Felszeichnungen des Vezere Tals

Die Felszeichnungen in der Höhle von Lascaux und anderen sind von herausragender Bedeutung für die Geschichte der prähistorischen Kunst und deswegen ist der Komplex der Höhlen im Vezere Tal 1979 in die Welterbeliste eingetragen worden.
Von den insgesamt 147 prähistorischen Stätten im Vezere Tal sind 25 Bestandteile der Welterbestätte, aus denen die Zeichnungen der Höhle von Lascaux zweifellos herausragen. Sie wurde 1940 von 4 jungen Leuten entdeckt. Noch im selben Jahr lieferte Henri Breuil eine erste wissenschaftliche Beschreibung. 1948 wurde die Höhle für Besucher zugänglich gemacht, jedoch sind im Laufe der Zeit die Bilder durch den Wassereintrag über die Atemluft der Besucher stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1963 schloss man die Höhle deshalb für den Besucherverkehr wieder. Seitdem klimatisiert und überwacht man die Höhle ständig. Von 1952 an bis zur Schließung der Höhle fertigte Andre Glory Kopien von ca. 1450 Figuren. Seit 1983 gibt es eine Nachbildung von Teilen der Höhle, die den Saal der Stiere und den axialen Seitengang der Öffentlichkeit nahebringt. Leider ist dort das Fotografieren verboten. 2016 eröffnete man ein neues Besucherzentrum, welches die ganze Höhle nachbildet und in der weiteren Ausstellung Artefakte zeigt sowie einzelne Abbildungen detaillierter erläutert. Hier ist auch das Fotografieren gestattet.
Geschützt sind in den Höhlen zum einen Felszeichnungen in den Farben Schwarz, Gelb, Orange oder Rot zum anderen Ritzzeichnungen. Es sind ausschließlich Tiere dargestellt und keine Menschen. . Pferde, Auerochsen, Hirsche aber auch Rinder, Wisente oder Raubkatzen sind zu sehen. Zahlreiche Artefakte wie Speerspitzen, Reste von Malsachen oder Lampen wurden hier gefunden. Die einen Wissenschaftler ordnen die Felszeichnungen in die Zeit zwischen 17.000 bis 15.000 v.Chr ein, andere wieder eher in die Zeit zwischen 36.000 und 19.000 V.Chr. Da sind die Forschungen offensichtlich noch nicht abgeschlossen.
Das neue Besucherzentrum (Lascaux IV) besitzt einen kostenlosen Parkplatz und ist leicht zu finden. Die andere Ausstellung (Lascaux II) liegt nicht weit vom Besucherzentrum (man muss nur 900 m einfach geradeaus weiterfahren) und reicht eigentlich für einen Überblick. Die Eintrittspreise sind in beiden Einrichtungen für mein Gefühl sehr hoch (VI  16,-€ und II 13,- €)

25. Juni 2017

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