die Backsteingotik um Lüneburg………….

bisschen verspätet, aber zu Hause ging´s gleich wieder drunter und drüber….. 🙂

Da ich mich in Hamburg nun auch nicht mit den Reisefreunden von Kanada treffen konnte, blieb mir nur der Stopp beim Fischhändler, um Räucherfisch für meine Blumenmutti und mich zu kaufen. Anschließend fuhr ich weiter in den Süden von Hamburg in das Gebiet um Lüneburg. Buxtehude hatte ich ja schon mit der S-Bahn von Hamburg aus besucht, aber der Kirchenkreis und andere religiöse Einrichtungen Lüneburgs sind sehr rührig und eine Menge Klöster, Kirchen und andere Gebäude sind in dem Verzeichnis der Backsteingotik enthalten.

Die Klöster sind alle noch intakt und in Betrieb, Evangelische Frauenkonvente zumeist. Dadurch sind die Besichtigungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt und außer Kräutergarten oder öffentlicher Innenhof ist kaum etwas zu sehen. Die Klöster liegen meist etwas abseits und sehr ruhig.
5 Klöster hab ich in Ebsdorf, Isenhagen, Wienhausen, Medingen und Lüne besuchen können. Alle sehr schön hergerichtet und toll in Schuss.
Und letzlich war dann noch Lüneburg selbst mit einem imposanten Rathaus, einigen Kirchen und viele Profanbauten aus der Zeit.

Das war nun meine zweite Runde für dieses Jahr. Der Bus muss nun zur Durchsicht, aber danach ist dann für ihn Pause in diesem Jahr.

Asien wartet ab Anfang Juni, aber mit dem Flieger………..

Schleswig Holstein…..

an Hamburg vorbei bin ich erstmal nach Kiel gefahren. Ich war da 1994 schon mal. Aus dem Bahnhof raus und direkt gegenüber auf die Fähre nach Stockholm und nach drei Wochen auf der Rückreise genauso.
Mein Streifzug durch die Stadt war für mich eher ernüchternd. Ältere Neubauten werden durch neuere Neubauten ersetzt und der Hafen wird durch Kreuzfahrer und Fähren dominiert. Das Flair alter Hansestädte hab ich nicht gefunden. Dafür ist mir in einem Kaffee ein Camperpärchen über den Weg gelaufen, mit dem ich mich nett unterhalten konnte.

Ein Treffen mit Jens aus Flensburg konnte krankheitsbedingt nicht stattfinden, was ich sehr bedauert habe. Mir blieb dann nur, durch Flensburg alleine zu streifen.

Das Dampfrundrum, am Wochenende vom 10. bis 12. Juli diesen Jahres, dem alles gewidmet ist, was mit Dampf betrieben werden kann, gibt es noch. Dampfschiffe, kleine dampfbetriebene Boote und auch land- oder schienengestützte Fahrzeuge kann man erleben.
Darüber hinaus hat die Stadt aber eine schlechte Entwicklung genommen. Die Kaimauer des historischen Hafens ist vor Jahren durch eine Sturmflut buchstäblich weggerissen worden und bis heute nicht aufgebaut. Viele historische Schiffe haben sich deshalb einen anderen Liegeplatz gesucht – schade.
Am ersten Mai, ein Sonnentag mit fast 25 Grad, war der Stadtstrand fast vollständig von arabischen oder arabisch anmutenden Großfamilien belegt, die dort nicht nur ein Picknick abhielten, sondern mit Grill und Getränkegroßbehältnis anrückten. Das so was in dieser Größenordnung geduldet wird…..

Zu meinem weiteren Pech kam, dass die Hamburger Reisefreunde krankheitsbedingt auch noch absagten.
Und so bin ich gestern von Flensburg wieder Richtung Süden gefahren.
Die Stadt Schleswig lag da am Weg.

Das ist ein pittoreskes Städchen, Bischofssitz, mit dem Dom St. Petri, dessen Anfänge im 12. Jahrhundert liegen und Holm, einem niedlichen Fischerdorf am alten Hafen. Die Altstadt ist, bis auf wenige neuere Bauten, gut erhalten aber auch hier gibt es nur noch ganz vereinzelt deutsche Händler oder Gastronomen.

