Schloss Njaswisch

Das Ensemble wurde 2005 in die Welterbeliste eingetragen und besteht aus dem Schlosskomplex, der Fronleichnamskirche, eingebettet in eine Parklandschaft. In etwa der gleichen Zeit im 16. Jahrhundert wie Schloss Mir geht Njaswisch in den Besitz der Familie Radziwill über. Njaswisch wurde bereits im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt und erhielt 1586 Magdeburger Stadtrecht. Nach Inbesitznahme durch die Familie holte diese italienische Baumeister zur Gestaltung der Stadt und zum Bau des Schlosses ins Land. Das barocke Rathaus entstand u.a., das älteste Erhaltene in Weißrussland. Das Schlossensemble wurde ab 1583 errichtet. Es wird von einem hohen Erdwall umschlossen und dieser von einem Wassergraben. Die Verbindung zur Stadt wird von einem Erdwall über einen See hergestellt. In Schloss selbst wurde ständig, bis ins 19. Jahrhundert hinein, gebaut oder umgestaltet. Man findet daher Elemente vieler Stilepochen vom Mittelalter bis zum Klassizismus. Die Familie besaß dem Komplex bis 1939, bis dahin gehörte die Gegend zum polnischen Nowogrodek, dann wurde es von der Sowjetunion besetzt. In der Stadt befindet sich die Fronleichnamskirche, das erste Barockgebäude des damaligen Litauen. Sie war lange Kirche eines Jesuitenkonventes und ist die Grabkirche der Radziwill. Die Särge befinden sich alle in der Unterkirche und können besichtigt werden. Neben der Kirche befindet sich eine Touristinfo mit Infomaterial, teilweise auch in Deutsch.

7. Juni 2916

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen