Zur Zeit der Drei Königreiche existierte im Südosten Koreas zwischen dem Königreich Baekje im Südwesten und dem Königreich Silla im Südosten Koreas eine Konföderation von Kleinstaaten, die sich Gaya nannte. Sie existierte vom 1. bis zum 6. Jahrhundert als gleichberechtigte, autonome Einheiten mit kulturellen Gemeinsamkeiten, wozu die Bestattungskultur gehörte. 2023 wurden die 7 Friedhöfe in die Welterbeliste aufgenommen.
Die Friedhöfe zeigen durch Grabbeigaben, geografische Lage und Bestattungsarten das besondere politische System des Goya Bundes.Dieser konnte flexibel auf politische Veränderungen in Ostasien reagieren und durch interne Kooperation und Austausch mit den Nachbarstaaten ein politisches Gleichgewicht aufrecht erhalten.
Die Gräber, anfangs ohne Sarg, später mit Holzsarg und am Ende ihrer Zeit mit steinernen Grabkammern zeigen die Grenzen dieses Gemeinwesens und die Grabbeigaben lassen auf die kulturellen Eigenarten schließen.
Um 562 n.Chr. wurde das Gebiet des Gaya Bundes vom Königreich Silla annektiert und verschwand.
04.August 2026





