in der Kapregion……..

der Flug früh nach Kapstadt war unspektakulär. Beim Inlandsflug ist der Sicherheitscheck nicht so streng und so waren wir mittags schon da. Die Kapregion ist viel dichter besiedelt als der Rest des Landes und das merkt man gleich am Verkehr. Hektischer, lange Autoschlangen aber auch eine viel höhere Polizeipräsenz, selbst Strassensperren mit Polizeikontrolle haben wir erlebt.
Viele Wellblechsiedlungen, sog. Informelle Siedlungen, waren zu sehen, aber auch schon viele Siedlungen mit sog. Mandelahäusern, Formelle Siedlungen. Letztere bieten schon einen gewissen Standard mit moderner Infrastruktur, nur kommt die Regierung mit Bauen nicht dem Bevölkerungswachstum hinterher.

Wir sind vom Flughafen aus weiter in die südliche Kornkammer Südafrikas gefahren. Endlose Weiten und Felder über Felder. Am Ende besuchten wir eine Pinguin Kolonie. Manche der putzigen Gesellen standen regungslos in der Sonne bei um die 25 Grad.
Nahe unserer Unterkunft konnten wir dann noch einen Ausflug in ein Naturschutzgebiet machen und haben dabei auch Spuren eines Leoparden gefunden. Sie waren allerdings schon einige Tage alt.

Andern Tags fuhren wir weiter Richtung Osten um bei Swellendam die Gartenroute zu erreichen.
An der Halbinsel Robberg kamen wir das erste Mal mit dem Indischen Ozean in Berührung und bei einer ziemlich anstrengenden, aber schöne Wanderung konnten wir eine Robbenkolonie beobachten.

Gestern nun gings in die Halbwüste der kleinen Karoo. Diese liegt zwischen den Swartbergen im Norden und den Langenbergen im Süden nördlich unserer bisherigen Route.
Eine Straußenfarm war das Ziel. Die Federn der Strauße werden genutzt, das Fleisch und auch die Haut. Zusätzlich werden Touristen über das Gelände mit offenen Wagen von Traktoren gezogen wobei die Strauße den Besuchern sehr nahe kommen. Mich hatte der Guide mit einem Futternapf beglückt und ein Strauß hat sich direkt daraus bedient. Letzte Station war dann in den Swartbergen die Cango Tropfsteinbhöhle. Seit tausenden von Jahren bildet das Wasser hier beeindruckende Gebilde.

Ehe es in dieser Gegend Richtung Herbst geht, strengt sich das Wetter noch einmal richtig an und so waren wir heute bei über 30 bis fast 40 Grad unterwegs und es soll wohl noch eine Weile so bleiben…………

über die Drakensberge zurück nach Johannesburg………

der Farmer in Piet Rief gehörte einer deutschsprachigen Glaubensgemeinschaft an und konnte sich gut mit uns verständigen. Er bewirtschaftete die Farm in dritter Generation. Futtermais und Sojabohnen werden für die Viehzucht angebaut. Insgesamt bewirtschaftet er ca. 15.000 ha.

Hier in Südafrika wird das Farmgelände komplett eingezäunt. Ein immenser Aufwand der der Kennzeichnung des Besitzes dient, Flucht von Herdentieren möglichst verhindert und ggf. das Eindringen von Wildtieren erschwert.
Befremdlich auf mich wirkte, das es hier üblich ist, Farmarbeitern auf der Farm Unterkünfte zur Verfügung zu stellen, ohne das diese anderswo ein Heim besitzen. In größeren Siedlungen gibt es sogar für die Kinder eigene Schulen, die mehrere Farmer der Umgebung gemeinsam betreiben. Die Apartheid ist zwar offiziell abgeschafft, aber Freiheit, finden ich, sieht schon noch ein bisschen anders aus, da die Menschen ja keine oder kaum andere Perspektiven haben. Diese Zweiteilung der Gesellschaft findet man auch noch in vielen anderen Bereichen. In Supermärkten z.B. sind am Ausgang immer Security zu finden. Bei diesen muss ein schwarzer Mitbürger oft seinen Einkauf an Hand des Kassenbons checken lassen. Bei weißen Mitbürgern habe ich das nie gesehen.

Die Farmer betreiben noch ein Gasthaus in dem ihre Gäste liebevoll umsorgt und exzellent verpflegt werden.