Von Schleswig ging es ganz spontan nach Büsum, um eine Schiffsfahrt nach Helgoland zu machen.

Pünktlich 9:30 Uhr legte der Dampfer ab, um uns 12.00 Uhr in Helgoland abzuliefern. Bedeckt, bis auf wenige Minuten Ausnahme, war es den ganzen Tag, aber wenigstens kein Regen. Bisschen durch die Siedlung laufen und auf einem schönen Weg die Insel umrunden und die sog. Lummenfelsen, allen voran die „Lange Anna“, das Wahrzeichen der Insel, besuchen, dazu hat die Zeit gerade gereicht. 16:00 Uhr war Abfahrt, wieder nach Büsum.
Die Insel ist zollfreies Gebiet und so kann man hier Zigaretten, Schnaps, Schokolade und andere Dinge billig kaufen. Läden dafür gibt es mehr als genug. Der Preis relativiert sich über die Packungsgröße aber wieder. Handballgroße Lolliebälle zum Beispiel oder Schnaps in Literflaschen und so geht das munter weiter.
Was mir aufgefallen ist, stellenweise war eine geradezu unheimliche Ruhe auf der Insel. Es gibt hier keine Bäume und deshalb außer Seevögeln keine anderen Vögel. Landvögel können ohne Bäume oder Sträucher offensichtlich nicht existieren.

18:30 Uhr hat uns der Dampfer pünktlich inmitten eines fürchterlichen Regengusses wieder in Büsum abgeliefert………

Die Norddeutsche Backsteingotik – wiedermal……

als ich das letzte mal zu diesem Thema unterwegs war, sind aus Zeitgründen ein paar Lücken entstanden, die ich nun schließen wollte.

Aus dem Süden kommend, war da zunächst Brandenburg, die Stadt, die lange Zeit der Hauptort der Mark war und ihr auch ihren Namen gegeben hat.
In der Stadt haben sich noch viele Beispiele der Backsteingotik erhalten:
der Dom St. Peter und Paul, das Pauli Kloster und auch etliche Profanbauten wie das Altstädtische Rathaus, das Ordonnanzhaus oder das älteste Fachwerkhaus Brandenburgs. Letzteres leider verputzt, sodass weder das Fachwerk, noch Backsteine zu sehen sind. Ebenso ist mit dem rekonstruiertem sog. „Gotischem Haus“ verfahren worden. Die Fassade wurde mit Putz neoklassizistisch gestaltet. Nur an einem Giebel sind Backsteine zu sehen.

Nach einem Abstecher beim Neffen und seiner Frau in Neubrandenburg, waren dann in Richtung Westen noch die Backsteinbauten in Parchim und Schwerin zu besichtigen.

Leider wurde in Parchim viele Straßenabschnitte und Fußgängerwege gebaut, sodass viele Objekte garnicht oder nur mit vielen Baustelleneinrichtungen fotografiert werden konnten. Die Georgenkirche oder etwa das Rathaus gehören dazu.
Helmuth von Moltke, preußischer Generalfeldmarschall, war übrigens Sohn dieser Stadt.

In norddeutscher Backsteingotik ist der Dom St. Marien in Schwerin. Sein Westturm ist mit 117,50 m der Höchste in Mecklenburg Vorpommern und ragt schon von Weitem über die Stadtsilhouette.

Auf meinem Weg nach Flensburg hab ich erstmal einen Abstecher nach Hamburg gemacht. Die Landungsbrücken und die Innenstadt wollte ich sehen und im portugiesischen Viertel gibt es einen Designerladen – Arts of Hamburg – bei dem ich ganz gerne mal ein T- Shirt gekauft habe. Leider sind sie Macher bisschen von den Shirts abgekommen und designen lieber Taschen und solchen Kram. Das ist eher nichts für mich. Ich war also umsonst dort, genau so wie im Japanischen Generalkonsulat. Hier konnte man mir mit der Akkreditierung als Journalist in Japan auch nicht weiterhelfen.
Als ich mit der S Bahn wieder zurück zu meinem Bus wollte, fuhr mir buchstäblich eine S Bahn Richtung Buxtehude vor die Füße und da noch Zeit war bin ich eben noch nach Buxtehude gefahren.

