Die Silbervorkommen von Iwami Ginzan wurden um das 14. Jahrhundert herum entdeckt. Größere wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung erlangte die Mine ab ca. 1533. als über Korea eine neue Methode der Silbergewinnung aus China eingeführt wurde, die die Silberausbeute beträchtlich steigerte. Damit trug die Mine vor allem im 16. und 17. Jahrhundert maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung Japan´s und ganz Südostasiens bei. Sie wurde deshalb 2007 in die Welterbeliste aufgenommen.
Bestandteil der Stätte sind heute neben den Minen, ruinöse Schmelz- und Raffinerieanlagen, Transportwege für das Silbererz, Hafenorte, in denen das Erz bis nach Korea oder China verschifft wurde, sowie Bergarbeitersiedlungen.
Das aus China stammende Verfahren der Kupellation, die Reinigung von Silber mittels Blei, brachte die entscheidende Steigerung der Silberausbeute und viele Kleinbetriebe konnten so rentabel arbeiten. Ca.1788 Tonne Silber brachte die Mine im Laufe der Zeit aus. Dabei wechselte sie mehrfach den Besitzer. Ein privater Betreiber förderte zuletzt noch Kupfer, ehe er 1923 den Betrieb einstellte. Zu sehen ist neben der Mine eine historische Siedlung, auch die Lebensumstände der Bauern können nachvollzogen werden. Einzig der Hafen erzählt nichts von seiner früheren Geschichte.
30.Juni 2026





