Richtung Süden………….

übernachtet habe ich später auf dem Tossebergsklätten, einem Berg der seine ganze Umgebung überragt und von dem man eine phantastische Aussicht hat. Viel Wald war in der Gegend und auf einer Wanderung hab ich das erste Mal die Überreste eines Ren´s gesehen.

Die Kirche in Sunna dann war die Dritte , welche an diesem Standort errichtet wurde. Geblieben aus der Ersten ist nur der Taufstein von 1233. Die Stadt liegt am See Mellan Fryken und war Heimat der Autorin Selma Lagerlöfs, die hier sehr bekannt ist, mir aber gar nichts sagt.

Auf dem Weg nach Örebro hab ich in Karlstad übernachtet. Die Stadt hatte ich schon 2021 besucht und der damalige Übernachtungsplatz hat sich wieder als brauchbar herausgestellt.

Ursprung der Stadt Örebro war eine Burg auf einer Insel, die spätere Könige zu einem Schloss umbauen ließen. Heute findet sich ein Cafe und ein Regionalmuseum dort.
Wahrzeichen ist jedoch ein Wasserturm aus den frühen fünfziger Jahren. 70 m hoch und mit einem Cafe und einer Aussichtsplattform versehen von der man einen guten Überblick über die Stadt gewinnt.

Wieder geschichtlich etwas für mich war die Stadt Karlsborg. Anfang des 19. Jahrhunderts sollte eine „Reservehauptstadt“ für Schweden errichtet werden um im Krisenfall das Königshaus, den Reichstag und die Regierung an einem befestigten Ort zu sichern. Eine Halbinsel bei Karlsborg wurde dafür auserkoren und 1818 mit dem Bau begonnen, der sich aber bis 1913 hinzog. Kasernen und andere militärische Einrichtungen wurden gebaut, natürlich eine Befestigung und die Kirche wurde auch als Versammlungsort des Reichstages hergerichtet. Die Festungsanlage konnte bis zu 20.000 Personen aufnehmen, die Größe einer Kleinstadt also. Heute ist vieles Museum, aber auch viele Leute wohnen da und einiges wird noch militärisch genutzt. Die Anlage ist sehr weitläufig und man kann sich lange darin aufhalten.

Von dort weitergefahren, kommt man zum Nationalpark Tivedens. Eine gute Gelegenheit um zu übernachten und am nächsten Tag eine Wanderung zu unternehmen. Das Gebiet wurde in der Eiszeit von Eismassen überrollt und zurück blieben Findlinge auch in der Größe eines „Junker Jägares Sten“. Ein Stein gewaltigen Ausmaßes, der auch noch praktisch hochkant in der Landschaft steht. Ein imposantes Bild………

Der nächste Tag sollten mich zum weltweit einzigen Streichholzmuseum führen, gelegen in Jönköping.

Zuvor jedoch überredete mich Google zum Besuch der Kirche in Habo. Diese Kirche wurde seit dem 13. Jahrhundert mehrfach erweitert und entspricht vom Typ her einer Basilika, nur aus Holz. Viele Stücke der Ausstattung wurden im 18. Jahrhundert angeschafft und auch eine Ausmalung des gesamten Kirchenraumes in dieser Zeit ausgeführt. Ungewöhnlich ist die Platzierung einer Uhr über dem Altarbild, auch aus dieser Zeit, die nur einen Stundenzeiger besitzt. Und die Glocken hängen nicht im Turm der Kirche, sondern in einem eigenen Turm neben der Kirche.

Im Streichholzmuseum wurde mir die aufwendige Herstellung der Streichhölzer vor Augen geführt. Da ist nicht „bloß“ ein Eintauchen des Holzstiftchens in eine Salpeterpaste. Damit diese hielt, musste der Stift erst gewachst werden und dann kam der Salpeter. Damit einher ging eine Erwärmung und dann wieder Abkühlung des Stiftchens in einem genauem Zeitabstand, damit das Wachs auch in das Holz eindringen kann ehe es erstarrt.
Hätte ich nicht gedacht, diese aufwändige Produktion eines so scheinbar simplen Gegenstandes.
Mitte des 19. Jahrhunderts nahm die Entwicklung und automatisierte Produktion hier in Jönköping seinen Anfang. Heute ist die Produktion allerdings woanders hin gezogen.

Ja, und dann war da noch Växjö, immer weiter in südliche Richtung. Aus der Gegend dieses Städtchens stammt der große Botaniker Carl von Linne, der die Systematik im Pflanzen- und Tierreich mit seinen lateinischen Namen einführte. Deshalb hat die Stadt eine Linneuniversität und auch einen Linnepark.
Sie ist außerdem Bischofssitz und besitzt deshalb eine Kathedrale mit für mich ungewöhnlich schlanken Türmen.

Nun bin ich schon in bald in Osby in Südschweden, der Stadt des BRIO Spielzeugs, das mir nun gar kein Begriff ist, aber im Westen wohl schon viele Jahre die Kinderherzen höher schlagen lies………..

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