die Ostküste nach Süden war doch sehr reich mit Welterbestätten bestückt. Das ändert sich jetzt. An der Westküste sind die Stätten eher rar gesät. In Hagi gab es wieder einen Standort der Meiji Industrierevolution zu bewundern. Der frühe Schiffbau Mitte des 19. Jahrhunderts war hier stark. Nicht zuletzt wegen der Vorkommen von eisenhaltigen Sand, der hier verhüttet wurde um daraus u.a. Nägel für den Schiffbau zu fertigen.
Das Ziel am nächsten Tag war die Silbermine von Iwami. Vom 16. Jahrhundert an wurde dort Silber gewonnen. Das gewann erst an Schwung, als aus Korea ein neues Verfahren zur Abscheidung von Silber mittels Blei, das sog. Kupellationsverfahren, eingeführt wurde. Die Mine selbst ist nur zu erlaufen und man kann selbständig, ohne Führung die Mine besichtigen. – im Erzgebirge undenkbar – . Es stellte sich jedoch heraus, das es ein Stollen in gerader Richtung in den Berg ist, der auf der anderen Seite wieder herausführt. Es gibt eine schöne Bergarbeitersiedlung dazu, mit traditionellen Häusern und auch eine Einrichtung eines Hauses kann man bewundern.
Von Iwami aus bin ich dann quer über die Insel nach Yoshino, vorbei an Kobe und Osaka, gefahren. Viele Kilometer, nur weil ich in meiner Planung die Pilgerwege im Kii-Gebirge östlich von Nara nicht berücksichtigt hatte. Das hat mich sehr geärgert. Nun gut, zu dieser Stätte gehören die heiligen Orte Yoshino, Omine und Kumano Sanzan und Yoshino habe ich letztlich besucht. Eine Mischung aus Shintoismus und Buddhismus ist hier entstanden, die gut nebeneinander existiert. Viele der Stätten sind dabei miteinander durch Pilgerwege verbunden und auch die alten Hauptstätte Kobe und Nara gehören zu dem Wegenetz. In Yoshino kann man alte Shintoschreine und buddhistische Tempelanlagen besuchen. Einer dieser Tempel befand sich in einem tief eingeschnittenen Tal und beim Treppensteigen hörte ich schon mehrfach Töne wie aus einer Tuba. Es war ein junger buddhistischer Priester, der eine zum Blasinstrument umgebaute Muschel blies und dabei die am Wege liegenden Altäre reinigte. Auf Nachfrage durfte ich ihn fotografieren und er erklärte mir, das Buddha Schalentiere liebt, deshalb dieses Instrument.
Vorgestern war nichts aufregendes mehr. Haushalttag in Yokkaichi. Duschen, Wäsche waschen, die Welterbestätte Pilgerwege Posten und dann lange fahren bin Hakusan in den Bergen auf dem Weg zur nächsten Welterbestätte in Shirakawa. Alles Orte, von denen ich bis vor kurzem nicht mal im Traum dran gedacht hatte, einmal dort zu sein…….
PS von heute früh: irgendwas stimmt am Rechner nicht, sodass ich keine Bilder Posten kann, deshalb erstmal den Text ohne Bilder – leider –
PS 2: der Computer ist wieder heile und so sind jetzt hier auch Bilder zu sehen





