jetzt geht es in den Süden :-)

bevor ich heute nun in Vlkolinec war habe ich gestern  in Liptovsky Mikulas im dortigen Aqua Park eine Rast gemacht und ausgiebig die Sauna besucht. Ein wohltuendes Erlebnis nach langer Zeit.

Und in Ruzomberok hatte ich dann doch ma l Frühlingsgefühle……

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blühende Mandelbäume in Ruzomberok

Vlkolinec, ein Dorf bei Ruzomberok, eng an den Nordhang eines  Berges in der Velka Fatra geschmiegt, besitzt ca. 45 Holzhäuser deren Architektur noch aus dem Mittelalter stammt. Es ist damit ein einzigartiges geschlossenes Ensemble in Mitteleuropa, welches die Siedlungsstruktur seit dem 15. Jahrhundert  bewahrt hat. Ein Glockenturm existiert seit  1770, dass Brunnenhaus seit 1860 und die Kirche wurde in neoklassizistischem Stil 1875 errichtet. Die Landwirtschaft in dieser Hanglage war nicht einfach. Die Streifenfelder ziehen sich lang hin und sind terrassiert. Im Dorf sind die Grundstücke ebenfalls lang und schmal und so findet sich hinter dem Wohnhaus der Stall und dahinter wiederum die Scheune. Mitten durchs Dorf fließt ein Bach, welcher durch die Bewohner in Holzrinnen gefasst wurde. Es gibt ein kleines Museum zu besichtigen, trotzdem ist es kein Museumsdorf. Die Häuser werden instand gehalten, manche auch neu aufgebaut. Offensichtlich ist es schick dort ein Haus zu haben, aber leisten können sich das wohl die wenigsten.

Jetzt will ich noch nach Banska Bystrica und morgen geht’s dann nach Hronsek, eine Holzkirche besichtigen   und danach Banska Stiavnica, zu Deutsch Schemnitz. Das kommt mir irgendwie bekannt vor??????…………………..

das erste mal aus der Slowakei

nun bin ich schon ein paar Tage in der Slowakei  unterwegs, Bardejov hatte ich schon vor einiger Zeit besucht, jetzt konnte ich Levoca und Spissky Hrad besuchen. Anfangs  bestand ein Eintrag nur  für die Burg Spissky Hrad, welcher 2009 erweitert wurde um die Stadt Levoca, deutsch Leutschau,  das Spissky Kapitula und die Kirche von Zehra. Das ganze Ensemble stellt so eine Art Nationalheiligtum der Slowaken dar. Die Burg hat bedeutende Ereignisse der slowakischen Geschichte erlebt und wird heute im Sommer durch viele Veranstaltungen am Leben erhalten, trotzdem sie 1780 völlig abbrannte und nur noch Ruine ist. Spissky Kapitula, ein von einer Wehrmauer umschlossenes Kirchenstädtchen. Bischofsitz, Priesterseminar und Ort weiterer kirchlicher Einrichtungen weist eine Kathedrale von 1275 auf und wird der slowakische Vatikan genannt. Levoca schließlich war im Mittelalter Hauptort der Zipser Sachsen. Dieser Teil der Geschichte endete abrupt 1947 mit der Vertreibung der Deutschen Bevölkerung. Heute kann man hier den größten gotischen Altar im Dom bewundern und mit Ludovit Stur wird hier ein Mann verehrt, der 1843 die slowakische Schriftsprache kodifizierte.  In Kezmarok konnte ich die dortige Holzkirche besuchen und damit die Stätte Holzkirchen im slowakischen Teil der Karpaten weiter vervollständigen. Bei der Besichtigung des Ortes geriet ich auch an die katholische Basilika wo gerade Gottesdienst abgehalten wurde. Die Kirche war rundum zugeparkt, im inneren die Sitzplätze alle belegt, selbst in den Gängen standen die Leute, gut besucht also. Das ist aber kein Einzelfall hier in der Gegend.

Heute fahr ich nun weiter nach Vlkolinec, also wieder Richtung Westen………….

Polen liegt nun schon bald hinter mir

die letzten polnischen Stätten haben noch einmal einen starken Eindruck auf mich gemacht, Wieliczka und Bochina, Salzbergwerke von gigantischer Größe hunderte km Gänge unter der Erde, gegraben seit 1280, überwältigend die Kunigundenkapelle, 20 m hoch und Platz für 200 – 300 Leute, Kalwaria Zebrzydowska, eine Pilgerstätte seit ca. 1600, von den Franziskanern betreut. 7 km Pilgerweg durch die Landschaft mit 40 Kapellen unterwegs gestaltet. Die Passionsspiele in der Karwoche ziehen über  100000 Pilger jährlich an, die Größten in Polen. Und als letztes Krakau, die heimliche Hauptstadt Polens. Die Stadt hat keine Kriegsschäden erlitten und so gibt es eine wunderschöne Altstadt, natürlich den Wawel, die Kathedrale dort ist Krönungs- und Grabkirche fast aller Könige Polens. Schon Kindergartengruppen hab ich dort gesehen. Das Nationalbewusstsein in Polen ist doch deutlich besser ausgeprägt wie in Deutschland, hab ich den Eindruck. Und nach einer Pause in Zakopane geht es weiter in die Slowakei………….

