Kathedrale von Tournai

Die Kathedrale von Tournai ist ein Beispiel für den architektonischen Austausch Anfang des 12. Jahrhunderts in Europa, insbesondere mit der Ile de France, dem Rheinland und der Normandie, der letztlich die Gotik hervorgebracht hat. Sie ist damit ein Vorgängerbau der großen französischen Kathedralen und wurde 2000 in die Welterbeliste eingetragen.

Baubeginn der Kathedrale war 1110 als Ersatz für einen im 9. Jahrhundert abgebrannten Vorgängerbau. Ausgrabungen brachten jedoch noch ältere, gallorömische Reste eines Tempels zu Tage. Bis 1191 entstanden im romanischen Stil das Mittelschiff, die Querschiffe, die fünf Türme und der Chor. Dieser wurde später wieder abgerissen und von 1242 bis 1255 im gotischen Stil neu gebaut. Pläne für eine komplette Neuerrichtung im gotischen Stil wurden nicht weiter verfolgt. Während das Mittelschiff in romanischen Stil errichtet wurde finden sich bei den Querschiffen und den Türmen erste Einflüsse der Gotik, offensichtlich von der Ile de France herrührend. Im Querschiff finden sich auch Malereien aus dem 12. Jahrhundert. Ebenso ist die Sakristei mit 2 vergoldeten Reliquienschreinen, Kunstwerken, Manuskripten und liturgischen Gegenständen reich ausgestattet. Das Messgewand von Thomas Becket, Bischof von Canterbury, aus dem 12. Jahrhundert ist auch zu sehen. Tournai war unter dem König Chlodwig im 5. Jahrhundert erste Hauptstadt des entstehenden Frankenreiches, ehe diese nach Paris verlegt wurde.

Die Touristinfo hat viel Infomaterialauch in Deutsch und gibt Auskünfte in Englisch.

11. August 2017

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