nach Gwangju kam erstmal nicht viel und so bin ich bis Daegu gefahren. Das war ein ganz schöner Ritt, zumal zwei Teilstätten unterwegs zu besuchen waren:
einmal eine erste Stätte von den Gaya Tumuli. Vom 1. bis zum 6. Jahrhundert existierte der Gaya Bund im Süden Koreas. Kleine unabhängige Königreiche, eingeklemmt zwischen dem Baekje Königreich im Südwesten und dem Silla Königreich im Südosten. Der Bund hatte umfangreiche Handelsbeziehungen in Ostasien und strahlte dadurch auch politisch und kulturell weit über seine Region hinaus. Übrig blieben die Tumulistätten, also Gräberfelder, mit Grabhügeln besetzt, die für alle 7 Königreiche eine kulturelle Identität darstellen.
Zum zweiten wieder eine konfuzianische Akademie. Ein Uralter Baum stand davor, die Gebäude in sehr ursprünglichen Zustand und auch hier im Hintergrund Natur, ein Berg ragte auf.
Höhepunkt nicht nur für den Tag, sondern auch für meine Reise:
Der Haeinsa Tempel mit dem dazugehörigen Buddhistischen Kloster mitten in den Bergen. In diesem Kloster wird seit 1238 die sog. Tripitaka Koreana aufbewahrt. Es sind 81258 Holzplatten, in die alle, damals bekannten buddhistischen Schriften eingraviert sind. Der Aufbewahrungsort hat einen eigenen Namen: Janggyeong Panjeon. Die Aufbewahrung erfolgt bis heute ohne Verluste, weil der Ort optimale Bedingungen für die Lagerung bietet. Entsprechend hoch ist das Kloster frequentiert und die Hitze hat die wenigsten Besucher abgehalten.
Die Parkplätze sind am Museum ca. einen Kilometer weg vom Kloster. Der Weg war aber schon die erste inspirierende Erfahrung für mich. In Abständen hängen in den Bäumen Lautsprecher und mit Flötenmusik unterlegt rezitiert offensichtlich ein Priester Gebetstexte. Das wirkt im Wald dermaßen eindringlich und überirdisch, dieser Wirkung konnte ich mich nicht entziehen und ich bin ganz gebannt zu dem Tempel gelaufen.
In Daegu, eine Großstadt mit unzähligen Hochhäusern hab ich erstmal Pause gemacht. Einkaufen musste ich mal wieder, dabei hab ich zum ersten mal auf dieser Reise einen Gemüsemarkt gesehen und eine für mich neue Frucht, eine Art kleine Melone kennengelernt. War aber nicht so meins. An anderer Stelle bin ich in einen überdachten Markt geraten mit unzähligen Ständen. Der hätte überall auf der Welt sein können. Solche Märkte kenne ich von Kairo, Benghazi in Afrika aber auch von Queretaro in Mexiko oder Leon in Nicaragua.
In dieser Stadt hab ich auch zum ersten Mal gesehen, wie hier Hochhäuser gebaut werden. Auf engstem Raum wird die Baustelle eingerichtet und dann wächst das Haus in den Himmel. 35 Stockwerke hab ich mal gezählt. Ob das alles vermietet ist?
Auf einer zweiten Runde von Daegu aus hab ich auch noch zwei Gaya Tumuli Stätten und eine konfuzianische Akademie besucht. Mit dem zwei Gaya Stätten heute, auf dem Weg nach Changwon kann ich diese Welterbestätte wohl bald abschließen.
Und mit einem Bild vom Fischereihafen hier im Südchinesischen Meer verabschiede ich mich erstmal wieder……….








