Archäologische Stätte Birka und Hovgarden

1993 wurden die beiden Stätten in das Welterbe aufgenommen. Sie zeigen die weitreichenden Handelsverbindungen, welche die Wikinger in ihrer Zeit in Europa und darüber hinaus aufgebaut und unterhalten hatten. Das war ein bedeutender Beitrag zur Entwicklung Skandinaviens. Weiterhin zeigt Birka den Anfang der Christianisierung Skandinaviens durch das Wirken des Mönches Ansgar um 830 und noch einmal 852. Die Orte liegen auf benachbarten Inseln im Mälarensee, der zur Blütezeit der Orte eine offene Bucht der Ostsee war. Birka wurde etwa 790 n.Chr. gegründet, wie einige weitere Handelsplätze in dieser Zeit. Gehandelt wurde im Tauschgeschäft. Die Händler aus Birka boten hauptsächlich Bernstein, Pelze, Geweihe oder gutes Eisen aus Bergslagen in Schweden. Silber wurde verarbeitet indem man Münzen einschmolz. Aus anderen Gegenden, bis aus arabischen Ländern, kamen Seidenwaren, Gewürze, Keramik sowie Glasbecher und –perlen. Garant für den Handel war der König, dessen Wohnsitz auf der benachbarten Insel in Hovgarden war. Der Runenstein dort markiert noch heute die Hafeneinfahrt. Um die Königshalle herum liegen die Grabhügel der Könige und eine Wallburg diente dem Schutz des Königs. Ende des 10. Jahrhunderts haben die Menschen aus ungeklärten Gründen Birka verlassen. Gleichzeitig wurde auf dem Festland 970 Sigtuma, eine neue Stadt angelegt, die die Rolle Birkas übernahm. Sigtuma war von Anfang an eine christliche Stadt, während das Ansgar in Birka nie gelang.

31. August 2016

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