Die heilige Insel Okinoshima und die zugehörigen Stätten in der Region Munakata wird bereits ab dem 4. Jahrhundert verehrt und gilt als Beispiel für die Verehrung einer ganzen Insel in Japan. Die durch archäologische Grabungen nachgewiesenen Votivgaben belegen auch den Austausch mit der koreanischen Halbinsel und dem chinesischen Festland. Die Stätte wurde 2017 in die Welterbeliste eingetragen.
Die Insel Okinoshima diente als Stützpunkt und Wegweiser für den Weg nach Korea und war deshalb auch wichtig für den kulturellen Austausch . Gesandtschaften beteten hier für das Gelingen ihrer Mission und die Überfahrt. Verehrt wurde die Göttin des Meeresnebels. Es gibt drei Schreine, die den Munakata Großschrein bilden. Der erste Schrein befindet sich auf dem japanischen Festland, der zweite auf der Insel Ostima und der dritte Schrein auf der Insel Okinoshima. Sie sind damit Teil der früheren Schiffsroute.
Die Insel Okinoshima ist als Ganzes ein verehrungswürdiger Gegenstand und darf nicht betreten werden. Und auch wenn Meeresgöttinnen verehrt werden, ist Frauen das Betreten strikt untersagt.
Am 27. Mai jeden Jahres ist 250 Personen das Betreten der Insel erlaubt, wenn den Gefallenen der Seeschlacht von Tsushima gedacht wird.
Eine Hügelgräbergruppe des Munakata Clans aus dem 4. bis 6. Jahrhundert ist ebenfalls Bestandteil der Stätte.
28.Juni 2026





