Kloster von Ferapontowo

Das Kloster wurde 2000 in die Welterbeliste eingetragen. Es ist die unverfälschteste und vollständigste Klosteranlage aus der Zeit zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert, der Zeit also in der sich das Russische Reich konsolidierte und kulturell und geistig einen eigenen Weg einschlug. Die Wandmalereien in der Kathedrale Mariä Geburt von Dionisij entstanden zwischen 1502 und 1504 und sind der Höhepunkt der russischen Wandmalerei des 15. und 16. Jahrhunderts.

Das heilige Ferapont gründete das Kloster im Jahre 1398. Ein in der Nähe befindliches Klosterwurde von seinem Gefährten, dem heiligen Kirill gegründet. Dessen Schüler, der heilige Miriam vergrößerte nach Ferapont Macht und Einfluss des Klosters. Später wurde es von der Familie Iwan des III. immer wieder bevorzugt und es flossen viele Spenden ins Kloster. Anfang des 16. Jahrhunderts pilgerte auch Iwan der Schreckliche hierher und verlieh dem Kloster Privilegien. Vor seiner Schließung verfügte es über 60 Dörfer in der Umgebung. Die Kathedrale Mariä Geburt war 490 der erste steinerne Bau. Weitere Bauten folgten im 16. Jahrhundert, so das Refektorium und die Kathedrale Mariä Verkündung. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde es von den Polen verwüstet. Daraufhin entstanden weitere Kirchen und ein Glockenturm mit dem ältesten Uhrwerk Russlands. 1798 wurde das Kloster schließlich geschlossen. 1904 wurde ein Nonnenkloster eingerichtet, welches nur bis 1924 bestand. Seit 1975 ist es Museum. Leider ist es in einem sehr vernachlässigten Zustand und Infomaterial gibt es keines.

6. Juli 2016

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