Andern Tags fuhren wir weiter in den Drakensberge Nationalpark nahe der Grenze zu Lesotho. Dieser Nationalpark ist von der UNESCO als gemischte Welterbestätte gelistet.
Hier hat etwa 4000 Jahre die San Kultur gesiedelt und ca. 35.000 Felseichungen hinterlassen.
Die Drakensberge sind andererseits eine wichtige Wasserscheide im südlichen Afrika. Die Ostseite entwässert in den Indischen Ozean, die Westseite in den Atlantik.
Ca. 250 endemische Pflanzenarten gibt es im gesamten Gebirgsmassiv und viele seltene Arten Südafrikas haben hier ihr Hauptverbreitungsgebiet.

Nahe der Drakensberge übernachteten wir in einer Lodge einer gemeinnützigen Organisation. Das riesige Areal mit Festhalle, Kirche, Schwimmbad, Campingplatz, weit über Hundert Ferienhäuschen, Shop und Gaststätte ist eingezäunt wie ein Hochsicherheitsgefängnis. Ich weis nicht, ob es eher Einbrecher oder wilde Tiere abhalten soll.
In der Gegend hier sprechen viele Menschen Afrikaans und so sind alle Schilder auch in dieser Sprache, die man mit einiger Fantasie einigermaßen verstehen kann.

Zuvor jedoch besuchten wir Felszeichnungen der San in einem Felsmassiv. Diese waren zwar gut erhalten, gehörten aber sicher nicht zu den Spektakulärsten.
Am Tag danach stand eine große Wanderung zur Tugela Schlucht auf dem Programm. Das Wetter meinte es gut und so war es eine wundervoller Gang durch eine der schönsten Gegenden der Drakensberge.

Heute nun ist der Regengott immer mal mit uns und eine Wanderung im Golden Gate Hochland musste leider deshalb ausfallen. Wenigstens ein paar schöne Fotos, wenn auch regen- oder wolkenverhangen sind gelungen, da die Sandsteinformationen schöne Motive abgaben. Der gelbe Sandstein hat auch dem Hochland das „golden“ eingebracht.

Heute fahren wir nun noch bis kurz vor den Johannesburger Flughafen in ein Hotel, um dann morgen früh nach Kapstadt aufzubrechen……….

im Krüger Nationalpark………..

früh um 6:00 Uhr ging die Safari los. Die Ranger, die die Fahrzeuge fahren sind untereinander mit Funk verbunden und machen sich gegenseitig auf Begegnungsorte mit den ominösen „Big Five“- Elefant, Löwe, Breitmaulnashorn, Leopard und Afrikanischer Büffel – aufmerksam. Auch mit entgegenkommenden Fahrzeugen wir sich ausgetauscht.
Der Nationalpark selbst ist wohl um die 70 Kilometer Breit und um die 360 Kilometer lang. Die Hauptrouten sind als Straßen mit Teerbelag ausgebaut und gemeinsam mit den Nebenrouten hat der Park eine komplette Wegeinfrastruktur. Einen Flughafen gibt es, Hotels und Lodges sind im Park vorhanden.

Wir sind in dem südlichen Parkbereich unterwegs gewesen. Löwen haben wir gesehen, Elefanten und noch viele Arten, die nicht zu den Big Five gehören.
Die Fahrt im offenen Safarifahrzeug war herausfordernd. Rundherum offen, man kann gut fotografieren oder den Fahrtwind genießen bei der Hitze. Glück hatten wir, dass es keinen Regen gab, mussten aber auch die Staubfahnen von vorausfahrenden Fahrzeugen ertragen.
Insgesamt war es eine überwältigende Landschaft, ganz so, wie es meinem Klischee von Afrika entspricht und ein aufregender und schöner Tag und ich hoffe, die Bilder sprechen ihre eigene Sprache.

Heute haben wir einen Fahrtag und besuchen eine typische Farm der Gegend hier………..

die ersten Tage…

unseren Flieger in Frankfurt mit der Bahn und auch den Anschlussflug in Addis Abeba konnten wir problemlos erreichen. Die Fluglinie, Ethopian Airline, hat nicht gerade den höchsten Servicestandart, aber wir sind wohlbehalten in Johannesburg angekommen.
Geld abheben und dann die Gruppe treffen war auf dem etwas eintönigen Flughafen kein Problem. Mit einem Gruppenbus haben wir dann die ersten Kilometer in Südafrika zurück gelegt. Nach dem frisch machen ging`s zum ersten kleinen Spaziergang rund um die Lodge. Dabei und abends bei einem gemeinsamen Essen konnten wir die Gruppenmitglieder etwas näher kennenlernen.

