Ausgrabungsstätte Bolgar

Sie wurde 2014 in die Welterbeliste eingetragen. Bolgar ist eine Gründung der Wolgabulgaren aus dem 8. Jahrhundert. Anfangs kleiner als die heutigen Ausmaße angelegt, beherbergte die Stadt 922, zur Zeit einer Reise arabischer Gesandter, bereits ca. 10.000 Einwohner. Im Gegensatz zur halbnomadischen Lebensweise der Bewohner des Umlandes waren die Stadtbewohner sesshaft. Sie betrieben Handel, waren Handwerker. in diesem Jahr 922 nahmen die Wolgabulgaren offiziell den Islam als Staatsreligion an. Dies hat einen hohen Stellenwert auch heute noch in der Bevölkerung. Durch den Handel war das Reich eng mit Mittelasien verbunden. Die Rus kamen ebenso regelmäßig zum Handeln. Daneben erfolgte auch ein Kulturaustausch, der Einfluss auf Architektur, Stadtplanung und anderes nahm. Im 13. Jahrhundert wurde das Reich von den Mongolen erobert und Bolgar wurde deren erste Hauptstadt, ehe sie mit dem Entstehen des Khanats nach Kasan verlegt wurde. Bolgar entwickelte sich in der Folge zum religiösen Zentrum des Islam. Als 1552 das Kanat von Iwan dem Schrecklichen annektiert wurde, siedelte man in Bolgar russische Bauern an, die Steine der alten Stadt für ihre Häuser verwendeten. Das alte Bolgar versank. Um 1700 wurde es in Spassk umbenannt. In der kommunistischen Ära hieß es Kuibischew und 1991 bekam es den Namen Bolgar zurück. Das Areal der alten Stadt ist gut erschlossen, die wenigen erhaltenen Reste sind gut erklärt. Eintritt ist frei, nur die Museen verlangen welchen. Ein Besucherzentrum gibt es, aber außer einem Übersichtsplan zur Orientierung ist kein Infomaterial zu erhalten.

2. Juli 2016

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