eine Tiefe von 200 m abgeteuft und erschließen Sohlen auf mehreren Ebenen. Sie befinden sich alle um den Berg Stara Kopparberget fast im Herzen der Stadt.  Aus dem Abraum der Schächte entsteht noch heute die „schwedenrot“ genannte Farbe, die sich zur zweiten Nationalfarbe entwickelt hat. Dazu wird der Abraum, verwittertes, mageres Kupfererz, gemahlen und liefert das Pigment der Farbe.  Durch die Erze bedingt, enthält die Farbe Kupfervitriol, das zur Konservierung des Holzes beiträgt.

Die Bauernhäuser in Hälsningland  stehen seit 2012 in der Welterbeliste, weil sie den traditionellen Holzbau mit einem repräsentativen Baustil verbunden haben. Sie spiegeln damit ihren Reichtum und ihre Unabhängigkeit wider, den Sie mit prachtvoller Gestaltung und mehreren, nur Festlichkeiten vorbehaltenen Räumen zeigten. Dabei wurden handwerkliche Techniken zur höchsten Entfaltung gebracht. Die 7 schönsten und besterhaltendsten Häuser sind für das Welterbe ausgewählt worden. Merkmal sind reichverzierte Festräume, eine mehrstöckige Holzbauweise, auch außen verziert und andere landwirtschaftliche Gebäude, welche sich nach Funktion um den Hof herum gruppieren. Die Häuser sind hauptsächlich im 18. und 19. Jahrhundert entstanden. Wandermaler aus anderen Gegenden malten die Zimmer aus. Entweder direkt auf das Holz oder auf vorgespannte Leinenbahnen. In diese Häuser floss der überschüssige Reichtum der Bauern, den sie über lange Zeit aus dem Anbau von Flachs und der Waldwirtschaft gezogen hatten.

Die Felszeichnungen in Tanum gehen auf die Bronzezeit zurück vor ca. 3000 Jahren. Es sind in der Gegend auf ca. 45 qkm Zeichnungen bekannt, die sich auf ca. 500 Standorte verteilen. Diese liegen jetzt durch die Landhebung Skandinaviens auf einer Seehöhe von ungefähr 25 m, waren aber zur Zeit der Entstehung am Ufersaum des Meeres. Aus den Standorten sind 6 für das Welterbe ausgewählt worden, die größten und schönsten. Die Zeichnungen befinden sich auf einer oder mehreren Felsplatten und haben, je nach Standort etwas unterschiedliche Themen. In Fossum ist es eine Kampf- oder Jagdszene in einer Gruppe dargestellt. Auch in Litsleby sind Menschen mit Waffen dargestellt, hier sind es aber Einzelpersonen. Das Bild in Vitlycke ist das größte Felsenbild und weist viele einzelne Gestalten auf aber auch ein Brautpaar ist zu erkennen und Schiffe.

In Vitlycke gibt es auch ein Museum und ein nachgebautes bronzezeitliches Dorf, welches im Sommer, Juni bis August auch das Leben in Natura nachzeichnet. Im Museum sind Informationen zu erhalten, eine Übersichtskarte gibt es auch.

Eine mehr technische Erbestätte ist die Funkstation Grimeton. Sie wurde in den Jahren 1922 – 1924 auf Beschluss der schwedischen Regierung gebaut um die internationale Kommunikation, insbesondere mit den USA, von durch andere Länder führende Leitungen unabhängig zu machen. Dazu wurde ein Längstwellensender gebaut, der vor allem mit dem Sender auf Long Island bei New York kommunizierte. Die Anlage besteht aus dem Sendegebäude und auf einem ca. 110 ha großen Gelände aus sechs 127 m hohen Sendemasten. An diesen sind wiederum sechs  2200m lange Antennendrähte gespannt. Kern im Inneren des Sendegebäudes ist  ein 200kW Alexanderson Aktionator welcher die Trägerfrequenz von exakt 17,2 kHz erzeugt auf die dann das Signal aufmoduliert wird. Der Sender ist heute noch das einzige Exemplar von ursprünglich 9 Stationen, verteilt auf Polen, Hawaii, Wales und der USA, welches nicht nur noch existiert sondern auch voll funktionsfähig ist. Verantwortlich dafür ist das schwedische Militär, welche den Sender bis in die 70er Jahre zur Kommunikation mit U- Booten nutzten, da Langwellen im Wasser eine gewisse Tiefe erreichen können. Die anderen Stationen gingen schon im Laufe der 30er Jahre außer Betrieb, da Kurzwellensender die Funktionen übernahmen.

Was gibt s noch über Schweden zu sagen:

In Nordschweden ist mit aufgefallen, das beinahe alle Pkw mit einem Geweih ausgestattet sind auf dem drei mächtige Scheinwerfer prangen. Einmal hab ich so ein Ungetüm als Lichthupe aufblenden sehen, da ist man für den Moment blind hinterher. Ich denke, das ist eher für den Winter gedacht. Aber keine Ahnung.

Weiterhin  fahren die LKW dort meistenteils mit einem großen Aufprallschutz an der Front. Das soll wohl größere Schäden an den LKW bei Wildunfällen verhindern.

Und den für mich gravierendsten Unterschied zu Deutschland hab ich auf den Straßen überall im Land erlebt. Ohne Altersunterschied wird Technik, wie Autos oder Smartphones, völlig selbstverständlich benutzt. Siebzigjährige laufen da mit Smartphones auf der Straße rum wie hierzulande größtenteils Jugendliche und die großen Trucks oder Busse fahren junge Frauen genauso wie ihre männlichen Kollegen. Ob der großen Anzahl dieser Fahrerinnen bin ich schon ins Staunen gekommen.

13.September 2016

Schweden

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