Das Südafrika wenig Baumvegetation besaß und fast alle Wälder, die zu sehen sind, mühsam aufgeforstet wurden, war mir neu. Je nach dem, wo man lang kommt, ist auch viel von dem unterschiedlichen Lebensstandart zwischen weißen und schwarzen Menschen zu sehen.

Gestern stand dann Pretoria auf dem Programm. Auf einem Hügel nahe der Stadt wurde 1905 das Regierungsgebäude errichtet. Von einer beeindruckenden Parkanlage umgeben, bietet es einen phantastischen Ausblick auf die Stadt.
Weiter ging es Richtung Osten und nach einer Übernachtung sind wir heute Früh zeitig zum Blyde River Canyon aufgebrochen, nicht ohne einem kurzen Stopp, um den Sonnenaufgang zu genießen. Eine kurze, aber doch schon heftige Wanderung führte uns ein Stück in den Canyon hinein, bei über 30 Grad doch schon eine Herausforderung.

Weiter ging die Fahrt an den Rand des Krüger Nationalparkes, zu einer Lodge. Dort verbringen wir zwei Nächte. Und heute morgen begann die Safari geht um die „Big five“ zu erkunden…….

Und los geht’s wieder……..

es ist ein wenig zeitig für mich, aber die Dinge sind dieses Jahr mal ganz anders als sonst.

Schon voriges Jahr im September hatte Manuela und ich entschieden, Südafrika einen Besuch abzustatten. Die „Big five“ und der Tafelberg in Kapstadt haben uns sehr gelockt.
Und so haben wir kurz entschlossen eine Wanderreise zu den Höhepunkten Südafrikas gebucht, ein Angebot von Wikinger Reisen.
Die haben auch meine letzte Reise organisiert. 1995 war ich mit ihnen im Himalaja und habe mir den Mt. Everest angeschaut. Nach über 30 Jahren für mich wieder mal Reisebüro.

Ich bin gespannt wie es wird.

Jetzt bin ich in Leipzig. Der Zugverkehr von Chemnitz hier her ist oft sehr unzuverlässig, deshalb etwas eher. 13:31 geht’s weiter nach Frankfurt/ Main. Da lese ich unterwegs in Gotha Manuela auf und heute Abend um 21:30 hebt der Flug nach Addis Abbeba ab.
Soviel dazu.
Später im Jahr will ich dann Asien unsicher machen. Und auch das auf eine für mich neue Art. Ich Japan und auch in Südkorea habe ich jetzt schon jeweils einen Camper gemietet und will mich dort wieder mal dem Aufsuchen von Welterbestätten machen.
Bei Facebook ist mir dabei der Hiro über den Weg gelaufen. Er betreibt auf deutsch in seinem Blog „einfach japanisch“ die Lebensart und die Gewohnheiten der Menschen in Japan. Vor zwei Wochen war eine Manga Messe in Dresden und da konnte ich ihn kennenlernen und auch sein Buch kaufen. Das werde ich nach der Zeit in Südafrika ausgiebig studieren.
Diese ganze Manga Welt hat mich schon sehr überrascht. Das ist ja doch eine ganz eigene Welt. Viele laufen da in dem Kostüm ihrer bevorzugten Figur rum – für mich einigermaßen skurril.

Nun hoffe ich mal das das Programm der Reise mir einige Zeit zum posten lässt………

Frankfurt /Main, 26.Februar 2026

Fazit, was bleibt………

die norddeutsche Backsteingotik ist ein ganz eigener Baustil, der sich vom 12. bis zum 15. Jahrhundert ausprägte und mit seinen vielfältigen Verzierungen schöne Bauten hervorbrachte. Viele dieser Bauten sind gut restauriert und werden rege genutzt. Da man selbst in kleineren Ortschaften Bauten findet, hat man gut zu tun, um nichts zu verpassen. Auffällig ist für mich die starke ostdeutsche Präsenz gegenüber dem Westen Deutschlands. Einiges gibt es noch in Polen, wenige in Dänemark. Offensichtlich ist man in der Vergangenheit im Westen Deutschlands mit dem kulturellen Erbe viel rigider umgegangen. Bestes Beispiel dafür ist Lübeck mit einer Altstadt, in der selbst lieblose Betonbauten einen Platz gefunden haben.

