Hiroshima…….

Leute aus aller Welt, der Genbaku Dom, das zerbombte Gebäude der Industrieausstellung Nagasakis fürs Erinnerungsfoto umlagert, eine sehenswerte und sehr berührende Friedensausstellung. Angesichts der heutigen Verhältnisse kann man nur mit dem Kopf schütteln ob soviel Ignoranz der Geschichte gegenüber……….

Der 23.6. markiert aber auch einen Wetterumschwung. Stundenlanger Dauerregen, nur noch um die 20 Grad. Man muss Glück haben, bei Besichtigungen halbwegs trocken davon zu kommen.

Es gibt hier eine Kaikatsu Club genannte Einrichtung, die vermieten einen kleinen Büroarbeitsplatz und die Leute machen alles mögliche damit, einige arbeiten, manche Schlafen auch ungestört, Dart gibt es, Billard, Karaoke kann man tanzen, Wäsche waschen und eben auch duschen. Die Mitgliedschaft ist kostenlos, Parkplätze meist auch und für die Zeit, die ich zum Duschen benötige bezahle ich so um die 2,80 € umgerechnet. Besser geht es nicht, Handtücher, Seife, Shampo, alles mit dabei. Das gönn ich mir 3 mal die Woche und fühle mich wohl dabei.

Gleich bei Hiroshima liegt die Insel Miyajima. Dort gibt es mit dem Itsukushima Schrein das bekannteste Heiligtum Japans. Das O Tori Tor ist eine der drei am meisten fotografierten Orte Japans. Shintoismus ist in Japan eine aus der Urzeit überkommene Verehrung landschaftlicher Objekte, die mit menschlichen künstlerischen/ handwerklichen Bemühungen zu einem schönen Ort gestaltet werden. Auf der Insel ist das der Berg Mese vor dem der Schrein errichtet wurde, vor dem wiederum das Meer liegt.
Auch hier hatte ich Glück, schon während der Fährüberfahrt hörte es auf zu regnen. Und immer wieder: Touristen aus aller Welt, ein vernünftiges Foto war kaum zu machen. Das O Tori Tor war trocken gefallen und man konnte bis zu ihm laufen. Das deutsche Prospekt verhieß Glück, wenn man unter dem Tor eine Muschel finden würde – und siehe da, es sind sogar zwei geworden.

Mit dem Schrein ist meine Mission an der Südseite der Inseln Honsu und Shikoku beendet und ich hab nun zwei Fahrtage um die Insel Kyushu zu erreichen. Dort gibt es zwei Stätten, zum einen während der Zeit des Verbotes versteckte christliche Gemeinden und die Orte der Meiji Industrierevolution und dann will ich an der Westseite Japans wieder Richtung Norden fahren….

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