Auch hier Norddeutsche Backsteingotik:
Das älteste Bürgerhaus, schön restauriert, ist Gaststätte. Das Rathaus aus dem Jahre 1408 ist 1911 abgebrannt und 1913 – 1914 wieder aufgebaut worden. Es sollen wohl noch Reste des Vorgängerbaues im Inneren erkennbar sein, von Außen ist davon leider nichts mehr zu sehen.
So hab ich nun gleich die westlichste Stadt mit Backsteingotik besichtigen können, da muss ich das später nicht machen.

Jetzt geht’s erstmal Richtung Flensburg zu Freund Jens und dort muss ich dann auch dänische Lakritze kaufen ohne die kann ich mich bei Manuela nicht blicken lassen…………….

und nun in Deutschland eine kleine Runde……….

vom 9.bis 18.April war ich erst mal wieder in Gotha bei Manuela. Es gab einiges zu tun, aber auch einkaufen in Erfurt, eine Thaimassage und Anderes………

Ich hatte das Meiste zwar eingepackt, aber manches doch vergessen und so bin ich hinterher nochmal Richtung Heimat aufgebrochen.
Unterwegs in Weimar bin ich in ein internationales Foodfestival geraten. Speisen aus aller Herren Länder wurden angeboten, so auch aus Japan, Korea und einige afrikanische Länder. Die Japaner hatten nur Süßes und so hab ich mich dann an Koreanischem versucht. Hühnchen mit sauscharfer Soße. Hat aber geschmeckt…

In Hohenstein Ernstthal aber hab ich dann meine erste Nacht dieses Jahr im Bus verbracht.

In die Tschechei zum Tanken bin ich noch gefahren, dabei bin ich in Gelenau auf das Erlebnisland Kegelsberg gestoßen, bei dem eine überdimensionale Ente zu bestaunen war. Sie ist begehbar und Toiletten verstecken sich noch drin. Zur Zeit wird auch noch ein Drachen mit Selbstbedienungsküche für die Camper gebaut.

Endgültig los ging es dann am Montag. Eine liebe ehemalige Arbeitskollegin hab ich bei Leipzig besucht und bin dann über Wolfen nach Dessau gefahren.
Die Welterbestätte hatte ich schon vor Jahren besucht und später auch noch die restlichen Bauten des Bauhauses in der Stadt. Ziel waren zwei Ausstellungen, die durch die Bauhausstiftung anlässlich der 100 jährigen Wiederkehr des Bauhausumzuges von Weimar nach Dessau gestaltet wurden.
Die Eine, „Glas | Beton | Metall“, beschäftigt sich mit diesen Materialien und verdeutlichen deren enorme Bedeutung für den großindustriellen modernen Bau an Hand der Bauhausbauten in der Stadt Dessau, aber erschließt auch neue Entwicklungen bei Gebrauchsgegenständen.
Sie war im Werkstattflügel des Bauhausgebäudes untergebracht.
Im ehemaligen Kaufhaus Zeeck, in der Innenstadt gelegen, befand sich die zweite Ausstellung. Sie findet man in der zweiten Etage des, ansonsten leerstehenden, Gebäudes, dessen Erdgeschoss Räume eine Gaststätte beherbergen.
Die Ausstellung mit dem Titel „Algen | Schutt | CO2“ beschäftigt sich mit neuen, auch recycelten Baustoffen und erläutert auch CO2 neutrale Entwicklungen.
Fast Alles gezeigte steckt in der Entwicklung noch in den Kinderschuhen und es bleibt abzuwarten, welche Technologien sich in der Praxis als massentauglich erweisen und am Markt nennenswerte Erfolge feiern können.

Jetzt liegt Brandenburg vor mir, eine Stadt, die von vielen Bauten der Backsteingotik geprägt sein soll………..

Alle Ausstellungsbilder und Bild Kaufhaus Zeeck:
© Stiftung Bauhaus Dessau / Foto: Thomas Meyer/OSTKREUZ

Ein Nachtrag zum Fazit und ein spontaner Kurztrip………..

zum Fazit vom 4.September vergangenen Jahres ist noch zu berichten, dass Mitte Februar, also nach 8 Monaten!, die Rechnung über die Maut in Norwegen eintrudelte. Nur 3 Mautstrecken waren es und mit ca. 20,-€ war es geradeso auszuhalten.