Am meisten hat mich dieses Jahr Dänemark überrascht. Man findet immer noch eine ruhige gemütliche Art, wie die Menschen miteinander umgehen, auch im Straßenverkehr gibt es keine Hektik, man hält sich an die Vorschriften. Aufgefallen ist mir die große Anzahl von E- Autos, die mit größter Selbstverständlichkeit benutzt werden.
Toiletten gibt es allenthalben, kostenlos. Viele gut gehaltene Trockentoiletten sind dabei.
Freizeitwälder gibt es die Masse und man kann dort wandern, Mountainbiken, schwimmen oder reiten. Was die Landschaft gerade bietet. Für Hunde gibt es meist eigene Areale, in denen sie frei laufen können. Parkplätze, zum Teil mitten im Wald, lassen des Campers Herz höher schlagen, kann man doch da auch gut übernachten.

Ein Land also, in dem man sich sofort wohl fühlt und gerne bleiben möchte.

In Norwegen und Schweden scheint mir die Gelassenheit etwas abhanden gekommen zu sein. Sie findet sich oft noch, aber überholt wird doch schon deutlich öfter als vor 4 Jahren. Beliebte Touristenziele in den beiden Ländern sind z.T. auch sehr überlaufen im Sommer, da stehen die Camper dann dicht an dicht, was nicht wirklich Spaß macht. Aber in den Wäldern gibt es noch genug einsame Standplätze. In ländlichen Gegenden wird nur mit Holz gebaut, das macht die Architektur ein bisschen eintönig. Viele Häuser sind in Schweden rot gestrichen, mit dem sog. Schwedenrot, in Norwegen überwiegt schwarz und manchmal auch reinweiß.
Manche Grundstücke, insbesondere in Schweden, haben in einem abseitigen Bereich die alten Autos, oft auch der Grundstücksvorbesitzer, stehen. Die rotten da fröhlich vor sich hin.
Beides, Holzhäuser und alte Autos, sind offensichtlich die Blaupause für viele Gegenden in Nordamerika. Dort ist es nicht anders…………

Tanken ist in Dänemark und Norwegen teurer als bei uns, meistens ab 1,60 Euro, nur in Schweden ist es mit 1,45 Euro ungefähr etwas billiger als bei uns.
Lebensmittel sind durchweg teurer und Gemüse wird oft sehr gekühlt angeboten und hält sich im Laden daher lange. Kommt es aber an die Luft, beginnt es, gelegentlich schon nach Stunden, zu schimmeln. Das ist dann schon sehr ärgerlich.

Welterbestätten konnte ich bis jetzt zwei besuchen:
– das Schweriner Residenzensemble, ein nahezu komplettes Ensemble Großherzoglicher Immobilien in den Bereichen Militär, Verwaltung, Glaubensausübung und Kultur. Und
– die Ringfestungen der Wikingerzeit in Dänemark.
– Die Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine wurde um die Orte Herrenhut (D), Gracehill (GB) und Bethlehem (USA) erweitert und ich konnte zumindest Herrnhut hinzufügen.

Gefahren bin ich in diesem Jahr ca. 14.500 km.
Zur Maut in Norwegen kann ich noch nichts sagen, da diese Rechnung noch aussteht. Wer weiß, wann die bei mir eintrudelt.

Nun ist erstmal Winterschlaf, Weihnachten ist ja nicht mehr weit…………..

das Ende für dieses Jahr………

zur Ausstellung des BRIO Spielzeuges in Osby bin ich nicht gefahren.Dieses Spielzeug gab es in meiner Kindheit nicht und so kann ich auch nicht glückselig in Erinnerungen schwelgen.

Statt dessen hab ich die letzten Kilometer in Richtung Trelleborg unter die Räder genommen.

