Schleswig Holstein…..

an Hamburg vorbei bin ich erstmal nach Kiel gefahren. Ich war da 1994 schon mal. Aus dem Bahnhof raus und direkt gegenüber auf die Fähre nach Stockholm und nach drei Wochen auf der Rückreise genauso.
Mein Streifzug durch die Stadt war für mich eher ernüchternd. Ältere Neubauten werden durch neuere Neubauten ersetzt und der Hafen wird durch Kreuzfahrer und Fähren dominiert. Das Flair alter Hansestädte hab ich nicht gefunden. Dafür ist mir in einem Kaffee ein Camperpärchen über den Weg gelaufen, mit dem ich mich nett unterhalten konnte.

Ein Treffen mit Jens aus Flensburg konnte krankheitsbedingt nicht stattfinden, was ich sehr bedauert habe. Mir blieb dann nur, durch Flensburg alleine zu streifen.

Das Dampfrundrum, am Wochenende vom 10. bis 12. Juli diesen Jahres, dem alles gewidmet ist, was mit Dampf betrieben werden kann, gibt es noch. Dampfschiffe, kleine dampfbetriebene Boote und auch land- oder schienengestützte Fahrzeuge kann man erleben.
Darüber hinaus hat die Stadt aber eine schlechte Entwicklung genommen. Die Kaimauer des historischen Hafens ist vor Jahren durch eine Sturmflut buchstäblich weggerissen worden und bis heute nicht aufgebaut. Viele historische Schiffe haben sich deshalb einen anderen Liegeplatz gesucht – schade.
Am ersten Mai, ein Sonnentag mit fast 25 Grad, war der Stadtstrand fast vollständig von arabischen oder arabisch anmutenden Großfamilien belegt, die dort nicht nur ein Picknick abhielten, sondern mit Grill und Getränkegroßbehältnis anrückten. Das so was in dieser Größenordnung geduldet wird…..

Zu meinem weiteren Pech kam, dass die Hamburger Reisefreunde krankheitsbedingt auch noch absagten.
Und so bin ich gestern von Flensburg wieder Richtung Süden gefahren.
Die Stadt Schleswig lag da am Weg.

Das ist ein pittoreskes Städchen, Bischofssitz, mit dem Dom St. Petri, dessen Anfänge im 12. Jahrhundert liegen und Holm, einem niedlichen Fischerdorf am alten Hafen. Die Altstadt ist, bis auf wenige neuere Bauten, gut erhalten aber auch hier gibt es nur noch ganz vereinzelt deutsche Händler oder Gastronomen.

Von Schleswig ging es ganz spontan nach Büsum, um eine Schiffsfahrt nach Helgoland zu machen.

Pünktlich 9:30 Uhr legte der Dampfer ab, um uns 12.00 Uhr in Helgoland abzuliefern. Bedeckt, bis auf wenige Minuten Ausnahme, war es den ganzen Tag, aber wenigstens kein Regen. Bisschen durch die Siedlung laufen und auf einem schönen Weg die Insel umrunden und die sog. Lummenfelsen, allen voran die „Lange Anna“, das Wahrzeichen der Insel, besuchen, dazu hat die Zeit gerade gereicht. 16:00 Uhr war Abfahrt, wieder nach Büsum.
Die Insel ist zollfreies Gebiet und so kann man hier Zigaretten, Schnaps, Schokolade und andere Dinge billig kaufen. Läden dafür gibt es mehr als genug. Der Preis relativiert sich über die Packungsgröße aber wieder. Handballgroße Lolliebälle zum Beispiel oder Schnaps in Literflaschen und so geht das munter weiter.
Was mir aufgefallen ist, stellenweise war eine geradezu unheimliche Ruhe auf der Insel. Es gibt hier keine Bäume und deshalb außer Seevögeln keine anderen Vögel. Landvögel können ohne Bäume oder Sträucher offensichtlich nicht existieren.

18:30 Uhr hat uns der Dampfer pünktlich inmitten eines fürchterlichen Regengusses wieder in Büsum abgeliefert………

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