Mitte September bin ich aber auch nochmal losgezogen. Ich muss ja nicht die ganze Zeit zu Hause verbringen.
Die UNESCO war fleißig und hat in Tschechien das Saazer Hopfenanbaugebiet und nun endlich auch die Schlösser Ludwig II. von Bayern in die Weltkulturerbeliste aufgenommen.

Das Saazer Hopfenanbaugebiet liegt bei Zatec, dem deutschen Saaz. Von Chemnitz aus über Reitzenhain und Chomutov ein Stück Richtung Prag, und schon ist man da.
Seit über 700 Jahren wird hier Hopfen angebaut und die Gegend ist ein geschütztes Anbaugebiet. Auch die ganze Verarbeitung nach der Ernte: Trocknung, Häckseln und verpacken geschieht hier. Viele Betriebe, die diesen Hopfen verarbeiten und weltweit vertreiben sind schon im 19. Jahrhundert gegründet worden und arbeiten noch heute. Die Schornsteine der Hopfendarren beherrschen heute noch das Stadtbild, wie auch eine ganze Reihe von Barock- und Renaissancebauten.
Natürlich dreht sich alles hier um den Hopfen und das Bier, weshalb die Stadt auch als Bierstadt bezeichnet wird.

Die Schlösser Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee sowie das Königshaus am Schachen sind von König Ludwig II. von Bayern als seine privaten Rückzugsorte konzipiert worden und zeigen die künstlerischen Ambitionen des Königs.
Baubeginn für die drei Schlösser war zwischen 1869 und 1878.
Nur Schloss Linderhof konnte zu Lebzeiten des Königs (1845 bis 1886) fertiggestellt werden. Das Schloss wurde im Neorokoko ganz aus Holz errichtet und erstmals in Deutschland die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall angewandt.
Im 1872 im Schweizer Stil fertiggestellten Königshaus am Schachen verbrachte der König fortan viele seiner Geburtstage.
Neuschwanstein, in Neoromanik errichtet wurde 1892 fertiggestellt und Herrenchiemsee sollte eine Kopie von Versailles werden, ist aber nie über den Mitteltrakt hinausgekommen.
Mitte September war noch ein ziemlicher Touristenrummel um die Schlösser und selbst Parkplätze kaum erschwinglich.

Am Ende war ich froh, weiterfahren zu können…..

Bildrechte Bild 4: © Bayerische Schlösserverwaltung (Foto 4: Veronika Freudling)

die letzten Tage…….

und was darf bei einem Südafrikatrip nicht fehlen?
Ja, richtig, der Besuch eines Weingutes. Wein gilt ja nun nicht so mein Hauptinteresse. Bei einem kurzen Weg über die Weinfelder wurde viel Wissen vermittelt. Abends gab es auch eine Weinprobe. Meinen Wein hat zum Glück Manuela mit getrunken.

Am nächsten Tag lag zwischen uns und Kapstadt noch eine Bergkette namens Hex River und Wetter und Besucherströme am Tafelberg machten den Tag spannend. Wetter: 90 Tage im Jahr ist das obere Tableau des Tafelberges nicht zu sehen und von oben ist auch keine Aussicht zu bewundern. Damit gestalten sich die Besucherströme entsprechend. Es existiert eine App, in der man das verfolgen kann.
Das Wetter meinte es gut mit uns. Der Berg war wolkenfrei. Entsprechend groß war das Besucherinteresse.
Wir sind deshalb erst an die Waterkant gefahren, Kapstadts Hafen, umgestaltet zu einer riesigen Einkaufsmeile. Alles was etwas auf sich hält, ist hier vertreten:
Internationale Modelabels, Afrikanisches Kunsthandwerk, Gaststätten, Bars, nichts fehlt.
Wir sind kurz durchgelaufen um einen Überblick zu bekommen und schon ging es weiter zum sog. Signalberg (ca. 700m hoch). Er ist deutlich niedriger als der Tafelberg (ca.1100m), bietet aber einen guten Ausblick auf diesen und auf die Stadt.

