Die vier Schlösser wurden durch König Ludwig II. von Bayern als persönliche Rückzugsorte konzipiert und gehen auf die künstlerischen Ambitionen des Monarchen zurück. Diese Einzigartigkeit der Schlösser führte 2025 zur Eintragung in die Welterbeliste.
1869 wurde der Grundstein für Schloss Neuschwanstein gelegt, der Palas war 1884 fertig und das gesamte Schloss dann 1892. Vorbild für das im Stil der Neoromantik erbaute Schloss war u.a. die Wartburg und andere mittelalterliche Bauten.
Das Königshaus am Schachten, im Schweizerhaus Stil errichtet, birgt im Inneren Räume nach orientalischem Vorbild. Von 1869 bis 1872 errichtet, verbrachte der König fortan viele seiner Geburtstage hier.
Von 1870 bis 1878 wurde Schloss Linderhof als Kleinstes der drei Schlösser im Neorokoko erbaut. Es ist das Einzige das zu Lebzeiten des Königs fertiggestellt wurde. Vorbild waren hier französische Lustschlösser, ohne diese nachzuahmen. Das Schloss ist ganz aus einheimischem Holz gebaut und verputzt. Bei seinem Bau hat der König erstmalig in Deutschland die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall praktiziert.
Ab 1878 wurde Schloss Herrenchiemsee erbaut. Es sollte an Schloss Versailles erinnern. Auch in der Innenausstattung folgt es dem französischen Barock aus der Zeit des französischen Königs Ludwig XIV. Nur der Mitteltrakt des französischen Vorbildes konnte errichtet und teilweise fertiggestellt werden. Ein im Rohbau errichteter Nordtrakt wurde 1907 wieder abgerissen, da man keine Verwendung dafür hatte. An einem Südtrakt, dessen Fundamente schon bestanden, wurde gar nicht erst weitergebaut.
Die Schlösser sind gut besucht. Eine Orientierung vorher im Internet ist ratsam und mit längeren Wartezeiten ist zu rechnen.
Bildrechte Bild 2, 4 und 6: © Bayerische Schlösserverwaltung (Foto 2: Rainer Herrmann/ Ulrich Pfeuffer/ Maria Scherf)(Foto 4: Veronika Freudling) (Foto 6: Maria Scherf/ Andrea Gruber)
14.September 2025