Weit im Osten der Stadt liegt an der Küste Ales Stenar, eine Steinsetzung der Wikinger, 1600 Jahre alt. Die Wikinger haben große Steine, Findlinge, in Form eines Schiffes auf einer Anhöhe am Strand aufgestellt. Es ist die Begräbnisstätte eines bedeutenden Menschen der damaligen Zeit. Er sollte wohl dort noch übers Meer schauen können.
Die Stätte hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Fast gänzlich verschüttet, wurde sie später wieder ausgegraben. Einige Steine von den heute 59 haben da gefehlt, andere waren umgestürzt. In jüngerer Zeit wurde die Anlage komplett rekonstruiert, die Steine aufgerichtet und die Fehlenden ergänzt. Viele der Steine müssen wohl in zweiter Nutzung hier aufgestellt worden sein, da sie kleine Nischen, auch an der Unterseite, aufweisen, die auf eine frühere religiöse Nutzung hinweisen könnten.
Die doch sehr komplexe Rekonstruktion macht die Anlage archäologisch nicht sehr interessant, es ist jedoch ein mystischer Ort, der auch viel besucht wird. Immerhin ist es die größte bekannte Anlage dieser Art in Skandinavien.

Je weiter man übrigens wieder nach Süden kommt, desto mehr ausländische Kennzeichen sieht man wieder auf der Straße. Um Trelleborg sammeln sich die Camper der Fähren wegen.

Immer an der Küste entlang war meine vorletzte Station Ystad. In dem kleinen Städtchen gibt es eine lange Theatertradition. Ab 1842 wurde Theater im Obergeschoss des Rathauses gespielt und ab 1894 im eigenen Theater, welches 500 Zuschauer fasst. Die Spielzeit beginnt erst Anfang September und so konnte ich das Haus nur von außen bewundern. Vor dem Eingang stand noch eine Skulptur Pas de deux sehr dekorativ in einer Blumenrabatte.

Auf dem letzten Stück der Strecke nach Trelleborg hat es mich dann an den Strand gezogen und ich hab bei windigem Wetter noch ein Bad in der Ostsee genommen. Hatte das also auch noch geklappt.

In Trelleborg bin ich schon mehrfach mit der Fähre angekommen, in der Stadt selbst war ich aber noch nie. Imposant war der ziegelgemauerte Wasserturm mitten in der Stadt umgeben von einer schönen Grünanlage, deren Mittelpunkt ein Brunnen mit einer Octopus Skulptur war.
Das Bahnhofsgebäude unmittelbar am Hafen ist gleichzeitig der Zutritt für die Fußpassagiere der Fähren und daneben prangt gleich das alte Hafentor.

Mittlerweile bin ich wieder wohlbehalten in Deutschland angekommen und am Wochenende geht für mich die diesjährige Reisesaison zu Ende…………

Richtung Süden………….

übernachtet habe ich später auf dem Tossebergsklätten, einem Berg der seine ganze Umgebung überragt und von dem man eine phantastische Aussicht hat. Viel Wald war in der Gegend und auf einer Wanderung hab ich das erste Mal die Überreste eines Ren´s gesehen.

Die Kirche in Sunna dann war die Dritte , welche an diesem Standort errichtet wurde. Geblieben aus der Ersten ist nur der Taufstein von 1233. Die Stadt liegt am See Mellan Fryken und war Heimat der Autorin Selma Lagerlöfs, die hier sehr bekannt ist, mir aber gar nichts sagt.

Auf dem Weg nach Örebro hab ich in Karlstad übernachtet. Die Stadt hatte ich schon 2021 besucht und der damalige Übernachtungsplatz hat sich wieder als brauchbar herausgestellt.

Ursprung der Stadt Örebro war eine Burg auf einer Insel, die spätere Könige zu einem Schloss umbauen ließen. Heute findet sich ein Cafe und ein Regionalmuseum dort.
Wahrzeichen ist jedoch ein Wasserturm aus den frühen fünfziger Jahren. 70 m hoch und mit einem Cafe und einer Aussichtsplattform versehen von der man einen guten Überblick über die Stadt gewinnt.

Wieder geschichtlich etwas für mich war die Stadt Karlsborg. Anfang des 19. Jahrhunderts sollte eine „Reservehauptstadt“ für Schweden errichtet werden um im Krisenfall das Königshaus, den Reichstag und die Regierung an einem befestigten Ort zu sichern. Eine Halbinsel bei Karlsborg wurde dafür auserkoren und 1818 mit dem Bau begonnen, der sich aber bis 1913 hinzog. Kasernen und andere militärische Einrichtungen wurden gebaut, natürlich eine Befestigung und die Kirche wurde auch als Versammlungsort des Reichstages hergerichtet. Die Festungsanlage konnte bis zu 20.000 Personen aufnehmen, die Größe einer Kleinstadt also. Heute ist vieles Museum, aber auch viele Leute wohnen da und einiges wird noch militärisch genutzt. Die Anlage ist sehr weitläufig und man kann sich lange darin aufhalten.