Und dann war es soweit: keine Warteschlangen mehr meldete die App. Und so sind wir hingefahren und konnten auch gleich mit der Gondel hoch. Oben dann ein grandioser Ausblick auf die Stadt und das Umland.

Später, nach dem Einchecken im Hotel sind wir baden gegangen. Auch das Atlantikwasser wollte probiert werden.

Den freien Abend haben sich dann der Afrikanermarkt einerseits und das Hard Rock Kaffee andererseits geteilt. Beides war mit dem Taxi leicht und kostengünstig zu erreichen.
Auffällig beim Afrikanermarkt war, dass wir von allen! Sicherheitsleuten, die sich dort aufhielten, angesprochen wurden, ob denn alles O.K. wäre. Umsonst haben die nicht gefragt aber irgendwie bedroht haben wir uns nicht gefühlt.

Da Manuela ins Hard Rock Kaffee wollte ( macht sie immer, wenn eins zu finden ist), sind wir nochmal mit dem Taxi losgezogen. Es lag in einer Kneipenmeile und war gut besucht.

Freitag, der 13., unser letzter ganzer Tag in Südafrika. Die Fahrt ging auf die Kaphalbinsel, die deutlich nördlicher gelegen ist als der südlichste Punkt Afrikas.
Zunächst auf der Westseite vorbei an der Hout Bay, eine heute beliebte Villengegend. Der erste Stopp war am Kap der Guten Hoffnung. Der etwas weiter südlich gelegene Leuchtturm war dann Ziel einer letzten Wanderung. Über das Massiv des Tafelberges sind wir zurückgefahren und abends gab es ein Abschiedsessen in einem Restaurant in der Nähe des Hotels.

Und am Sonnabend war es dann soweit. Die Sachen gepackt, sind wir nochmal zur Waterfront gefahren um 2 Stunden zu shoppen und unsere letzten Rand auszugeben. Mittags fuhren wir los zum Flughafen. Der Flieger, von Addis Abeba kommend, hatte Verspätung und die Nervosität stieg beträchtlich. Er konnte aber über den 6 Stundenflug die Zeit halten und so sind wir nach hektischem Sicherheitscheck erleichtert in den Flieger nach Frankfurt eingestiegen. Dieser lieferte uns pünktlich 5:45 früh in Frankfurt ab und eine schöne und ereignisreiche Reise ging zu Ende……………..

in der Kapregion……..

der Flug früh nach Kapstadt war unspektakulär. Beim Inlandsflug ist der Sicherheitscheck nicht so streng und so waren wir mittags schon da. Die Kapregion ist viel dichter besiedelt als der Rest des Landes und das merkt man gleich am Verkehr. Hektischer, lange Autoschlangen aber auch eine viel höhere Polizeipräsenz, selbst Strassensperren mit Polizeikontrolle haben wir erlebt.
Viele Wellblechsiedlungen, sog. Informelle Siedlungen, waren zu sehen, aber auch schon viele Siedlungen mit sog. Mandelahäusern, Formelle Siedlungen. Letztere bieten schon einen gewissen Standard mit moderner Infrastruktur, nur kommt die Regierung mit Bauen nicht dem Bevölkerungswachstum hinterher.

Wir sind vom Flughafen aus weiter in die südliche Kornkammer Südafrikas gefahren. Endlose Weiten und Felder über Felder. Am Ende besuchten wir eine Pinguin Kolonie. Manche der putzigen Gesellen standen regungslos in der Sonne bei um die 25 Grad.
Nahe unserer Unterkunft konnten wir dann noch einen Ausflug in ein Naturschutzgebiet machen und haben dabei auch Spuren eines Leoparden gefunden. Sie waren allerdings schon einige Tage alt.

Andern Tags fuhren wir weiter Richtung Osten um bei Swellendam die Gartenroute zu erreichen.
An der Halbinsel Robberg kamen wir das erste Mal mit dem Indischen Ozean in Berührung und bei einer ziemlich anstrengenden, aber schöne Wanderung konnten wir eine Robbenkolonie beobachten.

