Kupfergrube Falun

Die Kupfergrube wurde 2001 in die Welterbeliste eingetragen. Die Grube, als der größte Kupferproduzent der Welt im 17. Jahrhundert, hat die Bergbautechnologien über hunderte Jahre maßgeblich beeinflusst. Vom 9. bis in die letzten Jahre des 20. Jahrhunderts wurde hier Kupfererz gefördert. Seit dem 13. Jahrhundert ist diese Förderung auch urkundlich belegt. Im 17. Jahrhundert war die Blütezeit des Bergwerkes, 2/3 der Weltkupferproduktion kamen damals von hier. Aber auch Silber und Gold wurden gewonnen. Im 20. Jahrhundert lag der Schwerpunkt auf Schwefel, Zinn und Blei neben weiterhin geringen Mengen der anderen Metalle. Insgesamt brachte die Grube im Laufe der Jahrhunderte seit ungefähr 1550 400.000 Tonnen Kupfer, 500.000 Tonnen Zink und ca. 380 Tonnen Silber sowie ca. 5 Tonnen Gold aus. Nebenprodukt der Grube war das „Schwedenrot“, dessen Pigment aus Abraum der Kupfergrube (verwittertes, mageres Kupfererz) gewonnen wird. Es hat sich im Laufe der Jahrhunderte zur zweiten Nationalfarbe Schwedens entwickelt. Die Förderung konzentrierte sich um den Berg Stora Kopparberget. Hier findet sich eine Binge, die beim Einsturz der unplanmäßig angelegten Schächte entstand. Auf dem Gelände der Grube finden sich Anlagen aus verschiedenen Perioden. Die historischen sind gut erhalten und geben zusammen mit Bildern einen guten Eindruck vom Zusammenwirken damals. Abgeteuft sind Schächte bis auf über 200 m Tiefe, die in mehreren Sohlen das Erz erschlossen. Ausgeschildert ist die Anlage gut, es gibt ein Visitorcenter, welches aber wenig Infomaterial bereithält.

3. September 2016

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