auf in den Süden…

die erste Nacht war herrlich ruhig und das Abenteuer konnte beginnen.

Die Richtung war mir klar, es sollte nach Süden gehen. Zum Einen sind dort die meisten der Welterbestätten Japans, zum Anderen haben mir die Berichte des Neffen, der schon zweimal hier mit dem Camper unterwegs war gezeigt, es wird richtig warm hier.
Die Basis des Vermieters liegt in Narita, das ist östlich von Tokio. Man kann durch Tokio gurken um Richtung Süden zu kommen oder die Brücke über die Tokiobucht südlich von Narita nehmen.
Das habe ich getan und so konnte ich die Fahrt entspannt fortsetzen.
Vom Osten kommend ist der erste Teil Brücke, die an einer Raststätte endet. Von dort aus ist die Bucht untertunnelt um den Schiffsverkehr nicht zu behindern und eine so hohe Brücke wollten die Japaner wohl nicht bauen. Essen und vergnügen kann man sich hier und hat außerdem einen phantastischen Blick über die ganze Bucht, die eingerahmt wird von einem einzigen Moloch aus Großstädten und Industriegebieten.
Fährt man durch den Tunnel, kommt aber nicht aufs platte Land sondern stößt auf zwei weitere Großstädte, Kawasaki und Yokohama.

Nach der Fahrt waren erstmal ganz grundlegende Bedürfnisse zu befriedigen. Wasser gibt’s an jeder Toilette, die unheimlich sauber, immer kostenlos und an jedem Parkplatz zu finden sind.
Aber Einkaufen!! Läden findet man viele, jedoch wird man überwältigt, wenn man diese betritt. Plastik über Plastik, alles ist nochmal eingepackt, Ansichtskarten genauso wie das meiste Obst und Gemüse oder eben schlicht auch alle anderen Lebensmittel. Wenigstens in teuren Supermärkten gibt’s Obst und Gemüse frisch.

Gefahren wird sehr rücksichtsvoll, wenngleich die vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten wohl eher als Empfehlungen betrachtet werden. Tanken war ich auch schon, ca. 95 Cent für Super bleifrei – geht. Deswegen lassen die hier auch manchmal lange die Motoren laufen.

100 km von Tokio entfernt ist das Gebiet des Fuji, des Heiligen Berges der Japaner. Natürlich darf der auf der Liste der Welterbestätten Japans nicht fehlen. Alles an diesem Berg ist heilig: fünf der Seen, die den Berg im Tal umgeben genauso wie viele heilige Teiche. Uralte Wohnstätten gibt es, Lavahöhlen die während vulkanischer Aktivitäten entstanden sind und mehrere heilige Schreine, die um den Berg herum Ausgangspunkt von Pilgerwegen auf den Berg sind. Auch eine Eisenschmelzhütte aus dem 18. Jahrhundert habe ich schon besucht, die Teil einer Stätte zu Zeugnissen der frühen industriellen Entwicklung Japans ist.

Heute ist das Wetter ausgezeichnet freundlich, der Camper ist ein bisschen wie ein Backofen, hat aber zum Glück einen Kühlschrank für das Essen. Überhaupt ist das Fahren mit dem Camper hier ganz anders als ich es gewohnt bin. Kaum Parkplätze Überland und in den Städten wird jedes Fitzelchen Land genutzt. Selbst Bauland wird landwirtschaftlich genutzt, wenn es noch nicht bebaut ist. Und für Autos gibt es prinzipiell keinen Schatten, die haben ja eine Klimaanlage

Ich sitze gerade im MC Donald, meiner Amerikareise seligen Angedenkens und staune über die Unterschiede:
in der Küche permanente Hektik, das Essen das Gleiche, wie könnte es anders sein, aber kein Internet, man muss sich einen Account erstellen, für mich in japanisch ein nogo. Die sehen mich da nie wiede

Nach dem Fuji, der übrigens so freundlich war, mir sein Haupt zu zeigen, kommen die nächsten Welterbestätten erst wieder in Osaka und dann aber gleich 5 Stück. Aber dazu muss ich erstmal dort sein und das dauert. Ist nämlich ein ganzes Stück zu fahren.

mal sehen………….

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