Gestern nun gings in die Halbwüste der kleinen Karoo. Diese liegt zwischen den Swartbergen im Norden und den Langenbergen im Süden nördlich unserer bisherigen Route.
Eine Straußenfarm war das Ziel. Die Federn der Strauße werden genutzt, das Fleisch und auch die Haut. Zusätzlich werden Touristen über das Gelände mit offenen Wagen von Traktoren gezogen wobei die Strauße den Besuchern sehr nahe kommen. Mich hatte der Guide mit einem Futternapf beglückt und ein Strauß hat sich direkt daraus bedient. Letzte Station war dann in den Swartbergen die Cango Tropfsteinbhöhle. Seit tausenden von Jahren bildet das Wasser hier beeindruckende Gebilde.

Ehe es in dieser Gegend Richtung Herbst geht, strengt sich das Wetter noch einmal richtig an und so waren wir heute bei über 30 bis fast 40 Grad unterwegs und es soll wohl noch eine Weile so bleiben…………

über die Drakensberge zurück nach Johannesburg………

der Farmer in Piet Rief gehörte einer deutschsprachigen Glaubensgemeinschaft an und konnte sich gut mit uns verständigen. Er bewirtschaftete die Farm in dritter Generation. Futtermais und Sojabohnen werden für die Viehzucht angebaut. Insgesamt bewirtschaftet er ca. 15.000 ha.

Hier in Südafrika wird das Farmgelände komplett eingezäunt. Ein immenser Aufwand der der Kennzeichnung des Besitzes dient, Flucht von Herdentieren möglichst verhindert und ggf. das Eindringen von Wildtieren erschwert.
Befremdlich auf mich wirkte, das es hier üblich ist, Farmarbeitern auf der Farm Unterkünfte zur Verfügung zu stellen, ohne das diese anderswo ein Heim besitzen. In größeren Siedlungen gibt es sogar für die Kinder eigene Schulen, die mehrere Farmer der Umgebung gemeinsam betreiben. Die Apartheid ist zwar offiziell abgeschafft, aber Freiheit, finden ich, sieht schon noch ein bisschen anders aus, da die Menschen ja keine oder kaum andere Perspektiven haben. Diese Zweiteilung der Gesellschaft findet man auch noch in vielen anderen Bereichen. In Supermärkten z.B. sind am Ausgang immer Security zu finden. Bei diesen muss ein schwarzer Mitbürger oft seinen Einkauf an Hand des Kassenbons checken lassen. Bei weißen Mitbürgern habe ich das nie gesehen.

Die Farmer betreiben noch ein Gasthaus in dem ihre Gäste liebevoll umsorgt und exzellent verpflegt werden.

Andern Tags fuhren wir weiter in den Drakensberge Nationalpark nahe der Grenze zu Lesotho. Dieser Nationalpark ist von der UNESCO als gemischte Welterbestätte gelistet.
Hier hat etwa 4000 Jahre die San Kultur gesiedelt und ca. 35.000 Felseichungen hinterlassen.
Die Drakensberge sind andererseits eine wichtige Wasserscheide im südlichen Afrika. Die Ostseite entwässert in den Indischen Ozean, die Westseite in den Atlantik.
Ca. 250 endemische Pflanzenarten gibt es im gesamten Gebirgsmassiv und viele seltene Arten Südafrikas haben hier ihr Hauptverbreitungsgebiet.

Nahe der Drakensberge übernachteten wir in einer Lodge einer gemeinnützigen Organisation. Das riesige Areal mit Festhalle, Kirche, Schwimmbad, Campingplatz, weit über Hundert Ferienhäuschen, Shop und Gaststätte ist eingezäunt wie ein Hochsicherheitsgefängnis. Ich weis nicht, ob es eher Einbrecher oder wilde Tiere abhalten soll.
In der Gegend hier sprechen viele Menschen Afrikaans und so sind alle Schilder auch in dieser Sprache, die man mit einiger Fantasie einigermaßen verstehen kann.

Zuvor jedoch besuchten wir Felszeichnungen der San in einem Felsmassiv. Diese waren zwar gut erhalten, gehörten aber sicher nicht zu den Spektakulärsten.
Am Tag danach stand eine große Wanderung zur Tugela Schlucht auf dem Programm. Das Wetter meinte es gut und so war es eine wundervoller Gang durch eine der schönsten Gegenden der Drakensberge.