Konzentrationslager Auschwitz – Birkenau

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Pause in Tarnòw

die letzten Tage  war es bisschen unübersichtlich. Ich bin von Rzeszów aus in den Süden bis nach Bardejov in der Slowakei und dann wieder nach Norden und bin gestern in Tarnów, Polen angekommen. Ich hatte es in der Zeit mit 4 Welterbestätten gleichzeitig zu tun: Bardejov als Stadt, Holzkirchen in Kleinpolen (7 Stück in Dörfern), Holzkirchen in den Nordkarpaten (16 Stück, z.T. in der Ukraine) und Holzkirchen im slowakischen Teil der Karpaten. Alles örtlich fröhlich gemischt und ich musste sehen, das ich den Überblick nicht verliere. Ich denke, ich habs gut hinbekommen. Diese Holzkirchen sind schon beeindruckend, kaum ein Nagel, oft verschindelt (eine Heidenarbeit !), das Holz der Meisten noch nicht mal konserviert und bei fast allen waren die Balken mit der Axt behauen und nicht gesägt, auch das sehr mühselig. Die Wände im Inneren über und über bemalt, sog. Ikonostasen und die übrige Ausstattung überaus prachtvoll. Alle waren in einem tadellosen Zustand. Die Kirchen der Nordkarpaten sind griechisch Orthodox, die slowakischen Kirchen gemischt: evangelisch, Griechisch katholisch oder Römisch – katholisch. Manche waren ziemlich klein, erinnerten von der Größe her eher an Lauben, andere waren sehr groß. Ich war in den Beskiden, eine eher mittelgebirgische Landschaft, hin und wieder Skilifte und an manchen Stellen war ich mit der Welt und ein paar Hirschen, die nur gemächlich davon trabten ganz allein.
Bardejov, eine Kleinstadt in der Slowakei besitzt einen geschlossenen Ortskern welcher aus der Zeit der Besiedlung im 12./ 13. Jahrhundert stammt. Der Flecken war vorher schon besiedelt, in der Zeit jedoch kamen deutsche Siedler und legten die Stadt planmäßig an incl. eines riesigen Marktplatzes.
In Tarnów, eine Stadt, ca. 60km östlich von Kraków ist nun Pause auf einem Zeltplatz und morgen geht es weiter nach Kraków.

das erste Mal Ukraine

nun ist es wieder mal soweit!  Nach Wroclaw besuchte ich Warschau, die Hauptstadt. Die dortige Altstadt wurde 1944 bei Kämpfen des Warschauer Aufstandes stark zerstört und was noch übrig war haben die Nazis den Erdboden gleichgemacht.  141 Häuser waren „nur“ in Mitleidenschaft gezogen, die Anderen 786 komplett zerstört. Heute ist die Altstadt wieder aufgebaut, wirkt aber ein bisschen verloren inmitten riesiger Alleen und Neubauten. Weiter ging es nach Zamosc, einer pittoresken Renaissancestadt, 1578 auf dem Reißbrett geplant und von einer Festungsanlage umgeben. Sie ist im Kern erhalten und toll restauriert. Der Rundgang um die Altstadt gestaltet sich zu einem Lehrstück im damaligen Festungsbau. Tafeln, Dioramen und Kartenausschnitte geben ein lebendiges Bild davon. Und von dort dann der erste Abstecher in die Ukraine. Einreise war gestern früh am Grenzübergang Hrebenne. Auf polnischer Seite kein Problem und auch auf ukrainischer Seite reibungslos. Der ADAC macht einen verrückt, man soll die Elektronik deklarieren und auch das Geld – alles Quatsch. Das sind dort auch bloß Menschen. Die Hauptstraßen in Ordnung, Nebenstrecken haben da schon mal ihren eigenen Charme. Lviv ist eine Großstadt, die Innenstadt quirlig und voller Menschen. Nicht die Spur von Krieg oder so. Die vielen verschiedenen  Ethnien in der Stadt haben eine  Architektur von besonderem Reiz hervorgebracht und die Kathedrale St. Georg  ist in einem eigentümlichen Barock erbaut. Jetzt stehe ich an der Grenze bei  Krakovec schon seit 8:15 und hab`s bis 12:00 Uhr gerade mal über die Ukrainische Grenze geschafft – Schengen lässt grüßen. Ist aber auch gut so, finde ich. Wenigsten spendiert die Ukraine kostenloses Internet hier und so kann ich in Ruhe einiges machen. Es lief alles ruhig und unkompliziert ab.

das erste Mal nun von unterwegs

Ich bin am Montag losgefahren, aber erst mittags, wie das immer so ist, dieses und jenes noch…….

