Bergbaulandschaft Abertamy – Bozi Dar – Horni Blatna

Die Bergbaulandschaft entstand im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts. Jachymov war gerade gegründet, als ab 1529 reiche Silber-, Zinn-, und Eisenerzvorkommen auf dem Dach des Erzgebirges gefunden wurden. In kurzer Zeit entstanden die Bergstädte Abertamy, Bozi Dar und Horni Blatna. Die letzten Beiden waren sächsische Gründungen auf grüner Wiese, die 1546 an Böhmen gingen. Bis ins 19. Jahrhundert wurde Erz abgebaut ehe der Bergbau weitestgehend erlosch.

Bei Bozi Dar entstand dabei eines der größten Zinnseifengebiete Europas Der längste Kunstgraben Böhmens verbindet Bozi Dar mit Horni Blatna und versorgte unzählige Gruben und Aufbereitungsbetriebe mit Aufschlagswasser. Die Fundgrube Mauritius in Hrebecna wiederum war mit ca. 220 m die Größte und Tiefste in ganz Böhmen.     

In Bozi Dar entstand im Laufe der Zeit eines der größten Zinnseifengebiete Europas. Zinnerz wurde hier aus Sand ausgewaschen. Der dabei entstehende Abraum wurde zu sog. Raithalden aufgetürmt. Hügel die ca. 2m hoch und bis zu 10m lang sind. Da das Material sehr nährstoffarm ist, entstand eine typische Pflanzengesellschaft aus Heidekraut, Moosbeeren und andere.

In der Bergbaulandschaft Zlatny Kopec wurde ab dem 16. Jahrhundert nach Zinn, Eisen und Kupfer gegraben. Der Johannesstollen ist noch erhalten und kann von Zeit zu Zeit besichtigt werden.

Größtes Objekt in der Bergbaulandschaft Hrebecna ist die Fundgrube Mauritius. Deren Stollen Christoph kann besichtigt werden. Die, beim Abbau von Zinn eingesetzten Abbauverfahren vom 16. bis zum 19. Jahrhundert können hier besichtigt werden.

Zur Bergbaulandschaft Horni Blatna zählt zunächst die Wolfs- und die Eispinge auf dem Plattenberg. Es sind eingestürzte Stollen der Bergbauzeit. In der Eispinge hält sich auf Grund der Tiefe Schnee oder Eis das ganze Jahr. Die Stadt selbst ist entsprechend dem Ideal der Renaissance im rechten Winkel angelegt. Wichtigste Bauwerke sind die St. Laurentiuskirche und das Bürgerhaus Breitenbach. In Horni Blatna endet auch der Kunstgraben von Bozi Dar kommend.  

5.07.2022

 

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen