der Farmer in Piet Rief gehörte einer deutschsprachigen Glaubensgemeinschaft an und konnte sich gut mit uns verständigen. Er bewirtschaftete die Farm in dritter Generation. Futtermais und Sojabohnen werden für die Viehzucht angebaut. Insgesamt bewirtschaftet er ca. 15.000 ha.
Hier in Südafrika wird das Farmgelände komplett eingezäunt. Ein immenser Aufwand der der Kennzeichnung des Besitzes dient, Flucht von Herdentieren möglichst verhindert und ggf. das Eindringen von Wildtieren erschwert.
Befremdlich auf mich wirkte, das es hier üblich ist, Farmarbeitern auf der Farm Unterkünfte zur Verfügung zu stellen, ohne das diese anderswo ein Heim besitzen. In größeren Siedlungen gibt es sogar für die Kinder eigene Schulen, die mehrere Farmer der Umgebung gemeinsam betreiben. Die Apartheid ist zwar offiziell abgeschafft, aber Freiheit, finden ich, sieht schon noch ein bisschen anders aus, da die Menschen ja keine oder kaum andere Perspektiven haben. Diese Zweiteilung der Gesellschaft findet man auch noch in vielen anderen Bereichen. In Supermärkten z.B. sind am Ausgang immer Security zu finden. Bei diesen muss ein schwarzer Mitbürger oft seinen Einkauf an Hand des Kassenbons checken lassen. Bei weißen Mitbürgern habe ich das nie gesehen.
Die Farmer betreiben noch ein Gasthaus in dem ihre Gäste liebevoll umsorgt und exzellent verpflegt werden.
Andern Tags fuhren wir weiter in den Drakensberge Nationalpark nahe der Grenze zu Lesotho. Dieser Nationalpark ist von der UNESCO als gemischte Welterbestätte gelistet.
Hier hat etwa 4000 Jahre die San Kultur gesiedelt und ca. 35.000 Felseichungen hinterlassen.
Die Drakensberge sind andererseits eine wichtige Wasserscheide im südlichen Afrika. Die Ostseite entwässert in den Indischen Ozean, die Westseite in den Atlantik.
Ca. 250 endemische Pflanzenarten gibt es im gesamten Gebirgsmassiv und viele seltene Arten Südafrikas haben hier ihr Hauptverbreitungsgebiet.
Nahe der Drakensberge übernachteten wir in einer Lodge einer gemeinnützigen Organisation. Das riesige Areal mit Festhalle, Kirche, Schwimmbad, Campingplatz, weit über Hundert Ferienhäuschen, Shop und Gaststätte ist eingezäunt wie ein Hochsicherheitsgefängnis. Ich weis nicht, ob es eher Einbrecher oder wilde Tiere abhalten soll.
In der Gegend hier sprechen viele Menschen Afrikaans und so sind alle Schilder auch in dieser Sprache, die man mit einiger Fantasie einigermaßen verstehen kann.
Zuvor jedoch besuchten wir Felszeichnungen der San in einem Felsmassiv. Diese waren zwar gut erhalten, gehörten aber sicher nicht zu den Spektakulärsten.
Am Tag danach stand eine große Wanderung zur Tugela Schlucht auf dem Programm. Das Wetter meinte es gut und so war es eine wundervoller Gang durch eine der schönsten Gegenden der Drakensberge.
Heute nun ist der Regengott immer mal mit uns und eine Wanderung im Golden Gate Hochland musste leider deshalb ausfallen. Wenigstens ein paar schöne Fotos, wenn auch regen- oder wolkenverhangen sind gelungen, da die Sandsteinformationen schöne Motive abgaben. Der gelbe Sandstein hat auch dem Hochland das „golden“ eingebracht.
Heute fahren wir nun noch bis kurz vor den Johannesburger Flughafen in ein Hotel, um dann morgen früh nach Kapstadt aufzubrechen……….







