Das Königreich von Baekje existierte im Westen Koreas von etwa 12 bis 660 n.Chr. Die größte Ausdehnung hatte es um das Jahr 440 n.Chr. herum als es von Gwangju bis etwa in die Region Pjöngjang reichte. Es war eines der drei Königreiche, die nebeneinander um diese Zeit Korea beherrschten. Baekje hatte dabei eine besondere Bedeutung, da das Königreich eine führende Stellung beim technologischen, spirituellen und künstlerischen Transfer in der Region bis nach Japan spielte. Deshalb wurden die Stätten 2015 in die Welterbeliste aufgenommen.
Die Stätten befinden sich im Umfeld der ehemaligen drei Hauptstädte Ungjin (heute Gongju), Sabi (dem heutigen Buyeo) und der damaligen Nebenhauptstadt Sabi, dem heutigen Iksa.n. Sabi, die Hauptstadt die mit der längsten Blütezeit des Reiches Baekje in Verbindung gebracht wird, besitzt mit der Festung Busosanseong, dem Jeongnimsa Tempel, die Stadtmauer von Naseong, die Königsgräber von Neungsan-ri und dem Grabungsfeld von Gwanbuk-ri die meisten der Stätten. Die Festung Gongsanseong und die Königsgräber von Songsan-ri befinden sich in Gongju. In Iksan gibt es den Mireuksa Tempel und den Königspalast Wanggung-ri.
Das Königreich Baekje übernahm schon früh Techniken der Stadtplanung, Bautechnik, Kunst und Religion aus China, verfeinerte sie aber und strahlte damit in den ostasiatischen Raum bis hin zu Japan.
29.Juli 2026