Meinen Rhythmus hab ich noch nicht ganz gefunden, aber nach und nach kommt man schon rein. Bad Muskau war die erste Stadion. Ein herrlicher Park mit altem und neuem Schloss und allerlei anderen Bauten, grandios angelegten Sichtachsen und vielen Bäumen, die alt werden durften. Von Fürst Pückler-Muskau 1815 bis 1845 angelegt und bis zum II. Weltkrieg auch so erhalten, verwilderte und verfiel die Anlage bis zur Wende. Erst da konnten erste Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden und heute erstrahlt wieder alles im alten Glanz. In Polen war die erste Stadion Jawor und Swidnica bei Wroclaw. Um dorthin zu kommen fuhr ich die polnische A14 runter bis zur A4 die von Görlitz kommt. Dieses Stück ist Nostalgie pur, sollte mit einem Trabbi gefahren werden. Entweder der Magen hebt sich ob der Bodenwellen oder die Lehne klopft Dir den Rücken weich bei den kurzen Stößen. Der Ehre halber: es gibt nur  noch die alte Fahrbahn Richtung Wroclaw, die Gegenfahrbahn ist schon neu. Man muß sich also beeilen.
In den beiden Orten nun gibt es die größten Fachwerkkirchen Europas. Die Erlaubnis der Habsburger Monarchie wurde mit dem Westfälischen Frieden 1648 erteilt. Keine Steine und Nägel durften verwendet werden, nur Holz, Lehm und Stroh. Auch der Glockenturm wurde später angebaut. Es handelt sich um protestantische Kirchen mit mittiger Kanzel, wie Luther es wollte: das Wort Gottes steht im Mittelpunkt. Enklaven inmitten einer katholischen Gegend also.
In Wroclaw steht die 1913 fertiggestelllte Jahrhunderthalle, ein Werk des Architekten Max Berg, der damals größte Stahlbetonbau der Welt. Die Kuppel hat eine freie Spannweite von 65 m und ist ca. 42 m hoch. Ein Bau der damals aufkommenden Moderne wobei sich Berg Anregungen aus der Gotik, hohe, weite Räume mit viel Licht und der Antike, das Pantheon in Rom mit abgestufter Kuppel, holte. Die Halle ist eingebettet in ein großes Ausstellungsareal mit weiteren Bauren der Moderne.
Heute gehts nach Warschau in das dortige Altstadtviertel, aber dazu später mehr.

der letzte Post von zu Hause ………………

na dann will ich mal, raus aus der Komfortzone und los gehts….. Morgen dann die erste Station, Bad Muskau. Bin gespannt wies wird. Dann allen eine schöne Zeit und wir sehen und lesen uns. Hier, oder auf Facebook.com/Weltkulturerbereise . Hier kann auch das Projekt der Daiko Tassen verfolgt werden, was hier evtl. nur am Rande mal Erwähnung finden wird und natürlich die Beschreibung der einzelnen Welterbestätten. Also viel Spass beim lesen!!

Nun geht es bald los

Die Tassen sind nun bei mir angekommen und haben den ersten Einsatz als Fotomodell hinter sich. Am Auto muß die Abgasanlage repariert werden. Das geschieht morgen. Innen ist das Auto fertig eingerichtet und füllt sich langsam. Die ersten Pflanzen sind bei ihren Herbergseltern gelandet und ich bastle hier auch noch rum um mit einem fertigen Konzept zu starten. Die ersten Sachen, Karten und was sonst noch auf die Reise mit muss habe ich schon bereitgelegt. Ist schon komisch, um diese Zeit die Sommersachen rauszukramen und an Sonnencreme zu denken. Ich freu mich schon sehr, dass es nun bald losgeht und ich sehe, wie es mir dabei geht. 🙂

Reisevorbereitung 1

Leider ist das Trommelwochenende bei den Natsumis schon vorbei. Was bleibt ist die Erinnerung an den vielen Spass den wir hatten und ein mittelschwerer Muskelkater!
Mit der Website bin ich jetzt auf einen guten Weg. Das Design ist noch nicht optimal, aber die Karten für die Tassen sind eingebunden, erste Beschreibungen von Welterbestätten können nachgelesen werden. So bin ich optimistisch, am 4.4. starten zu können und gut vorbereitet zu sein.

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