Von dort weitergefahren, kommt man zum Nationalpark Tivedens. Eine gute Gelegenheit um zu übernachten und am nächsten Tag eine Wanderung zu unternehmen. Das Gebiet wurde in der Eiszeit von Eismassen überrollt und zurück blieben Findlinge auch in der Größe eines „Junker Jägares Sten“. Ein Stein gewaltigen Ausmaßes, der auch noch praktisch hochkant in der Landschaft steht. Ein imposantes Bild………

Der nächste Tag sollten mich zum weltweit einzigen Streichholzmuseum führen, gelegen in Jönköping.

Zuvor jedoch überredete mich Google zum Besuch der Kirche in Habo. Diese Kirche wurde seit dem 13. Jahrhundert mehrfach erweitert und entspricht vom Typ her einer Basilika, nur aus Holz. Viele Stücke der Ausstattung wurden im 18. Jahrhundert angeschafft und auch eine Ausmalung des gesamten Kirchenraumes in dieser Zeit ausgeführt. Ungewöhnlich ist die Platzierung einer Uhr über dem Altarbild, auch aus dieser Zeit, die nur einen Stundenzeiger besitzt. Und die Glocken hängen nicht im Turm der Kirche, sondern in einem eigenen Turm neben der Kirche.

Im Streichholzmuseum wurde mir die aufwendige Herstellung der Streichhölzer vor Augen geführt. Da ist nicht „bloß“ ein Eintauchen des Holzstiftchens in eine Salpeterpaste. Damit diese hielt, musste der Stift erst gewachst werden und dann kam der Salpeter. Damit einher ging eine Erwärmung und dann wieder Abkühlung des Stiftchens in einem genauem Zeitabstand, damit das Wachs auch in das Holz eindringen kann ehe es erstarrt.
Hätte ich nicht gedacht, diese aufwändige Produktion eines so scheinbar simplen Gegenstandes.
Mitte des 19. Jahrhunderts nahm die Entwicklung und automatisierte Produktion hier in Jönköping seinen Anfang. Heute ist die Produktion allerdings woanders hin gezogen.

Ja, und dann war da noch Växjö, immer weiter in südliche Richtung. Aus der Gegend dieses Städtchens stammt der große Botaniker Carl von Linne, der die Systematik im Pflanzen- und Tierreich mit seinen lateinischen Namen einführte. Deshalb hat die Stadt eine Linneuniversität und auch einen Linnepark.
Sie ist außerdem Bischofssitz und besitzt deshalb eine Kathedrale mit für mich ungewöhnlich schlanken Türmen.

Nun bin ich schon in bald in Osby in Südschweden, der Stadt des BRIO Spielzeugs, das mir nun gar kein Begriff ist, aber im Westen wohl schon viele Jahre die Kinderherzen höher schlagen lies………..

nun doch mal Schweden……

der Campingplatz in Röros füllte sich schnell. Es ist eben Hochsaison. Schweden, Dänen neben Norwegern, aber auch Deutsche, Niederländer, vereinzelt auch Spanier, erstaunlich viele Tschechen und auch Polen, waren da, wenn man den Nummernschildern trauen darf.
Der Bergbau mit allen dazugehörigen Einrichtungen ist seit 2010 Welterbe hier und zieht entsprechend viele Touristen an. Ich habe die Stadt zum ersten mal 2016 besucht und es hat sich nicht viel geändert. Die Kjerkgata, die Kirchengasse, ist immer noch die Hauptgeschäftsstraße, beherrscht vom markanten Kirchturm.

Da das Wetter immer noch so schlecht war, habe ich beschlossen, meine letzten Tage auf dem Weg nach Trelleborg, in Schweden zu verbringen, da dort die Wetteraussichten deutlich besser waren.
Und prompt schien beim Grenzübertritt die Sonne. Kurz davor, in Brekken, konnte ich noch einmal eine Holzkirche fotografieren, sodass ich genug Fotos für meinen nächstjährigen Kalender „Holzkirchen in Norwegen“ habe.
Und neben der Sonne stellten sich auch die Rentiere am Straßenrand ein, die ich in Norwegen vermisst hatte. In vollkommener Ruhe äsen sie am Straßenrand oder überqueren sie auch, wohl wissend, dass ihnen nichts passiert.

