Kyushu, die Südinsel……..

Ganz im Süden wollte ich anfangen und so bin ich, mit einer Übernachtung, bis zur Burg Nara gefahren. Sie war die letzte Bastion aufständischer Bauern Mitte des 17. Jahrhunderts. Der Aufstand begann wegen der hohen Abgaben, wandelte sich aber schnell zu einer christlichen Rebellion. Samurai Heere schlugen hier die Aufständischen und Masuda Tokisada der Führer der Aufständischen ist auch hier begraben.

An der Burg hatte ich dann meinen südlichsten Punkt der diesjährigen Reise bei 32.6289 Nord und 130.2530 Ost.

In Oura hat es eine Kathedrale, die Einzige in Japan, in Shitsun Village ein Nonnenkloster und in Ono eine katholische Kirche, alle samt Bestandteile der Welterbestätte „Versteckte christliche Stätten“. Es gibt noch einige andere Orte, die dazugehören. Diese befinden sich aber zum Teil auf Inseln oder sind so abgelegen, dass der Aufwand nicht lohnte.

In Nagasaki befindet sich auch noch eine Schiffswerft von Mitsubishi, graue Marineschiffe waren zu erkennen. Das machte es das Fotografieren etwas schwer, die nicht auf das Foto zu bekommen
Eine riesige Krananlage über dem Trockendock ist Bestandteil der Meiji Industrierevolution Stätte.

Nachdem das erledigt war, blieb im Norden der Insel noch die heilige Insel Okinoshima als Welterbestätte. Zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert gab es einen regen wirtschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen Japan, Korea und China. Man bestieg ein Schiff in Munakata ruderte an der 10 km entfernten Insel Oshima und später an der ca. 60 km entfernten Insel Okinoshima vorbei und erreichte in gerader Linie nach 145 km Busan in Korea. Die Leute die die Überfahrt wagten beteten in Okinoshima noch einmal und im Laufe der Zeit wurde die Insel zur heiligen Insel. Ein Priester lebt dort, ansonsten darf die Insel nicht betreten werden. Zum Fotografieren blieben mir nur die Hügelgräber des Munakata Clans und der Schrein, der auf dem Festland errichtet ist.
Nach einer Nacht an der Brücke von Kitakyushu , die die Süd- mit der Hauptinsel verbindet, war ich heute noch an den Resten einer alten Eisengießerei in Hagi, ebenfalls Bestandteil der Meiji Stätte.

Und jetzt bin ich gerade an der Westküste Japans unterwegs, weg von Städten und mal über Land. Da merkt man, es ist Pflanzzeit für den Reis. Viele Felder ordentlich bestellt. Das erledigt ein hochstelziges Gefährt ganz von allein. Der Bauer muss bloß geradeaus fahren und hinten werden die Pflänzchen gesetzt.

Und hier an der Raststätte, meinem Schlafplatz für heute, fuhr doch gerade ein Bus vorbei, der ganz groß ein Ampelmännchen auf den Seitenflächen hatte. Wie die wohl hier her kommen………

1 Kommentar

    • Wolfgang Schöler auf 2. Juli 2026 bei 9:01
    • Antworten

    Lieber Lothar, einfach toll, deine Reiseberichte zu lesen und so wie immer ein wenig dabei sein zu können 🥹🙏!
    Freuen uns schon auf die nächsten Beschreibungen von dir. Herzliche Grüße aus dem Chalet in Thüringen senden Wolfgang und Annelie 😉

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