In der Hochgebirgsregion Chubu in Zentraljapan gelegen, hat in den drei Dörfern Ogimachi, Ainokura und Suganuma ein historischer Haustyp überlebt, der perfekt an die Lebensbedingungen des Gebirges angepasst war. Steile Dächer um der Schneelast im Winter zu widerstehen, im Inneren der großen Dachräume Platz für die Seidenraupenzucht und zum trocknen der Maulbeerblätter für die Herstellung von Japanpapier. Die Stätte wurde 1995 in die Welterbeliste eingetragen.
Die Region mit seinen steil und tief eingeschnittenen Tälern war bis ins späte 17. Jahrhundert fast von der Außenwelt abgeschnitten und danach war es auch nicht viel besser. Erst um 1950 gab es mehr Kontakt zur Außenwelt. Reis konnte in den engen Tälern nicht angebaut werden, also musste es Buchweizen und Hirse sein. Daneben kultivierte man Maulbeerbäume für die Seidenraupenzucht. Waren es im 19. Jahrhundert noch 94 sog. Gassohäuser (von „zum Gebet gefaltete Hände“, die steilen Dächer). Betrug der Anteil in den 90igern noch 25. Die wurden dann unter strengen Schutz gestellt und manche in ein Museum in Ogimachi zusammengetragen, der Ort, den ich als einziges besucht habe.
04.Juli 2026