Von der Grenze bei Fjällnäs, schon auf schwedischer Seite gings dann wieder Richtung Süden. Ein Treffen mit Gabi und Manfred stand an, den Beiden die ich aus Kanada kenne. Sie sind vor einer Woche in Hamburg Richtung Norden aufgebrochen um der Hitze zu entfliehen. Sie konnten nicht eher losfahren, da sie in Hamburg dieses Jahr umgezogen sind. Das Wiedersehen verlief mit großem Hallo und es war eine schöne Zeit.

Zufall: wir haben uns auf einem Standplatz getroffen, der in der Nähe von Sälen lag. Der Ort ist Startpunkt des legendären Vasa Laufes, jenes 92 km Skirennens, das seit 1922 immer Anfang des Jahres ausgetragen wird.
Und noch größerer Zufall: gestern wurde die Tour mit dem Mountainbike gefahren, quasi die Sommerversion. Hunderte Mountainbiker warteten in verschiedenen Altersklassen auf den Start. Ein großartiges Schauspiel.
Auf dem Startgelände steht eine Siegersäule, auf der alle Sieger seit 1922 verzeichnet sind. Und siehe da, erst 1975 wurde als erster ausländischer und einziger deutscher Sieger überhaupt Gert Dietmar Klause aus der DDR aufgeführt – was soll ich da noch dazu sagen!!!!

Nun bin ich weiter Richtung Süden unterwegs, aber in Malung, einem kleinen Städtchen hab ich erstmal einem Lidl einen Besuch abgestattet. Das Sortiment unterscheidet tatsächlich sich nur wenig von dem in Deutschland.

Nun bin ich gespannt, was mich noch so unterwegs erwartet……………

durch Norwegen………..

die Reparatur hat ganz gut geklappt und so konnte ich mich Richtung Nordosten in das Gebiet von Valdres aufmachen. Dort gibt es in fast allen Örtchen noch eine der 28 verbliebenen Stabkirchen Skandinaviens von früher mal über 1000. Viele sind verloren gegangen, eine ist ins Freilichtmuseum in Oslo, eine Andere nach Lillehammer und die von Vang ist gar nach Karpacz in Polen gekommen. Stabkirche heißt, die Stäbe, also die Ständer, für das Dach, sind unmittelbar im Erdreich eingegraben und deren Haltbarkeit deshalb sehr begrenzt. Diese Art zu bauen war im 13./ 14. Jahrhundert üblich. Später errichtete man die Holzkirchen auf einem Steinsockel.

Die Kirchen sind also sehr alt, aber fast keine ist aus dieser Zeit original erhalten. Ich habe nur eine in Öye gefunden. Die Anderen sind nach der Reformation nach evangelischen Bedürfnissen umgebaut worden.
Und so bin ich also durch die Bergwelt hier oben gefahren um diese Kirchen zu fotografieren, ehe ich mich dann nach Lillehammer aufgemacht habe. Dort sind 1994 die olympischen Winterspiele abgehalten worden. Der Ort ist mit gerade mal 29000 Einwohnern nicht sehr groß, hat aber viele Wintersportstätten, was nicht verwundert. Auf Nebenstraßen trifft man hier nicht selten Leute an, die Sommerlanglauf trainieren. Touristisch oder geschichtlich ist nicht viel los. Auch die Architektur hat nichts zu bieten

Und immer gibt es Überraschungen wenn man hier unterwegs ist. Mal gibt es die Skulptur eines überlebensgroßen Elches zu sehen, ein Andermal 6000 Jahre alte Felsritzungen oder ein alter Bauernhof als Museum mitten in den Bergen, dessen Vorratsspeicher scheinbar auf „Pilzen“ sitzt. Die waagerechten Unterseiten der „Pilze“ verhindern, dass Mäuse in das Gebäude und damit an die Vorräte kommen.
Die Blaubeeren sind reif, die Preißelbeeren haben noch ein weißes Bäuchlein, brauchen also noch und die Moosbeeren sind auch reif. Letztere zu pflücken ist aber sehr mühsam, weil sie so klein sind.
Jetzt geht es nach Röros auf dem Zeltplatz ist Haushalttag und morgen zur Olavsgruve……….

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen