Bursa und Cumalikizik, die Geburt des Osmanischen Reiches

In Bursa liegen die Anfänge des Osmanischen Reiches, welches im frühen 14. Jahrhundert der Sultan Orhan Ghazi hier begründete. Die Stadt wurde geprägt durch sogenannte öffentliche Kulliyes, die zunächst den Siedlungskern bildeten und später durch die Ansiedlung weiterer Bewohner zur Stadt wurden. 2014 wurde deshalb Bursa gemeinsam mit Cumalikizik in die Welterbeliste aufgenommen.

Die Sultane Orhan Ghazi, Murad I., Yildirim Bayezid, Celebi Mehmed und Murad II.  waren es, die im 14.Jahrhundert je eine Moschee stifteten, um die sich ein öffentliches Kulliye (Gemeindezentrum) entwickelte. Neben der Moschee bestand es aus einer Medrese (Schule), einem Hamam (öffentliches Bad), ein Inaret (öffentliche Küche) zur Armenspeisung und einem Friedhof. Immer mehr Menschen siedelten sich um die Kulliyes an und eine Ortschaft entstand. Hier in Bursa bilden die 5 Kulliyes der ehemaligen Sultane den Kern der Altstadt.
Finanziert wurde das mit sogenannten Waqf Stiftungen, die an Gott (also Allah) gerichtet und somit für die Ewigkeit gedacht waren. Viele dieser Stiftungen gibt es noch heute und sichern die Finanzierung dieser Kulliyes.

Cumalikizik war ein sogenanntes Waqf Dorf, dazu bestimmt, die Einkünfte des Kulliye Orhan Ghazi zu sichern. Es ist hier eines der am besten erhaltenen Dörfer aus diesem System.

Der Gründer des Osmanischen Reiches, Orhan Ghazi, liegt in einem Mausoleum  in seiner ehemaligen Hauptstadt Bursa und wird immer noch mit militärischen Ehren bewacht.

08.Juni 2024

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