Heute nun ist der Regengott immer mal mit uns und eine Wanderung im Golden Gate Hochland musste leider deshalb ausfallen. Wenigstens ein paar schöne Fotos, wenn auch regen- oder wolkenverhangen sind gelungen, da die Sandsteinformationen schöne Motive abgaben. Der gelbe Sandstein hat auch dem Hochland das „golden“ eingebracht.

Heute fahren wir nun noch bis kurz vor den Johannesburger Flughafen in ein Hotel, um dann morgen früh nach Kapstadt aufzubrechen……….

im Krüger Nationalpark………..

früh um 6:00 Uhr ging die Safari los. Die Ranger, die die Fahrzeuge fahren sind untereinander mit Funk verbunden und machen sich gegenseitig auf Begegnungsorte mit den ominösen „Big Five“- Elefant, Löwe, Breitmaulnashorn, Leopard und Afrikanischer Büffel – aufmerksam. Auch mit entgegenkommenden Fahrzeugen wir sich ausgetauscht.
Der Nationalpark selbst ist wohl um die 70 Kilometer Breit und um die 360 Kilometer lang. Die Hauptrouten sind als Straßen mit Teerbelag ausgebaut und gemeinsam mit den Nebenrouten hat der Park eine komplette Wegeinfrastruktur. Einen Flughafen gibt es, Hotels und Lodges sind im Park vorhanden.

Wir sind in dem südlichen Parkbereich unterwegs gewesen. Löwen haben wir gesehen, Elefanten und noch viele Arten, die nicht zu den Big Five gehören.
Die Fahrt im offenen Safarifahrzeug war herausfordernd. Rundherum offen, man kann gut fotografieren oder den Fahrtwind genießen bei der Hitze. Glück hatten wir, dass es keinen Regen gab, mussten aber auch die Staubfahnen von vorausfahrenden Fahrzeugen ertragen.
Insgesamt war es eine überwältigende Landschaft, ganz so, wie es meinem Klischee von Afrika entspricht und ein aufregender und schöner Tag und ich hoffe, die Bilder sprechen ihre eigene Sprache.

Heute haben wir einen Fahrtag und besuchen eine typische Farm der Gegend hier………..

die ersten Tage…

unseren Flieger in Frankfurt mit der Bahn und auch den Anschlussflug in Addis Abeba konnten wir problemlos erreichen. Die Fluglinie, Ethopian Airline, hat nicht gerade den höchsten Servicestandart, aber wir sind wohlbehalten in Johannesburg angekommen.
Geld abheben und dann die Gruppe treffen war auf dem etwas eintönigen Flughafen kein Problem. Mit einem Gruppenbus haben wir dann die ersten Kilometer in Südafrika zurück gelegt. Nach dem frisch machen ging`s zum ersten kleinen Spaziergang rund um die Lodge. Dabei und abends bei einem gemeinsamen Essen konnten wir die Gruppenmitglieder etwas näher kennenlernen.

Das Südafrika wenig Baumvegetation besaß und fast alle Wälder, die zu sehen sind, mühsam aufgeforstet wurden, war mir neu. Je nach dem, wo man lang kommt, ist auch viel von dem unterschiedlichen Lebensstandart zwischen weißen und schwarzen Menschen zu sehen.

Gestern stand dann Pretoria auf dem Programm. Auf einem Hügel nahe der Stadt wurde 1905 das Regierungsgebäude errichtet. Von einer beeindruckenden Parkanlage umgeben, bietet es einen phantastischen Ausblick auf die Stadt.
Weiter ging es Richtung Osten und nach einer Übernachtung sind wir heute Früh zeitig zum Blyde River Canyon aufgebrochen, nicht ohne einem kurzen Stopp, um den Sonnenaufgang zu genießen. Eine kurze, aber doch schon heftige Wanderung führte uns ein Stück in den Canyon hinein, bei über 30 Grad doch schon eine Herausforderung.

Weiter ging die Fahrt an den Rand des Krüger Nationalparkes, zu einer Lodge. Dort verbringen wir zwei Nächte. Und heute morgen begann die Safari geht um die „Big five“ zu erkunden…….

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