ich war nochmal tanken und innen ausgesaugt hatte ich den Camper auch, ich kann ja nicht meinen ganzen Dreck drin lassen und so hab ich ihn heute Nachmittag wieder abgegeben. Die Vermieter waren nicht da und so habe ich ihn einfach nach Anweisung abgestellt, nochmal Fotos gemacht und das wars, ganz unkompliziert. Er wird wohl nicht lange rumstehen, der nächste Kunde ist bestimmt schon in Sicht.
Nach Wonju stand nun straff die Rückfahrt auf dem Programm. 5 Welterbestätten waren ja noch offen, und so bin ich zuerst nach Namhansanseong gefahren.
Der Ort liegt südöstlich von Seoul und hat eine Festung aus dem frühen 17. Jahrhundert, die einen entscheidenden Einfluss auf die japanische Invasion im späten 17. Jahrhundert hatte. Die Festung war sehr weitläufig und im Kern sogar bewohnt. Die Torhäuser sind noch vorhanden, ein Großteil der Festungsmauern, ein vorübergehender Palast für den König und der Sueojangdae Kommandoposten, ein Schlüsselort der Verteidigung der Festung. Hier konnten die Kommandeure das Schlachtgeschehen überblicken und mit ihren Truppen entsprechend reagieren. Vom Westtor aus hatte man zusätzlich noch einen atemberaubenden Überblick über Seoul, das dem Gebirge dort zu Füßen liegt. Leider war das Wetter nicht das Beste.
In Seongnam auch südöstlich von Seoul, hatte ich dann nochmal zwei Nächte im Hotel, was mitten in der Innenstadt lag. Hier ist es mir das erste Mal passiert, dass das Navi versagte, weil die Häuser so hoch waren und so eng standen, dass das GPS Signal reflektiert wurde. Na gut, ich habs trotzdem gefunden.
Bei einem Spaziergang durchs Viertel traf ich auf eine Baustelle für die Superhochhäuser. Es ist schon imposant, das zu sehen. Vielleicht 5m hohe Wände als Sichtschutz um die doch sehr beengte Baustelle. Da muss die Logistik schon stimmen um Chaos zu vermeiden.
Später in Gimpo habe ich mehrere solche Hochhausgruppen als Satellitenstadt zusammenstehen gesehen. Unten alles parkartig grün, der Zugang für die Anwohner mittels Schranke gesperrt. Sage und schreibe 54 Stockwerke habe ich gezählt. Muss man halt mögen und wenn der Strom ausfällt und man ganz oben wohnt………?
Gimpo liegt im Nordwesten Seouls, ich musste also durch die ganze Stadt, habe aber einen Umweg in Kauf genommen und noch die Ersten der Königsgräber der Joseon Dynastie besucht. Mittags bei 32 Grad war das nicht so eine entspannte Wanderung. Ich habs in Kauf genommen, muss ich doch nun deswegen nicht mit der U Bahn durch die Stadt fahren.
Eine Besonderheit ist noch zu berichten: Es ist meine 500. Welterbestätte, die ich in all den vergangenen 12 Jahren besucht habe.
Bevor ich also heute den Camper abgegeben hab, besuchte ich noch einen anderen Standort mit Königsgräbern und kann heute Abend das Jubiläum feiern.
Heute beim Ausschenken im Hotel ist mir dort noch ein Weihnachtsbaum aufgefallen. Das gibt’s hier immer mal, geschmückte Weihnachtsbäume stehen einfach mal so rum………








